Herzlich Willkommen bei ProFiliis!

Liebe Fördernde, Freund:innen und Interessierte,

wir freuen uns sehr über Ihren Besuch auf unserer Homepage! Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen möglichst umfassenden Überblick über Ziele und Aktivitäten der ProFiliis-Stiftung vermitteln.

Wir hoffen, dass Sie hier alle für Sie wichtigen Informationen finden. Wenn nicht, scheuen Sie sich nicht und kontaktieren Sie uns direkt. Auch für Ihr Feedback und Ihre Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Besonders freuen würden wir uns natürlich, auch Sie bald als Förderer:innen oder Projektpartner:innen begrüßen zu dürfen.

Der Stiftungsvorstand

Aktuelles

13Jan

Kubaaustausch der Falken

Die Sozialistische Jugend Deutschlands „Die Falken“ ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen. Es werden Zeltlager und Ferienfreizeiten, Jugendhäuser und politische Aktionen organisiert. Der Falkentreff Westerfilde ist eine Einrichtung des Falken Bildungs- und Freizeitwerks Dortmund.  

In diesem Jahr planen Die Falken ein ganz besonderes Event. Seit 2014 besteht der Kontakt zur Partnergruppe „La Colmenita - El Principito“ in Santa Clara, Kuba. Die Gruppe ist eine in ganz Kuba aktive Organisation, die Mitglieder treffen sich einmal wöchentlich mit dem Schwerpunkt im Bereich künstlerischer und musikalischer Darbietungen.

 

Seit 2014 sammelt die Mädchengruppe der Falken in Nette Geld für die Partnergruppe in Kuba, von dem bislang Musikinstrumente, Kostüme und Requisiten für die Ausbildung und Auftritte in Kuba angeschafft wurden.

 

In 2016 besuchte die Falken-Mädchengruppe die Partnergruppe in Santa Clara, in 2018 kam dann die Gruppe aus Kuba nach Dortmund. Eigentlich war auch ein Austausch für 2020 bzw. 2021 geplant, allerdings machte hier die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung.

 

In 2022 war dann wieder eine Reise nach Kuba möglich, sodass nun für 2023 ein „Gegenbesuch“ in Dortmund geplant ist. Ziel dieser Begegnungen ist es, den engen Kontakt zu festigen sowie die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Mitgliedern der Gruppen weiterzuführen.

 

Sowohl die Jugendlichen aus Dortmund wie auch diejenigen aus Kuba stammen aus sozial schwächeren Familien, sodass es für diese nicht möglich sein würde, die Kosten für einen solchen Austausch zu tragen. Deshalb wird das Projekt durch den Ortsverband und Spenden, Bundesmittel, Zuschüsse des Landesjugendplans sowie des LWL gefördert.

 

Offen blieben bislang noch die Programmkosten für die kulturelle Gestaltung des Aufenthaltes der Jugendlichen in Deutschland, für die die ProFiliis-Stiftung mit Fördergeldern in Höhe von ca. 5.450,- Euro nun die Finanzierung zugesagt hat.

 

sf

05Jan

Ernährung bewegt!

Mit über 7.000 Mitgliedern in insgesamt 31 Abteilungen repräsentiert der TSC Eintracht Dortmund den mit Blick auf die Anzahl aktiver Mitglieder größten Sportverein im Ruhrgebiet. Bewegung steht hier natürlich immer im Mittelpunkt, aber auch das Interesse an gesunder Ernährung. Beides trägt bekanntlich zur Förderung der Gesundheit bei.

Laut des Robert Koch Instituts sind nach Selbstangaben aus den Jahren 2019/2020 46,6% der Frauen und 60,5% der Männer von Übergewicht betroffen (einschließlich Adipositas). Fast ein Fünftel der Erwachsenen (19%) weisen eine Adipositas auf. Laut Untersuchungen zwischen 2015 und 2017 waren im Kinder- und Jugendalter (3-17 Jahre) 15 von 100 Kindern und Jugendlichen von Übergewicht betroffen, 6 von 100 Kindern und Jugendlichen wiesen eine Adipositas auf.1

 

Teil eines sozialen Verbunds wie einem Sportverein zu werden, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, denn dort werden die Mitglieder an sportliche Aktivität herangeführt und zum „dranbleiben“ motiviert.

 

Allerdings reicht Bewegung allein nicht aus, um einen nachhaltig gesunden Lebensstil zu etablieren. Auch das Thema Ernährung ist zentral. Hier setzt das Projekt „Ernährung bewegt!“ des TSC Eintracht an. Durch die Reichweite und Expertise des Vereins und seiner Mitarbeitenden im Bereich Gesundheit wird den Kindern eine umfassende Perspektive zum Thema „gesundes und aktives Aufwachsen“ geboten.

 

Es soll ganz konkret ein eigener Garten unter Anleitung fachkundiger ehrenamtlicher Helfer aufgebaut und bewirtschaftet werden und es werden auch in der Theorie Einblicke in Themenbereiche wie Ernährung, Trinkverhalten und Gartengestaltung bzw. Natur gegeben. Die Teilnehmer sollen Antworten auf Fragen finden wie beispielsweise: „Woher kommt das Essen, das wir täglich zu uns nehmen?“ oder „Welches Essen tut mir gut, welches nicht?“. So soll "ausgewogene Ernährung" positiv erfahrbar gemacht werden.

 

Die ProFiliis-Stiftung übernimmt 50% der entstehenden Projektkosten.

 

1 https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html

 

sf

 

 

03Jan

Mittelalterlich Gaudium 2023

"Das Mittelalter heißt "Mittelalter", weil es zwischen zwei Zeiten liegt - zwischen einer "alten" und einer "neuen" Zeit. Das Mittelalter umfasst dabei eine Zeitspanne von ungefähr tausend Jahren: Die Zeit zwischen dem Jahr 500 und dem Jahr 1500 nennen wir heute so. Genauer will sich da keiner festlegen." 1

Eines ist jedoch klar: Die Epoche des Mittelalters fasziniert bis heute Jung und Alt. Verschiedene Filme, Spiele und Veranstaltungen bedienen sich der Mittelalterthematik und ziehen die Menschen immer noch in ihren Bann.

 

So auch das jährlich stattfindende „Mittelalterlich Gaudium“, bei dem an insgesamt vier Tagen im Juni in Waltrop verschiedenste Schausteller:innen ihre Attraktionen, darbieten bzw. Köstlichkeiten und Waren zum Kauf anbieten und Jung und Alt auch in 2023 wieder eine kleine Zeitreise ermöglichen.

 

Das Mengeder Gaudium von oben.

 

Wie auch in den vergangenen Jahren übernimmt die ProFiliis-Stiftung die Kosten für die Attraktionen für die kleinen Mittelalterfreund:innen, sodass diese unentgeltlich angeboten werden können.

 

Die Attraktionen in diesem Jahr sind:

  • Ein Kinder-Ritter-Turnier
  • Gaukelei und Kinder-Theater
  • Kinderschmied
  • Sagen- und Märchenfrau
  • Mittelalter-Karussel
  • Gemüsepuppen-Theater
  • Kinder-Töpferei

 

Interessierte finden unter folgendem Link alle weiteren Informationen.

 

1 https://www.br.de/kinder/mittelalter-kinder-geschichte-lexikon-100.html

 

sf

 

23Dez

Mit der Löwenbande ins 5. Jahr

Auch in 2023 wird die ProFiliis-Stiftung die Aktivitäten der "Löwenbande" unterstützen und die Kosten für die in diesem Jahr geplanten Ausflüge der beiden altersgestaffelten Gruppen inkl. des Transfers der Kinder übernehmen.

 

Die Geschwistergruppe ‚Löwenbande‘ ist ein Angebot des Ambulanten Kinderhospizdienstes Dortmund für Geschwister von schwersterkrankten Kindern. Da sehr viele Geschwisterkinder die Angebote der Löwenbande wahrnehmen, wurde inzwischen je eine Gruppe für jüngere und eine für ältere Kinder gebildet. Die Gruppen treffen sich jeweils einmal monatlich (samstags) und bieten abwechslungsreiche und altersangemessene Aktivitäten an, die nicht nur Freude, Spaß und Freundschaft, sondern auch den Austausch mit anderen betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen sollen.

 

Das Programm besteht sowohl aus mehreren Exkursionen, die einen (erlebnis-)pädagogischen Charakter bieten, als auch aus solchen, die einfach vom Alltag ablenken, aus Erlebnissen, die Spaß und Freude bereiten und aus solchen, die sich die Kinder und Jugendlichen schlicht gewünscht haben. Doch neben den Erlebnissen und kleinen und großen Abenteuern und neuen Erfahrungen, bleibt auch immer Zeit zum Ausruhen und Runterkommen, zum Reden und Gedanken freien Lauf lassen.

(in Teilen wörtlich übernommen von der Homepage des Ambulanten Kinderhospizdienstes Dortmund)

 

Das Programm der Löwenbande für 2023 ist bereits fertig gestellt und verspricht viele spannende Aktivitäten. Es kann weiter unten auch in höherer Auflösung heruntergeladen werden.

 

 

ppp

 

Bei Interesse finden sich weitere Informationen und Ansprechpartner auf der Seite des Ambulanten Kinderhospizdienstes Dortmund:

https://ambulanter-kinderhospizdienst-dortmund.de/geschwistergruppe-loewenbande/

 

ts

➤ weitere Neuigkeiten

Presse

2023
24Jan

Winterspielplatz in der Christuskirche

2023
03Jan

Memo-Spiel vermittelt Wissen über Sonnenschutz

2022
15Dez

5 neue Klassenzimmer in Bolivien

2022
30Nov

ProFiliis unterstützt Parkourverein

➤ weitere Presseartikel

Projekte

Inklusiver Unterricht für Kinder mit Hörbehinderung
Humanitärhilfe

Inklusiver Unterricht für Kinder mit Hörbehinderung

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine international tätige christliche Hilfsorganisation. Sie setzt sich in erster Linie für Menschen mit Behinderung bzw. Menschen, die von Behinderung bedroht sind, ein und verfolgt das Ziel, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern. Daher wurde im Jahr 2021 ein Projekt in Äthiopien, einem Land, in dem Armut sehr verbreitet ist, ins Leben umgesetzt: Zugang zu inklusivem Unterricht an Regelschulen für Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung.

 

In ärmeren Regionen der Welt ist die Wahrscheinlichkeit, dass es schon während der Schwangerschaft zu einer Behinderung eines Kindes kommt, verhältnismäßig hoch. Mangelnde präventive Gesundheitsmaßnahmen, Naturkatastrophen, Bürgerkriege, Dürren, Unterernährung sowie der fehlende Zugang zu Gesundheitsversorgung für die Mutter sind nur einige der Umstände, die zu Beeinträchtigungen der geistig-intellektuellen sowie der körperlichen Entwicklung des Kindes sowie im Bereich Sehen und Hören führen können.

 

Die Datenlage zu Menschen mit Behinderung in Äthiopien ist aufgrund fehlender Ressourcen lückenhaft. Eine Erkenntnis ist jedoch, dass die Hälfte aller Menschen mit Behinderung jünger als 30 Jahre alt sein soll. Der Anteil derer, die von inklusivem Schulunterricht profitieren könnten, kann dementsprechend als recht groß angenommen werden. Leider bestehen allerdings viele Vorurteile und großes Unwissen bei vielen Verantwortlichen, sodass betroffene Kinder und Jugendliche häufig gänzlich vom Schulbesuch ausgeschlossen werden. Dies erhöht für sie die Gefahr, dauerhaft in Armut zu leben, immens.

 

In dem hier beschriebenen Projekt von CBM stand die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderung in Äthiopien im Fokus: Inklusiver Unterricht an Regelschulen sollte eingerichtet bzw. verbessert werden, sodass Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung nicht von der Schulbildung ausgeschlossen, sondern entsprechend eingebunden und gefördert werden. Im Mittelpunkt des Projektes stand die Tages- und Internatsschule Hossana School of the Deaf. Sie untersteht der Leitung des Entwicklungs- und Sozialdienstes der Ethiopian Evangelical Church, der in diesem Projekt mit CBM zusammengearbeitet hat. An der Hossana School of the Deaf wird bereits seit einigen Jahren Schüler:innen mit Hörbehinderung im Alter von sieben bis achtzehn Jahren der Zugang zu Unterricht ermöglicht. Zusätzlich findet für die Jugendlichen des zur Schule gehörenden Colleges Berufsvorbereitung statt. Im Jahr 2021 wurde die Hossana School of the Deaf zum Exzellenzzentrum ernannt und nimmt nun die Rolle eines landesweiten Ausbildungszentrums für Lehrkräfte aus verschiedenen Landesregionen ein, die hier zum Unterrichten von Kindern mit Hörbehinderung an Regelschulen befähigt werden. Zu diesem Zweck wurden die Lehrkräfte der Hossana School of the Deaf zu Ausbilder:innen und haben Lehrmaterial für inklusiven Unterricht für Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung an Regelschulen entwickelt. So konnten (und können in Zukunft) Lehrer:innen von anderen Schulen aus anderen Regionen des Landes sowohl materiell als auch personell auf die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderung vorbereitet werden, sodass auch hier inklusiver Unterricht stattfinden kann. Bisher konnten so Lehrkräfte aus Oromia, Amhara und Region der Südlichen Nationen (SNNPR) (s. Kartenausschnitt) erreicht werden.

 

Kartenausschnitt Hossana in Äthiopien

 

Um auch in der Hossana School of the Deaf inklusiven Unterricht zu gewährleisten, wurden hier rund 40 hörende jugendliche Schüler:innen neu aufgenommen. Außerdem wurde die Schule mit weiteren Lehrmitteln wie Büchern und Computern ausgestattet, die Barrierefreiheit auf dem Gelände verbessert und das Schulteam personell aufgestockt, um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können. Zudem fanden Fortbildungen für die Lehrkräfte statt sowie Schulung zu Gebärdensprache und bedarfsorientierter Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderungen für die Eltern und Lehrer:innen.

 

Ein Kostenpunkt im Rahmen dieses umfassenden Projektes war die Finanzierung des Grundbedarfs der 220 Schüler:innen. Hierzu zählen Unterkunft, Verpflegung, Hygiene- und Wundschutzartikel, Schulkleidung sowie Lernmaterial. Im Rahmen der Corona-Pandemie kamen zusätzlich Kosten für Impfungen und Schutzmaßnahmen hinzu. Um diese Bedarfe für die Dauer eines Jahres sicherzustellen, sind rund 21.000,- Euro angefallen. Hier setzt die Unterstützung der ProFiliis-Stiftung an, die 15.000,- Euro zur Verfügung gestellt und so 70 % der Kosten zur Deckung des Grundbedarfs übernommen hat.

 

Trotz der aktuell erschwerten Situation bedingt durch die Corona-Pandemie sowie die Auswirkungen des Bürgerkrieges in der Tigray-Region konnten die Schüler:innen kontinuierlich unterrichtet und gut versorgt und betreut werden. Ihnen wurde unter anderem die Gebärdensprache nähergebracht sowie in Berufsvorbereitungskursen praktische Fertigkeiten wie Nähen und Holzverarbeitung. Durch die Schulung von Lehrkräften aus anderen Regionen Äthiopiens konnten auch außerhalb von Hossana die Bildungschancen und somit auch die Zukunftsaussichten der Kinder und Jugendlichen mit Hörbehinderung verbessert werden.

 

sh

 

Afrika - Hossana
Christoffel-Blindenmission (CBM)
Konsumwandel – Wir können auch anders!
Kultur

Konsumwandel – Wir können auch anders!

Eines der präsentesten gesellschaftlichen Themen ist in den vergangenen Jahren der Klimawandel. Zu lange wurden Warnungen aus der Wissenschaft ignoriert und wenig verantwortungsbewusst mit den Ressourcen der Erde gewirtschaftet. Auf politischer und wirtschaftlicher Ebene fehlt es weitgehend an ausreichend umfassenden Klimaschutzmaßnahmen, sodass das Verhalten jeder einzelnen Privatperson eine große Bedeutung hat: Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein halten? Wie kann ich dazu beitragen, dass Deutschland in einem Jahr nicht viel mehr Ressourcen verbraucht als die Erde im gleichen Zeitraum bereithält? Ein zentraler Aspekt bei diesen Fragestellungen ist unser Konsumverhalten in quasi allen Bereichen: Lebensmittel, Technik, Mobilität, Mode,… Hier setzt die Wanderausstellung „KonsumWandel – Wir können auch anders!“ an, die von dem gemeinnützigen Verein Vamos e.V. Münster konzipiert wurde und vom 12. Juni bis zum 29. August 2021 im mondo mio! aufgebaut war. Ziel der Ausstellung ist es, den aktuell hier vorherrschenden Lebensstil vieler Menschen sowie deren Konsumverhalten zu hinterfragen und Zusammenhänge zu Rohstoffabbau, Herstellungsbedingungen und globaler Gerechtigkeit zu erkennen. Schwerpunktthemen sind hierbei Wachstum, Fleisch und Elektronik/IT.

 

„Unsere Besucher können dann der Frage nachgehen, ob die vorhandenen Ressourcen global gerecht verteilt sind und dem Thema altersgerecht begegnen“ sagt Museumsleiterin Monika Lahme-Schlenger.

 

In der Wanderausstellung steht vielfältiges und verschiedene Altersgruppen berücksichtigendes Bildungsmaterial zur Verfügung, das die Besucher:innen dazu anregt, den eigenen Konsum zu hinterfragen. In einem Teil der Ausstellung erläutern zum Beispiel vier reale Personen ihre Sichtweise auf das Thema Ressourcenverbrauch und erklären anhand von konkreten Beispielen, wie bewusster Konsum aussehen kann. So werden direkt auch konkrete Ideen zum Wandel des Lebensstils präsentiert; beispielsweise vegetarische Rezepte zur Reduktion des Fleischkonsums.

 

 

Zusätzlich zur Ausstellung wurden im mondo mio! für Schüler:innengruppen verschiedene Workshops zum Thema angeboten und für Familien ein Rahmenprogramm entworfen, in dem u. a. die Herstellung von Seife und „Samenbomben“ sowie ein Repaircafé und eine Tauschbörse geplant waren. Hier mussten bedingt durch die Coronapandemie allerdings leider einige Abstriche gemacht werden.

 

Für das Ausleihen der Ausstellungsmaterialien, die entsprechende Versicherung, das interaktive Angebot und ergänzende Ausstellungsstücke, das Rahmenprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit sind dem mondo mio! Kosten in Höhe von rund 4.300,- Euro entstanden. Die ProFiliis-Stiftung hat die benötigten finanziellen Mittel gerne bereitgestellt: „Wir legen bei unserem Engagement besonderen Fokus auf kulturelle Bildung und unterstützen die Ausstellung daher gerne. Sie ist lebendig gestaltet, Kinder und ihre Familien können an einer Workstation selbst aktiv, mit ihren Anregungen zum Vorbild werden und sich spielerisch mit dem Thema Konsum und dessen Konsequenzen auseinandersetzen.“ (Thomas Schieferstein)

 

Zum Hintergrund:

Das Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark gehört zu den ersten Anlaufstellen im Stadtgebiet und darüber hinaus, wenn es um kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche geht. Über einen spielerischen Zugang machen sich die jungen BesucherInnen hier auf die Reise um die ganze Welt und durch die verschiedenen Epochen. Viele spannende Ausstellungsstücke und die kindgerechte Aufarbeitung auch sensibler Inhalte versprechen einen tollen Museumsbesuch.

 

 

sh

Dortmund
mondo mio! Kindermuseum e. V.
40 Laptops für ukrainische Schüler:innen
Lebenshilfe

40 Laptops für ukrainische Schüler:innen

Computer und Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken: Nachrichten schreiben über verschiedene Messenger-Dienste, mal eben schnell die Wettervorhersage prüfen oder auch Einkäufe tätigen. All das ist mit wenigen Klicks erledigt. Darüber hinaus bietet das Internet Zugang zu umfassenden Informationen zu nahezu jedem Thema. So nimmt die Nutzung digitaler Medien auch im Kontext Lernen einen immer höheren Stellenwert ein. Neben zahllosen „Tutorials“ zu nahezu jeder Fragestellung und digitalen Workshops diverser Anbieter existieren auch verschiedene Angebote zum Lernen von Fremdsprachen. Zudem spielt das Internet auch im sozialen Leben eine immer größere Rolle: Kommunikation findet über soziale Netzwerke statt, in Foren aller Art können sich Interessierte zu einem speziellen Thema finden und austauschen, über das Hochladen von Fotos lassen sich Einblicke in das eigene Leben teilen.

 

Schon für Kinder und Jugendliche ist der Zugang zu digitalen Medien heutzutage demnach sehr wichtig. An dieser Stelle setzt der Förderverein „Das macht Schule“ an und möchte ukrainischen Kindern und Jugendlichen, die vor dem Angriffskrieg geflohen sind und nun in Deutschland eine Schule besuchen, Laptops bereitstellen. Die Schüler:innen kennen digitales Lernen aus ihrer Heimat und können die Geräte nutzen, um über Lern-Plattformen Deutsch zu lernen. Außerdem können sie über soziale Netzwerke Kontakt sowohl zu Freund:innen aus der Heimat als auch zu den neuen Mitschüler:innen aufnehmen bzw. halten. Auf diese Weise werden die Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, sich in ihrer neuen Lebenssituation zurecht zu finden. Insbesondere der Spracherwerb stellt einen wichtigen Bestandteil erfolgreicher Integration dar.

 

Ein interessanter Fakt bei diesem Projekt ist die Tatsache, dass es sich bei den Laptops um refurbished Produkte handelt, das heißt, dass ausrangierte Geräte (in diesem Fall ausschließlich dienstlich genutzt) professionell bereinigt und generalüberholt wurden, sodass sie wieder einsatzbereit sind. So kann also absolut ressourcenschonend und im Sinne des Umweltschutzes Hilfe geleistet werden.

 

Im Juli 2022 kam „Das macht Schule“ auf ProFiliis sowie die Wilo Foundation zu, da 40 ukrainischen Kindern und Jugendlichen, die nun in Dortmund leben und zur Schule gehen, Laptops zur Verfügung gestellt werden sollten. Gerne sagte ProFiliis finanzielle Förderung zu: „Unsere Intention, diese Aktion finanziell mit zu ermöglichen, war, ein deutliches Zeichen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und dessen Folgen zu setzen und Flüchtlingskindern direkt zu helfen. "Das macht Schule" war hierfür der optimale Partner, da hier gebrauchter Hardware nachhaltig ein zweites Leben geschenkt wird“, so Thomas Schieferstein. Auch die Wilo Foundation sagte Hilfe zu und beide Stiftungen unterstützen das Projekt mit jeweils 5.500,- Euro. Die Vertreter:innen von „Das macht Schule“ kümmern sich um den Einkauf der Laptops, die Auswahl der Schüler:innen und die Verteilung der Laptops an den entsprechenden Dortmunder Schulen. Gemeinschaftlich werden so 40 Schüler:innen, die vor Krieg und Zerstörung aus ihrer Heimat fliehen mussten, in ihrem Lernen und Leben sowie ihrer Integration in Deutschland unterstützt:

 

 „Die Laptops werden gezielt im DaZ-Bereich (Anm.: Deutsch als Zweitsprache) eingesetzt, um Kinder, die noch über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen, individuell beim Deutschlernen zu unterstützen und zu fördern“, berichtet Oliver Schönborn, der als Lehrer an der Bach-Grundschule tätig ist, an der nun 18 ukrainische Kinder mit Laptops ausgestattet werden konnten.

 

Zum Hintergrund:

Die gemeinnützige Organisation Das macht Schule mit Sitz in Hamburg hat es sich zum Ziel gesetzt, Lehrkräfte darin zu unterstützen, Schüler:innen nicht nur den Schulstoff nach Lehrplan zu vermitteln, sondern ihnen getreu dem Motto „für’s Leben lernen“ alltagsnahe Kompetenzen nahezubringen. In diesem Sinne erhalten Lehrer:innen Hilfestellungen, um Projekte umzusetzen, die den Schüler:innen aktive Teilhabe und den Erwerb neuer Erfahrungen und Kompetenzen ermöglichen sowie Hilfe zur Selbsthilfe darstellen. Das macht Schule ist deutschlandweit tätig.

 

 

sh

Dortmund
Das macht Schule Förderverein e. V.
Herbstfreizeit der Paul-Dohrmann-Schule
Inklusion

Herbstfreizeit der Paul-Dohrmann-Schule

Die Paul-Dohrmann-Schule ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“ im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst. Aktuell werden an der Schule rund 200 Schüler:innen der Klassen 1 bis 10 unterrichtet.

 

Im Herbst 2021 verabschiedete der Bund die Maßnahme „Corona-Auszeit für Familien“. Hierbei wird Familien mit geringem Einkommen und Familien mit Kindern oder einem Elternteil mit einem Behindertengrad von mindestens 50 bis zu 90% eines Aufenthaltes in einer Familienbildungsstätte an Unterkunft und Verpflegungskosten erstattet.

 

Nicht wenige Schüler:innen stammen aus Familien, die es aufgrund finanzieller und/oder psychischer Faktoren nicht schaffen, aus ihrem Umfeld herauszukommen und Ausflüge, Urlaub etc. zu machen, wodurch ihr Weltbild sehr eingeschränkt wird. Die Schulsozialarbeiterin Nicole Kretschmer der Paul-Dohrmann-Schule sah durch die Maßnahme des Bundes eine Möglichkeit geschaffen, den betroffenen Familien eine dringend benötigte Auszeit zu ermöglichen. Nachdem speziell bei diesen Familien Werbung für die Maßnahme gemacht wurde und klar war, dass die Organisation und Begleitung während der Freizeit durch Frau Kretschmer abgedeckt waren, gab dies vielen die nötige Sicherheit, sich anzumelden. Ein passender Kooperationspartner fand sich in der Bildungsstätte in Scharbeutz-Klingberg an der Ostsee.

 

Wegen des starken Anstiegs der Preise nach Beginn des Ukrainekriegs war für viele Familien trotz der finanziellen Unterstützung durch das Programm des Bundes die finanzielle Belastung zu hoch, weshalb es nach den Sommerferien so schien, als würde die Freizeit an dieser Belastung scheitern. Durch die Übernahme der Kosten für die Anreise, Ausflügen vor Ort und die Kurtaxe durch die ProFiliis-Stiftung konnte es dann aber am 1. Oktober 2022 doch losgehen und acht Familien samt Frau Kretschmer machten sich auf den Weg an die Ostsee.

 

Collage

 

Trotz einiger Widrigkeiten (verspätete Züge, schlechte Anbindung an den ÖPNV vor Ort und einigen Krankheitsfällen) hatten alle Beteiligten eine gute Zeit vor Ort mit vielen Attraktionen. Natürlich musste der Strand vor Ort erkundet werden, aber auch ein Ausflug nach Lübeck sowie der Besuch der Ostsee-Therme standen auf der Agenda.

 

Das Highlight für die Kinder war zweifelsohne der Besuch im Freizeitpark, den alle sehr genossen haben. 

 

Das Fazit von Frau Kretschmer lautet:

„Ein richtiges Abenteuer! Die Zeit insgesamt fanden alle Teilnehmer als sehr schön und bereichernd. Auch wenn sie sich in der Praxis nicht als entspannte "Auszeit", sondern als eine bewegte "Rauszeit" entpuppte. Aber die Gemeinschaft, das Bekocht-werden und die vielen Eindrücke und Gespräche haben viele zum Nachdenken über ihre Situation angeregt. Die Kinder waren sehr glücklich. Sie wünschten sich eine Verlängerung für immer!“

 

sf

 

Dortmund - Scharnhorst
Paul-Dohrmann-Schule
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