Auf den Spuren der SS in der Wewelsburg
Projektzeitraum:
12.12. bis 14.12.2025Förderquote:
75 % der GesamtkostenProjektart:
Bildung, FreizeitPartner:
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Begünstigte:
alle Mädchen, die die Falken-Gruppe des Ortsverbands Nette besuchen
Für die Mädchengruppe des Ortsverbands Nette des Kinder- und Jugendverbands „SJD - Die Falken“ sind Mahn- und Gedenkfahrten inzwischen ein fester Bestandteil des Jahresprogramms und ergänzen die wöchentliche Beschäftigung mit Themen wie Demokratie, der Entstehung der BRD und dem Nationalsozialismus. „Mit dem Projekt will der OV Nette Jugendlichen, in erster Linie Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die deutsche Geschichte näherbringen.“ (Auszug aus dem Bericht der Falken)
Auch für diesen Winter war wieder eine Fahrt geplant: Vom 12. bis zum 14. Dezember ging es für die Gruppe aus 18 Mädchen im Alter von 13 bis 23 Jahren zur Wewelsburg in Ostwestfalen.
Die Wewelsburg wurde – in ihrer heutigen Form – in den Jahren 1603 bis 1609 erbaut, nachdem bereits 1123 erstmals an dieser Stelle eine Burg errichtet worden war. Heutzutage ist die Wewelsburg vor allem wegen ihrer Rolle im Nationalsozialismus bekannt. Zunächst plante Heinrich Himmler in seiner Rolle als Reichsführer der SS, die Wewelsburg in eine Schulungsstätte für SS-Führer aus- und umzubauen. Später wurden Pläne erstellt, hier einen abgeschotteten Versammlungsort für SS-Gruppenführer einzurichten, an dem Veranstaltungen mit zum Teil sektenähnlichem Charakter stattfinden sollten. Obwohl tatsächlich kaum Veranstaltungen hier stattfanden, wurden sehr umfangreich (Um-)Baumaßnahmen vorgenommen. Diese mussten von KZ-Häftlingen des eigens zu diesem Zweck eingerichteten Konzentrationslagers Niederhagen durchgeführt werden. Als im März 1945 ein Ende des Krieges absehbar wurde, befahl Himmler die Sprengung der Burg und der umgebenden Gebäude. Im April 1945 nahmen amerikanische Alliierte die zerstörte Burg ein.
Heutzutage befinden sich eine Jugendherberge und ein Museum in der Wewelsburg, das unter anderem die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ zeigt. Hier ist es möglich, sich umfassend über die Geschichte der Wewelsburg zwischen 1933 und 1945 zu informieren.
Die Falken-Gruppe kam am Freitagabend in der Jugendherberge in der Wewelsburg an, in der sie die nächsten Tage übernachtete. Nach dem Abendessen versammelte sich die Gruppe am Lagerfeuer im Burggraben und bekam erste Informationen zum Programm der nächsten Tage.
Am Samstag erwartete die Gruppe viel inhaltlicher Input: Die Mädchen erhielten vormittags Einblick in die SS-Ideologie sowie den Aufbau der SS und bekamen nachmittags über 3,5 Stunden eine Führung über das Gelände sowie durch das Museum. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmerinnen gemeinsam mit ihrem Guide sogar einen Kurz-Rap zu diesem schweren Thema. Am Abend schaute die Gruppe gemeinsam den Film „Napola“, der die Ausbildung in einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt thematisiert. So bekamen die Mädchen einen Eindruck, wie eine SS-Ausbildungsstätte in der Wewelsburg hätte aussehen können.
Vor der Abreise am Sonntag wurde das Wochenende auf der Wewelsburg reflektiert. „Einhellige Meinung war: Das Wochenende war super.“ (Auszug aus dem Bericht der Falken) – Nicht zuletzt wegen des tollen Guides, mit dem die Teilnehmerinnen bereits jetzt weitere Begegnungen geplant hat.
ProFiliis hat den Ortsverband Nette der Falken gerne wieder finanziell unterstützt, sodass möglichst viele Mädchen an dieser wichtigen Gedenkfahrt teilnehmen konnten. Mit fast 1.900,- Euro hat die Stiftung 75 % der entstehenden Kosten übernommen. Der Rest wird durch Teilnahmebeiträge gedeckt.
sh
Fotos
Weiteres zum Projekt
Gedenkfahrt zur Wewelsburg
Für die Mädchengruppe des Ortsverbands Nette des Kinder- und Jugendverbands „SJD - Die Falken“ sind Mahn- und Gedenkfahrten inzwischen ein fester Bestandteil des Jahresprogramms und ergänzen die wöchentliche Beschäftigung mit Themen wie Demokratie, der Entstehung der BRD und dem Nationalsozialismus.
Auch für diesen Winter ist wieder eine Fahrt geplant: Vom 12. bis zum 14. Dezember geht es für die Gruppe aus bis zu 20 Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren zur Wewelsburg in Ostwestfalen.
Die Wewelsburg wurde – in ihrer heutigen Form – in den Jahren 1603 bis 1609 erbaut, nachdem bereits 1123 erstmals an dieser Stelle eine Burg errichtet worden war. Heutzutage ist die Wewelsburg vor allem wegen ihrer Rolle im Nationalsozialismus bekannt. Zunächst plante Heinrich Himmler in seiner Rolle als Reichsführer der SS, die Wewelsburg in eine Schulungsstätte für SS-Führer aus- und umzubauen. Später wurden Pläne erstellt, hier einen abgeschotteten Versammlungsort für SS-Gruppenführer einzurichten, an dem Veranstaltungen mit zum Teil sektenähnlichem Charakter stattfinden sollten. Obwohl tatsächlich kaum Veranstaltungen hier stattfanden, wurden sehr umfangreich (Um-)Baumaßnahmen vorgenommen. Diese mussten von KZ-Häftlingen des eigens zu diesem Zweck eingerichteten Konzentrationslagers Niederhagen durchgeführt werden. Als im März 1945 ein Ende des Krieges absehbar wurde, befahl Himmler die Sprengung der Burg und der umgebenden Gebäude. Im April 1945 nahmen amerikanische Alliierte die zerstörte Burg ein.
Heutzutage befinden sich eine Jugendherberge und ein Museum in der Wewelsburg, das unter anderem die Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ zeigt. Hier ist es möglich, sich umfassend über die Geschichte der Wewelsburg zwischen 1933 und 1945 zu informieren.
Die Gruppe wird in der Jugendherberge in der Wewelsburg übernachten und die zahlreichen Bildungsangebote vor Ort (unter anderem die oben genannte Ausstellung) wahrnehmen.
Zur Vorbereitung auf die Fahrt zur Wewelsburg wird die Gruppe gemeinsam den Film „Napola“ anschauen, der die Ausbildung in einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt thematisiert, um den Mädchen einen Eindruck zu vermitteln, wie eine SS-Ausbildungsstätte in der Wewelsburg hätte aussehen können.
ProFiliis unterstützt den Ortsverband Nette der Falken gerne wieder finanziell, sodass möglichst viele Mädchen an dieser wichtigen Gedenkfahrt teilnehmen können. Mit fast 1.900,- Euro übernimmt die Stiftung 75 % der entstehenden Kosten. Der Rest wird durch Teilnahmebeiträge gedeckt.
sh










