Herzlich Willkommen bei ProFiliis!

Liebe Fördernde, Freund:innen und Interessierte,

wir freuen uns sehr über euren Besuch auf unserer Homepage! Auf den folgenden Seiten möchten wir euch einen möglichst umfassenden Überblick über Ziele und Aktivitäten der ProFiliis -Stiftung vermitteln.

Wir hoffen, dass ihr hier alle für euch wichtigen Informationen finden. Wenn nicht, scheut euch nicht und kontaktiert uns direkt. Auch für euer Feedback und eure Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Besonders freuen würden wir uns natürlich, auch euch bald als Förderer:innen oder Projektpartner:innen begrüßen zu dürfen.

Der Stiftungsvorstand

Aktuelles

13Feb

Neue Klassenräume für inklusiven Unterricht

„Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine internationale Entwicklungsorganisation für Menschen mit Behinderungen. (…) Ziel der CBM ist es, den Kreislauf aus Armut und Behinderung in Entwicklungsländern zu durchbrechen und für Menschen mit Behinderungen bessere Lebensqualität und Chancengleichheit zu schaffen.“ (Selbstbeschreibung von CBM)

 

Unter dieser Prämisse fördert CBM aktuell (2022 bis 2024) das Projekt „Take all my friends to school” in Tansania mit dem Ziel inklusive Bildungssysteme zu stärken. Um bei Eltern, Lehrkräften und Schüler:innen  vor Ort ein Umdenken zu erzielen, ist viel Überzeugungsarbeit nötig. Zum einen muss die Relevanz vom Zugang zu Bildung für eine positive Zukunftsperspektive von Kindern – auch mit Behinderungen – erläutert werden. Zum anderen müssen gemeinsam Möglichkeiten gefunden werden, wie beispielsweise der Schulweg gemeistert und das eigenständige Bewegen der Kinder auf dem Schulgelände sichergestellt werden kann. So wird zum Beispiel für körperbehinderte Kinder ein Rollstuhl bereitgestellt oder ein zusätzlicher Halt des Schulbusses organisiert. Auf diese Weise wird Kindern mit Behinderung der Schulbesuch ermöglicht und sie erhalten Zugang zu adäquater Förderung und Bildung.

 

Ein Teil des Projektes „Take all my friends to school” ist der Ausbau der Child Support Inclusive School in Tansania. Die Mission des CBM-Partners Child Support Tansania ist es, die Bevölkerung für die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen zu sensibilisieren, benachteiligte Kinder zu fördern und ihnen den Zugang zu hochwertiger integrativer Bildung zu erleichtern. So richtet sich auch die CST Schule als inklusives Bildungszentrum an Kinder mit und ohne Behinderungen. Aktuell besuchen insgesamt 80 Kinder die Schule (59 mit und 21 ohne Behinderungen).

 

Um noch mehr Kindern den Zugang zu einer inklusiven Schulausbildung zu ermöglichen und die Bildungschancen für Kinder mit Behinderungen zu verbessern wird die CST Schule seit 2023 erweitert und um fünf neue Klassenräume sowie eine barrierefreie Toilette ergänzt. Ziel ist es, dass so zusätzlich rund 70 Schüler:innen mit und ohne Behinderung schulisch betreut werden können.

 

Die Gesamtkosten für den Neubau liegen bei rund 140.000,- Euro. Während die Kosten für die Bauarbeiten, die 2023 angefallen sind, bereits anderweitig gedeckt sind, stellt ProFiliis mit rund 66.000,- Euro die in 2024 benötigten Mittel für die Baumaßnahmen zur Verfügung.

 

sh

 

31Jan

Kleiderkammer für Baby-Erstausstattung

Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen ist für viele Menschen ein großer Traum und fester Bestandteil der Lebensplanung. Nicht selten jedoch werden Frauen bzw. Paare ungeplant schwanger und/oder befinden sich in Lebenslagen, in denen es ihnen unmöglich ist, all die Kosten zu tragen, die auf eine Familie zukommen, wenn ein Baby geboren wird. Die Erstausstattung umfasst Kleidung, Pflegeprodukte und Wickelutensilien, aber auch Möbel wie Babybett und Wickeltisch sowie Equipment, um mit dem Baby unterwegs zu sein: Autoschale, Kinderwagen, Tragetuch…

 

Die Kosten für all diese Dinge übersteigen in einigen Familien das vorhandene Budget deutlich - insbesondere bei Empfänger:innen von Sozialhilfeleistungen, Geflüchteten und ausländischen Studierende. Aber selbst für Familien, in denen beide Eltern arbeiten gehen, sind die Anschaffungen - je nach Gehalt - eine immense finanzielle Herausforderung. Vor allem in den letzten Jahren, in denen die Kosten für Strom, Gas und generell die Lebenshaltungskosten stark gestiegen sind, hat sich die Zahl der Frauen und Familien, die bei der Erstausstattung für ein Baby Unterstützung benötigen, erhöht.

 

Um an dieser Stelle zu unterstützen, betreibt die Schwangerschaftsberatungsstelle donum vitae schon seit 2015 eine Kleiderkammer für Babys in Dortmund. Die Mitarbeiter:innen beobachten aber besonders in den letzten Jahren, dass die finanziellen Sorgen der Menschen größer geworden sind und mehr Unterstützung angefragt wird.

 

Um der gestiegenen Nachfrage entsprechen zu können, muss das Inventar der Kleiderkammer dringend wieder aufgestockt werden. Aktuell fehlen insbesondere Betten, Matratzen und Schlafsäcke.Aus diesem Grund wendeten sich die Zuständigen an ProFiliis. Die Stiftung wird mit 7.100,- Euro die Mittel zur Anschaffung von 15 Kinderbetten, 30 Schlafsäcken, 20 Overalls, 50 Greifbällen und 40 dm-Gutscheinen bereitstellen. So kann hoffentlich vielen Familien der Start in die neue Lebensphase erleichtert werden.

 

Zum Hintergrund:

donum vitae ist eine Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle mit über 200 Standorten in ganz Deutschland. Das Team unterstützt unter anderem bei administrativen Fragen (Elternzeit, Elterngeld, Mutterschutz etc.) und bietet psycho-soziale Beratung bei belastenden Themen rund um das Thema Schwangerschaft an.

 

sh

30Jan

Dortmunder Hackdays

„Das Projekt "Dortmunder Hackdays" ist eine innovative Initiative, die darauf abzielt, technisch interessierten Schülerinnen und Schülern in Dortmund die Möglichkeit zu bieten, ihre Fähigkeiten zu entdecken, Wissen zu erweitern und Kreativität im Bereich der Elektrotechnik und Technologie zu entfalten. Das Projekt wird in enger Kooperation zwischen dem Kinder- und Jugendtechnologiezentrum Dortmund (KITZ.do), "Wissenschaft im Dialog" (WiD) und den Dortmunder Schulen umgesetzt. Es verfolgt das Ziel, digitale Bildung an Schulen zu verbessern und junge Talente im MINT-Bereich zu fördern.“ So fassen die Verantwortlichen von kitz.do im Förderantrag das Projekt der Dortmunder Hackdays zusammen.

 

Doch was bedeutet das konkret?

Die Hackdays sind mehrtägige Veranstaltungen, an denen Schüler:innen von Haupt-, Real- und Gesamtschulen (ab der 8. Klasse) teilnehmen können und in dieser Zeit die Grundlagen des Programmierens erlernen und praktisch umsetzen. Dabei geht es keinesfalls um illegale Aktivitäten. Der Begriff „Hacker“ ist heutzutage zwar häufig negativ konnotiert, war in seiner ursprünglichen Verwendung allerdings durchaus positiv und meinte IT-Expert:innen, die kreative Problemlösungen erbrachten.

 

Der Ablauf der Hackdays sieht zunächst eine Begrüßung sowie eine Vorstellungsrunde vor. Anschließend erfolgt ein Theorie-Input zum Thema Hacking. Dann gehen die Teilnehmenden in die Ideenfindungsphase und identifizieren in Kleingruppen Probleme im Schulalltag. In einer zweiten Theorieeinheit werden die zur Verfügung stehenden Materialien vorgestellt und das Input-Output-Prinzip an einem praktischen Beispiel vermittelt. Auf Grundlage des neu erworbenen Wissens besprechen die Teilnehmenden nun in den Kleingruppen Lösungsansätze zu den zuvor erfassten Problemstellungen. Jede Kleingruppe entscheidet sich gemeinschaftlich für das beste Problemlösungskonzept und stellt dies in der großen Gruppe vor. Jede:r kann sich nun für ein Konezpt entschieden und es werden neue Kleingruppen gebildet, die sich mit der Umsetzung der Lösungsidee beschäftigen. In dieser Arbeitsphase nutzen die Teilnehmenden das vorhandene Material, setzen sich mit Elektronik und Programmierung auseinander und verfolgen das Ziel einen Prototypen entsprechend ihres Lösungskonzeptes zu erschaffen. Am Ende der Hackdays präsentieren alle Gruppen ihre Modelle der (Schul-)Öffentlichkeit.

 

Die Hackdays wurden bereits mehrfach an einzelnen Schulen durchgeführt. Nun soll das Projekt jedoch erweitert werden, um mehr Schüler:innen zu erreichen, tiefergehende Kenntnisse zu vermitteln, flexibler agieren zu können und um das Angebot um die Hackdays herum zu vergrößern. So sollen beispielsweise in den Räumen des kitz.do „Makerspace-Arbeitsplätze“ errichtet werden, an denen Jugendliche auch im Nachmittagsbereich experimentieren und ihre technischen Fähigkeiten erweitern können. Die Räume werden mit vielfältigem Material ausgestattet und fachlich betreut, sodass die Jugendlichen stets eine:n kompetente:n Ansprechpartner:in haben. Des Weiteren sollen Vorträge zur Berufsorientierung angeboten werden. Die Hackdays werden so zu einem ganzheitlicheren Projekt mit zusätzlichem Blick auf Persönlichkeits- und Perspektiventwicklung.

 

Die Verantwortlichen haben das Ziel formuliert, bis zu sechs Hackdays pro Schuljahr durchzuführen, sodass bis zu 200 Schüler:innen teilnehmen können. Um dem gesteigerten Mittelbedarf entsprechen zu können, wendeten sie sich an verschiedene Stiftungen und erhielten zur Ausrichtung von zwei Hackdays im Verbund Förderzusagen von ProFiliis, der wilo Foundation und der Elmos Stiftung. Die ProFiliis-Stiftung stellt insgesamt 7.000,- Euro für Material, Honorare und Verpflegung zur Verfügung.

 

sh

26Jan

Kommunikationszentrale für das mondo mio!

Das Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark ist ein fester Bestandteil der Dortmunder Kulturlandschaft und bietet im Rahmen vielfältiger Mitmach-Ausstellungen immer wieder kindgerechte Angebote zu den Kulturen der Welt und aktuellen Themen.

 

Die Dauerausstellung NIJAMBO beschäftigt sich mit globalen Zusammenhängen und beleuchtet die Auswirkungen unseres Konsums in anderen Teilen der Erde. Ein Aspekt der Ausstellung ist das Thema Kommunikation. So werden verbale und nonverbale Kommunikation sowie Sprachvielfalt behandelt. In diesem Rahmen werden beispielsweise gleich am Anfang der Ausstellung verschiedene Schriften und Sprachen vorgestellt. Leider spricht die aktuelle Station die jungen Besucher:innen nur mäßig an, sodass das Museumsteam nun eine Umgestaltung geplant hat: Ab Februar 2024 wird an einem neuen interaktiven Ausstellungsraum gearbeitet: „Die Kommunikationszentrale“. Hier wird sich alles rund um die Themen Kommunikation und Medien drehen und es werden Fragen wie „Wie gelangen Nachrichten von A nach B? Und wie stelle ich fest, ob es sich um echte Nachrichten oder gar um Fake News handelt?“ behandelt.

 

aktuelle Station

aktuelle Station

 

Da (digitale) Medien immer früher eine Rolle spielen und schon Kinder vielfältige Berührungspunkte mit ihnen haben, ist eine bewusste Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und besonders auch den einhergehenden Risiken sehr wichtig. Ein kompetenter Umgang in der Mediennutzung sowie in der Rezeption von Nachrichten aus aller Welt sind unverzichtbar, um relevante Informationen zu erhalten und sie angemessen einzuordnen.

 

Ganz praktisch bedeutet das im mondo mio!: „Über ein unterirdisches Kommunikationssystem, das sich ausgehend von der Zentrale durch die ganze Dauerausstellung ziehen wird, kann Kontakt in andere Länder, die in der Dauerausstellung bereist werden können, aufgenommen werden. Über interaktive Ausstellungselemente setzen sich Kinder mit verschiedenen Sprachen und Themen auseinander. Sie begeben sich auf die Reise durch die Dauerausstellung um herauszufinden, ob es sich um echte Nachrichten oder Fake-News handelt. Sie beschäftigen sich mit der Frage, warum es Fake-News gibt und wie globale Kommunikationsmechanismen funktionieren.“ (Auszug aus dem Förderantrag) So können die jungen Besucher:innen die Dauerausstellung aus einem ganz bestimmten Blickwinkel entdecken.

 

Im Herbst 2024 soll die Kommunikationszentrale eröffnet werden. Bis dahin stehen noch einige Arbeiten an – bauliche Maßnahmen, Erstellung von Begleitmaterial, konzeptionelle Aspekte etc.. ProFiliis unterstützt das mondo mio!-Team finanziell und stellt mit 7.000,- Euro die benötigten Mittel für Materialien, Fremdarbeiten und Design bereit.

 

sh

➤ weitere Neuigkeiten

Presse

2024
02Feb

Stiftung spendet für Kita

2024
16Jan

Winterfest in Westerfilde

2023
30Nov

ProFiliis unterstützt well:fair

2023
13Okt

Neue Zelte für den Stamm Weiße Rose

➤ weitere Presseartikel

Projekte

Buntes Rollenspielangebot für Kita Ali Baba
Bildung

Buntes Rollenspielangebot für Kita Ali Baba

In der Kindertagesstätte Ali Baba e. V., einer Elterninitiative mit Standort in Dortmund-Neuasseln, werden 35 Kinder im Alter von etwa 10 Monaten bis zum Schuleintritt in einem teiloffenen und altersgemischten Konzept betreut. Es wird bedürfnisorientiert auf die Kinder reagiert und den Freispielphasen große Bedeutung zugemessen, da Spielen und insbesondere Rollenspiele sehr wichtig für die kindliche Entwicklung sind. Über das spielerische Ausprobieren findet ein Herantasten an verschiedene Themen und Tätigkeiten statt. Das Nachahmen fördert die Fantasie sowie körperliche und soziale Fähigkeiten. So lernen Kinder im Rahmen von Rollenspielen beispielsweise Empathie mit Anderen und den Umgang mit Konflikten. Außerdem sind im Spiel fantasievolle Herangehensweisen möglich, die das kreative Denken fördern.

 

„Wir gehen davon aus, dass jede selbstbestimmte Spielhandlung eine Auseinandersetzung mit der Umwelt ist und somit eine zentrale Rolle in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes darstellt“, erklärt Lisa Wegner, die pädagogische Leitung der Kita Ali Baba.

 

Das Kita-Team hatte den Wunsch das Rollenspiel-Angebot zu erweitern, um vielseitiges, entwicklungsförderndes Rollenspiel zu ermöglichen bzw. dieses anschaulicher zu gestalten und neue Anstöße zu geben. Da sich die aktuell allgemein steigenden Kosten aber auch auf die Kindertagesstätte auswirken, waren keine Mittel für derartige Neuanschaffungen verfügbar. Aus diesem Grund hat sich das Team an ProFiliis gewendet. Die Stiftung hat mit rund 1.000,- Euro die Anschaffungskosten für

 

  • eine mobile Kostümgarderobe mit einer Vielzahl an Verkleidungen (u. a. verschiedene Umhänge mit passenden Masken und Kopfbedeckungen, sowie Arztkostüm inkl. Arztkoffer),
  • ein Stuhlverkleidungsset zum Feuerwehr-Spielen,
  • ein Tisch-Zelt, um einen Tisch in ein Haus zu verwandeln, sowie
  • den Ausbau der Puppenecke mit Puppen, Etagenbett, Puppen-Trage, Babyflasche, Puppenwindeln und Putz-Set

zur Verfügung gestellt.


„Durch diese flexiblen Materialien kann der Grundgedanke unserer pädagogischen Arbeit - die Partizipation von den Kindern - an dem von ihnen selbstgewählten Spielort stattfinden. Kleine altersheterogene Gruppen bilden sich immer wieder, um in einem selbstbestimmten Setting [die] Gefühle und Spielideen [der Kinder] ausleben zu können“, freut sich das Ali Baba-Team.

 

sh

Dortmund - Brackel
Kindertagesstätte Ali Baba e. V.
Wheelsoccer-Turnier bei RBG Dortmund 51
Inklusion

Wheelsoccer-Turnier bei RBG Dortmund 51

„Reha- und Behindertensport-Gemeinschaft Dortmund 51 e.V.“ – hinter diesem langen und etwas sperrigen Namen steht ein aktiver und breit aufgestellter Sportverein mit einer Besonderheit: Hier können Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung aktiv sein. Aktuell hat der Verein ca. 230 Mitglieder.

 

Am 18. November 2023 war es wieder so weit: Die RBG richtete das alljährliche Wheelsoccer-Turnier aus!  

 

Wheelsoccer – Was ist das?

Wheelsoccer ist ein Rollstuhl-Mannschaftssport, bei dem zwei Teams gegeneinander spielen. Jede Mannschaft besteht aus vier Feldspieler:innen plus Torwart:in, mit und ohne Behinderung. Gespielt wird mit einem Pezziball, der mit einer Hand geschlagen oder dem Rollstuhl gestoßen wird. (dem Förderantrag entnommen)

 

Bei dem Turnier der RBG steht die gemeinsame Aktivität im Vordergrund. Aus diesem Grund waren nicht nur Leistungssportler:innen, sondern auch Hobbyspieler:innen und Anfänger:innen willkommen. Auch war die Anmeldung nicht nur Teams, sondern auch Einzelpersonen möglich, die dann vor Ort am Turniertag neue Mannschaften bildeten oder Teams unterstützten, in denen Spieler:innen fehlten.

 

Das Interesse am Wheelsoccer-Turnier war groß und es nahmen rund 110 Personen aus ganz Deutschland teil. 63 Teilnehmende waren Kinder und Jugendliche, die in sieben Mannschaften gegeneinander antraten. Neben zwei Dortmunder Teams reisten die jungen Sportler:innen aus Berlin, Bielefeld, Lippetal, Mainz und Wetzlar an.

 

Da die Behinderungen der Kinder und Jugendlichen sehr individuell waren, mussten einige zusätzliche Regeln eingeführt werden, um ein faires Spiel zu ermöglichen:  

 

Kinder und Jugendliche, die körperlich nicht so stark sind, ihren Rollstuhl aber immer noch selbst antreiben, wurden die „Besonderen Spieler*innen“. Sie erhielten einen „Orden“. Sobald sie eine Hand am Ball hatten, durfte ihnen niemand den Ball wegspielen, die anderen Sportler*innen mussten mindestens einen Meter Abstand halten und zusätzlich bekamen sie mehr Zeit, um den Ball weiterzuspielen.

 

Kinder und Jugendliche, die auf eine elektronische Unterstützung angewiesen sind, durften ebenfalls mitspielen. Sie mussten ihre Geschwindigkeit drosseln und es durfte maximal ein/e E-Rollstuhlfahrer:in pro Mannschaft auf dem Feld mitspielen. In diesem Jahr hat erstmals ein Kind teilgenommen, das aufgrund seiner Behinderung eine elektronische Unterstützung benötigte, den anderen Arm aber gar nicht nutzen konnte. Dieses Kind durfte und konnte den Ball mit einem Fuß spielen. (dem Projektbericht entnommen)

 

Als alle Regeln geklärt und die Teams bereit waren, ging das große Turnier los. Alle Kinder und Jugend-Mannschaften traten gegeneinander an, sodass alle Teams einmal aufeinandertrafen. In 15 Minuten pro Partie konnten die Kinder und Jugendlichen zeigen, was sie können, und sich miteinander messen.

 

Am Ende wurden die erzielten Punkte zusammengezählt und die Siegerehrung konnte beginnen:

 

Platz 1: Rolli to go Lippetal

Platz 2: Arminenflitzer 1 aus Bielefeld

Platz 3: Heiße Reifen Dortmund 1

 

Für das Siegerteam gab es einen Pokal und für alle Teilnehmenden Medaillen.

 

Der RBG ist es ein Anliegen zu zeigen, dass Inklusion nicht unter „kostet viel und funktioniert nicht“ abgehakt werden kann, sondern zum Beispiel im Rahmen solch eines Sportturniers ohne große Ausgaben umgesetzt und gelebt werden kann. Das ProFiliis-Team freut sich, dieses Beispiel für gelungene Inklusion unterstützen zu können und – entsprechend des Anteils der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen – über 50 % der erforderlichen Mittel bereitzustellen. Mit rund 450,- Euro wurden anteilig notwendige Anschaffungen getätigt (Trillerpfeife, Medaillen), die Verpflegung sichergestellt und die Aufwandsentschädigungen des Teams vor Ort (Organisation, Turnierleitung, Schiedsrichter:innen, Caféteria) gedeckt.

 

sh

Dortmund
Reha- und Behindertensport-Gemeinschaft Dortmund 51 e.V.
Schülerzeitung Bertis Break
Bildung

Schülerzeitung Bertis Break

„Zwischen dem Lachen von Schüler:innen und dem Klappern von Tastaturen liegt ein wichtiger Bestandteil unserer schulischen Identität: „Bertis Break“, das Schülermagazin, das Einblicke in die Interessens- und Gedankenwelt und die Aktivitäten der Schulgemeinschaft gewährt.“  *

 

Dieses Zitat beschreibt nicht nur das Arbeiten in der Redaktion der Schülerzeitung am Bert-Brecht-Gymnasium, sondern vermittelt auch den Stellenwert, den „Bertis Break“ an der Schule hat. Doch was muss alles geschehen, bis die Schüler:innen eine neue Ausgabe „ihrer“ Schülerzeitung in den Händen halten können?

 

Am Bert-Brecht-Gymnasium haben die Schüler:innen der Q1 (Qualifizierungsstufe 1, vorletztes Schuljahr) die Möglichkeit, einen Projektkurs zu belegen, der im ersten Schulhalbjahr zwei Wochenstunden und im zweiten Halbjahr eine Wochenstunde ausmacht. Es stehen Projektkurse in den Bereichen Deutsch, Mathematik und Kunst zur Auswahl. 

 

Im Projektkurs Deutsch ist das Ziel ein eigenes Printmedium zu erstellen. In diesem Rahmen ist vor einigen Jahren die Schülerzeitung „Bertis Break“ entstanden, die seitdem einmal im Jahr erscheint und von den Teilnehmenden des jeweiligen Projektkurses verfasst, gelayoutet etc. wird.

 

So ist es auch wieder im Schuljahr 2022/23 geschehen: Im Sommer 2022 tauchte eine Gruppe von Schüler:innen in die Welt des Journalismus‘ ein und näherte sich so Schritt für Schritt ihrer eigenen Ausgabe von „Bertis Break“.

 

Bevor die Zeitung konzipiert und die ersten Artikel geschrieben wurden, fanden im Rahmen des Kurses verschiedene Workshops statt, bei denen die Schüler:innen verschiedene Medienexpert:innen kennengelernt und Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsgebiete des Journalismus‘ erhalten haben. Unter anderem lernten die Schüler:innen bei einem Workshop der Westfälischen Rundschau in Münster verschiedene Interviewtechniken kennen und konnten diese gleich bei einem Interview mit der Chefärztin der Psychiatrie erproben. Weitere Highlights waren zum einen ein Online-Gespräch mit dem RTL-Journalisten Peter Klöppel und zum anderen ein Treffen mit Sarah Goeken vom Integrationszentrum Dortmund, mit der die Schüler:innen über Rassismus und Diskriminierung an Schulen sprachen.

 

Courage Workshop

 

Im Laufe des Schuljahres wurde so auf verschiedene Arten die (journalistische) Arbeitsweise der Kursteilnehmenden geformt und gestärkt. Außerdem wurden die Jugendlichen in ihrem eigenen Umgang mit Medien sensibilisiert, sodass sie diese nun mit einem kritischeren Blick konsumieren (bspw. in Bezug auf Verfälschungen und Clickbait).

 

Als es an die Konzeptionierung und Inhaltserstellung für die neue Ausgabe von „Bertis Break“ ging, überlegten die Schüler:innen dann, zu welchen Themen sie gerne Artikel schreiben wollen, mit wem sie unter welcher Fragestellung ein Interview führen wollen und wie über Anzeigen Mittel eingeworben werden können. So entstand am Ende des Schuljahres die neue Ausgabe von „Bertis Break“ zum Thema „Zeit“.

 

Für die Schüler:innen war der Gedanke an die gedruckte Schülerzeitung im Laufe des Schuljahres eine große Motivation: „Das Printmagazin ist echt der Ansporn für uns gewesen, bei dem Projekt voll mitzumachen. Hier können wir unsere Ideen, Gedanken und Aktionen einem größeren Publikum zeigen und werden durch Projekte unserer Schule inspiriert. Auch die Gespräche mit den Profis aus der Medienwelt, die zu uns kamen oder mit denen wir unterwegs waren, helfen uns sehr bei der Auseinandersetzung mit journalistischen Regeln, ethischen Leitlinien und dem Problem von Fake News oder Quellenprüfung.“ *

 

Mit einer Auflage von 350 Stück ging die nunmehr 9. Ausgabe von „Bertis Break“ beim Weihnachtsbasar des Bert-Brecht-Gymnasium in den Verkauf und die Schüler:innen sind sehr zufrieden mit dem Verkaufsstart: In 2,5 Stunden wurden 100 Zeitungen verkauft! Im Anschluss konnte die Schülerzeitung noch während des normalen Schulalltags erworben werden.

 

Verkaufsstart

 

Auch die Käufer:innen sind zufrieden: Das Feedback zur diesjährigen Ausgabe, die sich um das Thema „Zeit“ dreht, war der Hammer! Von uns Schüler:innen bis zu den Lehrkräften gab's viel Lob für die verschiedenen journalistischen Stile – von unterhaltsam bis ernsthaft – und das coole Design. Besonderen Anklang fanden die Rubriken zu Schulprojekten wie „Schule ohne Rassismus“ und „Haben wir noch Zeit?“ sowie die etablierten Formate wie das Lehrerranking und inspirierende Interviews mit den Lehrerinnen und Lehrern. *

 

Um einen Verkaufspreis von rund 4,- Euro pro Zeitung ermöglichen und dennoch die Druckkosten von rund 3.000,- Euro tragen zu können, musste zusätzlich zu den Einnahmen durch Werbeanzeigen weitere finanzielle Unterstützung eingeworben werden. Daher hat sich der Förderverein des Bert-Brecht-Gymnasiums an ProFiliis gewendet. Die Stiftung hat gerne finanzielle Hilfe zugesagt und die diesjährige Auflage von „Bertis Break“ mit 1.050,- Euro unterstützt.

 

* Zitat - dem Abschlussbericht des Teams von „Bertis Break“ (s. unten) entnommen

 

sh

Dortmund - Kirchlinde
Bert-Brecht-Gymnasium
Talentfestival für Jugendliche
Freizeit

Talentfestival für Jugendliche

Die Stiftung TalentMetropole Ruhr gGmbH hat sich zum Ziel gesetzt, die Talente junger Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu fördern, und führt zu diesem Zweck vielfältige Bildungsprojekte durch. In diesem Jahr sollte es ein ganz besonderes Projekt geben, weil die TalentMetropole Ruhr zehn Jahre alt geworden ist. Anlässlich dieses tollen Jubiläums fand am 17. Juni 2023 ein großes TalentFestival im Signal Iduna Park statt -

ein Tag der Talentförderung mit Eventcharakter für ca. 1.000 Jugendliche.

 

Die Haupt-Zielgruppe des TalentFestivals stellen Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren aus finanziell schwächer aufgestellten Familien dar. Um diese zu erreichen, fanden im Vorfeld Gespräche mit Schulen (vornehmlich aus Stadtteilen mit sozialem Handlungsbedarf) und sozialen Initiativen statt, die die Jugendlichen über das Festival informierten. Es konnte auf ein Netzwerk von über 400 Partnerverbänden etc. zugegriffen und so eine Vielzahl an Jugendlichen erreicht werden. Bei vorherigen Projekten der TalentMetropole Ruhr haben sich bereits viele Jugendliche kennengelernt und untereinander vernetzt. Über diese „TalentCommunity“ konnten weitere Besucher:innen gewonnen werden. Viele kamen mit ihren Geschwistern und Freund:innen zum TalentFestival.

 

Sowohl bei den Vorbereitungen als auch bei der Durchführung des TalentFestivals wurde eine Gruppe von Jugendlichen als Planungsteam eng miteinbezogen. So konnte zum Beispiel bei der Werbung wie auch bei der Programm- und Angebotsplanung passgenau auf die Wünsche der Zielgruppe eingegangen werden.

 

Die Ziele des TalentFestivals waren:

  • Erkennen und Entfalten von Potentialen der Jugendlichen
  • Austausch unter den Jugendlichen sowie mit Unterstützer:innen
  • Empowerment und Bildungsaufstieg der Jugendlichen

 

Um diese Ziele zu erreichen, wurde ein buntes Angebot geplant, wobei auf methodische und inhaltliche Vielfalt sowie einen niedrigschwelligen Zugang geachtet wurde. Neben rund 20 Workshop- und Action-Angeboten (s. Programm unten) in den Bereichen Berufsorientierung, Selbstbestimmung und persönliche Kompetenzen. Das abwechslungsreiche Angebot ermöglichte den Teilnehmenden zum einen sich selbst, ihre Ziele und ihre Talente besser kennenzulernen und zum anderen Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten (Bsp.: „Stabile Zukunft: Mach dein Ding und komm ins Handwerk!“). Auch das Ausprobieren verschiedener Aktivitäten stand im Vordergrund und die Jugendlichen konnten zum Beispiel an Workshops zu Graffiti, Lyrik, Naturwissenschaften, Tanz oder politischem Engagement teilnehmen.

 

Außerdem erwarteten die Teilnehmenden zahlreiche Unterstützer:innen der Talentförderung, denen sie sich vorstellen und die sie kennenlernen konnten. Zudem bildete ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm den Rahmen des Festivaltages und gab besonderen Highlights Raum; beispielsweise Show-Matches mit eFootball-Star Erné Embeli sowie verschiedenen Performances aus der TalentCommunity. Die Besucher:innen des Festivals konnten zudem an geführten Stadiontouren teilnehmen, sich in der Chillout-Area ausruhen oder sich im Gebetszelt oder der sogenannten Wohlfühloase zurückführen. Bei Fragen oder Problemen standen Ansprechpartner:innen am Info-Point sowie als mobiles Helfer:innen-Team unterstützend zur Seite.

 

Um möglichst vielen Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, war nicht nur der Eintritt zum Festival kostenlos, sondern auch die Anreise aus dem VRR-Gebiet und die Angebote sowie die Verpflegung vor Ort. Um dies realisieren zu können, war die Stiftung TalentMetropole Ruhr gGmbH auf Spenden angewiesen und hat sich in diesem Zuge unter anderem an die ProFiliis-Stiftung gewendet. Für die Durchführung der Workshops wurden rund 10.000 Euro benötigt und für die freie Anreise aus dem VRR-Gebiet ca. 2.000 Euro. ProFiliis hat die entsprechenden Mittel gerne bereitgestellt.

 

Das Team der TalentMetropole Ruhr ist sehr zufrieden mit dem TalentFestival und sieht in dem ganzheitlichen Ansatz eine Chance für besonders nachhaltige Talentförderung mit langfristiger Wirkung.

 

Insbesondere für die Jugendlichen aus dem Planungsteam war die Mitarbeit am TalentFestival eine wichtige Erfahrung, weshalb an dieser Stelle eine Teilnehmerin aus dem Planungsteam das letzte Wort bekommen soll: „Es war toll, denn es waren sehr viele Jugendliche da. Wir waren sehr überrascht und sehr stolz, denn wir haben gesehen, dass wir als Jugendliche sehr vieles schaffen können wie z. B. ein Festival für 1.000 Jugendliche zu planen. Dafür brauchen wir nur eine Chance, müssen diese nutzen und können ganz viel Unterwartetes lernen. Wir haben es hinbekommen, trotz Schule und viel Vorbereitungsarbeit in den letzten Monaten.“

 

 

sh

 

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