Projekte

Bildung

40 Laptops für ukrainische Schüler:innen

Computer und Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken: Nachrichten schreiben über verschiedene Messenger-Dienste, mal eben schnell die Wettervorhersage prüfen oder auch Einkäufe tätigen. All das ist mit wenigen Klicks erledigt. Darüber hinaus bietet das Internet Zugang zu umfassenden Informationen zu nahezu jedem Thema. So nimmt die Nutzung digitaler Medien auch im Kontext Lernen einen immer höheren Stellenwert ein. Neben zahllosen „Tutorials“ zu nahezu jeder Fragestellung und digitalen Workshops diverser Anbieter existieren auch verschiedene Angebote zum Lernen von Fremdsprachen. Zudem spielt das Internet auch im sozialen Leben eine immer größere Rolle: Kommunikation findet über soziale Netzwerke statt, in Foren aller Art können sich Interessierte zu einem speziellen Thema finden und austauschen, über das Hochladen von Fotos lassen sich Einblicke in das eigene Leben teilen.

 

Schon für Kinder und Jugendliche ist der Zugang zu digitalen Medien heutzutage demnach sehr wichtig. An dieser Stelle setzt der Förderverein „Das macht Schule“ an und möchte ukrainischen Kindern und Jugendlichen, die vor dem Angriffskrieg geflohen sind und nun in Deutschland eine Schule besuchen, Laptops bereitstellen. Die Schüler:innen kennen digitales Lernen aus ihrer Heimat und können die Geräte nutzen, um über Lern-Plattformen Deutsch zu lernen. Außerdem können sie über soziale Netzwerke Kontakt sowohl zu Freund:innen aus der Heimat als auch zu den neuen Mitschüler:innen aufnehmen bzw. halten. Auf diese Weise werden die Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, sich in ihrer neuen Lebenssituation zurecht zu finden. Insbesondere der Spracherwerb stellt einen wichtigen Bestandteil erfolgreicher Integration dar.

 

Ein interessanter Fakt bei diesem Projekt ist die Tatsache, dass es sich bei den Laptops um refurbished Produkte handelt, das heißt, dass ausrangierte Geräte (in diesem Fall ausschließlich dienstlich genutzt) professionell bereinigt und generalüberholt wurden, sodass sie wieder einsatzbereit sind. So kann also absolut ressourcenschonend und im Sinne des Umweltschutzes Hilfe geleistet werden.

 

Im Juli 2022 kam „Das macht Schule“ auf ProFiliis sowie die Wilo Foundation zu, da 40 ukrainischen Kindern und Jugendlichen, die nun in Dortmund leben und zur Schule gehen, Laptops zur Verfügung gestellt werden sollten. Gerne sagte ProFiliis finanzielle Förderung zu: „Unsere Intention, diese Aktion finanziell mit zu ermöglichen, war, ein deutliches Zeichen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und dessen Folgen zu setzen und Flüchtlingskindern direkt zu helfen. "Das macht Schule" war hierfür der optimale Partner, da hier gebrauchter Hardware nachhaltig ein zweites Leben geschenkt wird“, so Thomas Schieferstein. Auch die Wilo Foundation sagte Hilfe zu und beide Stiftungen unterstützen das Projekt mit jeweils 5.500,- Euro. Die Vertreter:innen von „Das macht Schule“ kümmern sich um den Einkauf der Laptops, die Auswahl der Schüler:innen und die Verteilung der Laptops an den entsprechenden Dortmunder Schulen. Gemeinschaftlich werden so 40 Schüler:innen, die vor Krieg und Zerstörung aus ihrer Heimat fliehen mussten, in ihrem Lernen und Leben sowie ihrer Integration in Deutschland unterstützt:

 

 „Die Laptops werden gezielt im DaZ-Bereich (Anm.: Deutsch als Zweitsprache) eingesetzt, um Kinder, die noch über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen, individuell beim Deutschlernen zu unterstützen und zu fördern“, berichtet Oliver Schönborn, der als Lehrer an der Bach-Grundschule tätig ist, an der nun 18 ukrainische Kinder mit Laptops ausgestattet werden konnten.

 

Zum Hintergrund:

Die gemeinnützige Organisation Das macht Schule mit Sitz in Hamburg hat es sich zum Ziel gesetzt, Lehrkräfte darin zu unterstützen, Schüler:innen nicht nur den Schulstoff nach Lehrplan zu vermitteln, sondern ihnen getreu dem Motto „für’s Leben lernen“ alltagsnahe Kompetenzen nahezubringen. In diesem Sinne erhalten Lehrer:innen Hilfestellungen, um Projekte umzusetzen, die den Schüler:innen aktive Teilhabe und den Erwerb neuer Erfahrungen und Kompetenzen ermöglichen sowie Hilfe zur Selbsthilfe darstellen. Das macht Schule ist deutschlandweit tätig.

 

 

sh

40 Laptops für ukrainische Schüler:innen
Dortmund
Das macht Schule Förderverein e. V.
Kultur

Konsumwandel – Wir können auch anders!

Eines der präsentesten gesellschaftlichen Themen ist in den vergangenen Jahren der Klimawandel. Zu lange wurden Warnungen aus der Wissenschaft ignoriert und wenig verantwortungsbewusst mit den Ressourcen der Erde gewirtschaftet. Auf politischer und wirtschaftlicher Ebene fehlt es weitgehend an ausreichend umfassenden Klimaschutzmaßnahmen, sodass das Verhalten jeder einzelnen Privatperson eine große Bedeutung hat: Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein halten? Wie kann ich dazu beitragen, dass Deutschland in einem Jahr nicht viel mehr Ressourcen verbraucht als die Erde im gleichen Zeitraum bereithält? Ein zentraler Aspekt bei diesen Fragestellungen ist unser Konsumverhalten in quasi allen Bereichen: Lebensmittel, Technik, Mobilität, Mode,… Hier setzt die Wanderausstellung „KonsumWandel – Wir können auch anders!“ an, die von dem gemeinnützigen Verein Vamos e.V. Münster konzipiert wurde und vom 12. Juni bis zum 29. August 2021 im mondo mio! aufgebaut war. Ziel der Ausstellung ist es, den aktuell hier vorherrschenden Lebensstil vieler Menschen sowie deren Konsumverhalten zu hinterfragen und Zusammenhänge zu Rohstoffabbau, Herstellungsbedingungen und globaler Gerechtigkeit zu erkennen. Schwerpunktthemen sind hierbei Wachstum, Fleisch und Elektronik/IT.

 

„Unsere Besucher können dann der Frage nachgehen, ob die vorhandenen Ressourcen global gerecht verteilt sind und dem Thema altersgerecht begegnen“ sagt Museumsleiterin Monika Lahme-Schlenger.

 

In der Wanderausstellung steht vielfältiges und verschiedene Altersgruppen berücksichtigendes Bildungsmaterial zur Verfügung, das die Besucher:innen dazu anregt, den eigenen Konsum zu hinterfragen. In einem Teil der Ausstellung erläutern zum Beispiel vier reale Personen ihre Sichtweise auf das Thema Ressourcenverbrauch und erklären anhand von konkreten Beispielen, wie bewusster Konsum aussehen kann. So werden direkt auch konkrete Ideen zum Wandel des Lebensstils präsentiert; beispielsweise vegetarische Rezepte zur Reduktion des Fleischkonsums.

 

 

Zusätzlich zur Ausstellung wurden im mondo mio! für Schüler:innengruppen verschiedene Workshops zum Thema angeboten und für Familien ein Rahmenprogramm entworfen, in dem u. a. die Herstellung von Seife und „Samenbomben“ sowie ein Repaircafé und eine Tauschbörse geplant waren. Hier mussten bedingt durch die Coronapandemie allerdings leider einige Abstriche gemacht werden.

 

Für das Ausleihen der Ausstellungsmaterialien, die entsprechende Versicherung, das interaktive Angebot und ergänzende Ausstellungsstücke, das Rahmenprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit sind dem mondo mio! Kosten in Höhe von rund 4.300,- Euro entstanden. Die ProFiliis-Stiftung hat die benötigten finanziellen Mittel gerne bereitgestellt: „Wir legen bei unserem Engagement besonderen Fokus auf kulturelle Bildung und unterstützen die Ausstellung daher gerne. Sie ist lebendig gestaltet, Kinder und ihre Familien können an einer Workstation selbst aktiv, mit ihren Anregungen zum Vorbild werden und sich spielerisch mit dem Thema Konsum und dessen Konsequenzen auseinandersetzen.“ (Thomas Schieferstein)

 

Zum Hintergrund:

Das Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark gehört zu den ersten Anlaufstellen im Stadtgebiet und darüber hinaus, wenn es um kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche geht. Über einen spielerischen Zugang machen sich die jungen BesucherInnen hier auf die Reise um die ganze Welt und durch die verschiedenen Epochen. Viele spannende Ausstellungsstücke und die kindgerechte Aufarbeitung auch sensibler Inhalte versprechen einen tollen Museumsbesuch.

 

 

sh

Konsumwandel – Wir können auch anders!
Dortmund
mondo mio! Kindermuseum e. V.
Bildung

Neue Roboter und mehr für die HHG Roboter AG

Die Roboter AG des Heinrich-Heine-Gymnasiums besteht seit mehr als 7 Jahren und ist zu einem wichtigen Teil des Schulprofils geworden. Neben der speziellen Ausbildung von interessierten Schüler*innen im Rahmen der MINT-Talentförderung, ist die Teilnahme am jährlich stattfindenden internationalen Wettbewerb, der World Roboter Olympiad (WRO), ein zentrales Ziel.

 

Die AG hat in den letzten Jahren erstaunliche Erfolge erzielen können, u.a. regelmäßig erste Plätze in regionalen Wettbewerben und vorderste Plätze in der Deutschland-Qualifikation für das Weltfinale, das jährlich in wechselnden Ländern der Welt stattfindet. Der größte internationale Erfolg war 2018 in Thailand, wo die AG als eines der jüngsten unter 104 Teams aus 60 Ländern den 51. Platz erkämpfte und europaweit auf dem 10. Platz landete.

 

Für das vom 17. - 19.11. November 2022 in Dortmund stattfindende Weltfinale der WRO bereiteten sich bei Antragstellung insgesamt 18 Schüler*innen des HHG in 3 Teams vor. Ein Team hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den ersten Platz im Dortmunder Regionalwettbewerb gewonnen.

 

Um weiterhin im internationalen Wettbewerb - insbesondere mit den professionell auftretenden asiatischen Teams - mithalten zu können, wurde die Anschaffung der neuen 'Mlndstorms Robot lnventor Software" benötigt, da LEGO die bisher verwendete Software 'Mindstorms EV3' aus dem Programm genommen hat. Auch die alten Spielfeldmatten mussten ersetzt und spezielle Ersatz-/Bauteile neu angeschafft werden. Last not Least wurden auch die nicht unerheblichen Teilnahmebeiträge für die Schüler von ProFiliis übernommen sowie die Kosten für 18 schicke Team-T-Shirts.

 

Inzwischen hat auch die Deutschlandausscheidung in Chemnitz statt gefunden und dabei konnte sich das Team "HHG DuckBots" mit Tim Rimkus und Kaan Isik mit einem tollen 3. Platz unter 30 teilnehmenden Teams für das WRO-Weltfinale am 17.-19. November in Dortmund qualifizieren. Sie vertreten Deutschland nun als eines von 4  Deutschen Teams beim Weltfinale in der Kategorie "RoboMission" in Dortmund.

 

Wir wünschen Tim und Kaan viel Erfolg und vor allem viel Spaß bei dieser spannenden Herausforderung!

 

Update 12/2023:

Jetzt zählt’s: Tim und Kaan bei einem der Wertungsläufe im Rahmen der World Robot Olympiad in Dortmund.

 

Die World Robot Olympiad hat zwischenzeitlich statt gefunden und wir können stolz vermelden, dass Tim und Kaan einen sehr beachtlichen 18. Platz von insgesamt 83 teilnehmenden Teams belegen konnten. Das nachfolgende Video zeigt eine von verschiedenen Aufgaben, die Tim und Kaan mit ihrem Roboter bewältigen mussten.

ts

 

 

Neue Roboter und mehr für die HHG Roboter AG
Dortmund - Mengede
Heinrich-Heine-Gymnasium Dortmund-Nette
Lebenshilfe

Beratungs- und Betreuungsstelle für aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche Kinder


Die Johanniter-Unfall-Hilfe Lünen bietet im Beratungs- und Begegnungszentrum Lünen-Mitte ein Betreuungsangebot für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine an. Mit der Betreuung möchten die Johanniter die geflüchteten Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, sich weiterhin zu entwickeln, sich in der Gemeinschaft geborgen zu fühlen sowie ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

 

Der Schwerpunkt der Betreuung basiert auf vier Säulen:

 

  • spielerisches Erlernen der deutschen Sprache,
  • Vermittlung von Normen und Werten,
  • Förderung des Sozialverhaltens und
  • Vermittlung von Regeln.

 

Durch die Betreuung sollen die Kinder gestärkt werden und somit einen guten Start in Kindertageseinrichtungen und Schulen bekommen. Es werden Spielkreise und Gruppenspiele zur Förderung der Sprache und des Sozialverhaltens sowie zum Erlernen von Regeln gemacht. Bastel- und Kreativangebote sollen Raum geben, Fantasie und Persönlichkeit zu entfalten. Die betreuenden Teams bestehen aus Fachkräften, Geflüchteten, Freiwilligen und Menschen aus anderen Kulturen.

 

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines trauma-sensiblen, partizipativen und empowernden Unterstützungsangebotes für die geflüchteten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine und ihrer Begleitpersonen. Dies wird flankiert durch Maßnahmen, die helfen, einen hohen Grad an Autonomie und Selbstbestimmung zu ermöglichen, damit die jungen Menschen ihre Interessen so gut wie möglich eigenmächtig und selbstverantwortlich vertreten können.

 

 

Die ProFiliis-Stiftung übernahm die Kosten für die Ausstattung der Betreuungsräume, für die Anschaffung diverser Spiel- und Bastelmaterialien und die Erweiterung/Anpassung der IT, z.B. zur Einrichtung eines Internetzuganges und Computer-Arbeitsplätzen.

 

Text in Teilen übernommen aus dem Förderantrag.

ts

Beratungs- und Betreuungsstelle für aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche Kinder
Lünen
Die Johanniter - Lünen
Humanitärhilfe

Inklusive Schulbildung für Kinder in Simbabwe

Die Christoffel-Blindemission (CBM) hat sich vor mehr als 100 Jahren zum Ziel gesetzt, den Kreislauf aus Armut und Behinderung in den sogenannten Entwicklungsländern zu durchbrechen und für Menschen mit Behinderungen bessere Lebensqualität und Chancengleichheit zu schaffen.

 

Bereits seit vielen Jahren unterstützt die ProFiliis-Stiftung CBM finanziell bei der Durchführung verschiedener Kinder- und Jugendprojektes in unterschiedlichen Ländern. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise Kosten für Rollstühle in Tansania, für medizinische Geräte für Augenoperationen in Kenia oder für Operationen von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in Uganda übernommen.

 

Projektfinanzierung:

Das Jahr 2021 sollte dabei ein besonderes Jahr für die beiden Kooperationspartner werden. Stiftungsvorstand Thomas Schieferstein erhielt einen unerwarteten und keineswegs alltäglichen Anruf seines langjährigen Freundes Martin Häbel, der ihn darüber informierte, dass er, gemeinsam mit seinen drei Geschwistern Ortrud Haas, Anette Hlupic und Michael Häbel, die Aufgabe übernommen hat, den Nachlass seiner kinderlosen Tante zu verwalten. Auf den Wunsch der verstorbenen Tante hin, ihr Erbe für die Förderung von Kinder- und Jugendprojekten einzusetzen, habe man sich gemeinsam dazu entschieden, 100.000, - Euro an ProFiliis zu spenden und bat um Vorschläge für ein oder mehrere geeignete Projekte in unterentwickelten Regionen der Welt. Nach einer Evaluierungsphase entschied man sich dann gemeinsam für zwei Projekte, von denen eines das hier beschriebene Projekt „Inklusive Schulbildung für Kinder mit Behinderung in Simbabwe“ war. Bezüglich der hierfür von der Erbengemeinschaft zur Verfügung gestellten hälftigen Mittel in Höhe von rund 50.000,- Euro sagte ProFiliis eine Verdoppelung aus eigenen Rücklagen zu, so dass am Ende des Tages insgesamt 100.000,- Euro sowohl für dieses als auch das 2. Projekt zur Verfügung standen.

 

 

Hintergrund:

 

Trotz Bodenschätzen, fruchtbaren Böden und touristischem Potential (z. B. Victoriafälle) gehört Simbabwe zu den ärmsten Ländern der Welt. Politisch in der Vergangenheit fragwürdig geführt, leidet das Land auch immer wieder unter schweren Dürreperioden und anderen Umweltkatastrophen, Hungernöte und eine instabile Versorgungslage der Bevölkerung sind die Konsequenzen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen leben ca. 72 % der Menschen unterhalb der UN-Armutsgrenze.

Besonders schwer getroffen davon sind Menschen mit Krankheiten und Behinderungen, die vor allem auf die unzureichende medizinische Versorgung vor Ort zurückzuführen sind. Im Land gibt es nur wenige Fachkliniken, die insbesondere für die ländliche Bevölkerung aufgrund fehlender finanzieller Mittel nahezu unerreichbar sind. Nicht selten führen Behinderungen dazu, dass die Betroffenen sowie ihre Familien gesellschaftlich ausgeschlossen werden. 

 

 

Das Förderprojekt:

 

Das von ProFiliis unterstützte Projekt der Christoffel-Blindenmission richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 17 Jahren, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen haben. In Zimbabwe besuchen rund 50 % der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen keine Bildungseinrichtung, was perspektivisch dramatische Folgen für sie hat, denn ohne Bildung haben sie keine Chance, den Kreislauf aus Krankheit und Armut zu durchbrechen.

Gemeinsam mit der vor Ort tätigen Partnerorganisation Jairos Jiri Association (JJA) werden im Zuge dieses Projektes drei inklusive Schulzentren in Zentral-Simbabwe ausgebaut, die gleichermaßen Kinder und Jugendliche mit Seh-, Hör- und körperlichen Behinderungen ansprechen. Konkret sind dies das „JJA Waterfalls Centre / Harare“, die „JJA Kadoma School for the blind“ und das „JJA Gweru Naran Centre / Midlands“.

Konkret geförderte Maßnahmenschwerpunkte sind unter anderem:

 

  1. Die ganzjährige Ausstattung der drei Schulen mit Unterrichtsmaterial, Material zur Berufsvorbereitung, Gehälter der Lehrer:innen und Schulangestellten sowie Materialien und Ausstattung für Angehörige der Kinder
  2. Ausstattung und Durchführung für Aufklärungs- und Aktivierungsmaßnahmen / Elternarbeit, damit Kinder mit Behinderungen für Schulen überhaupt, eingestuft und eingeschrieben werden
  3. Bauliche Instandsetzungsmaßnahmen für Renovierung, Barrierefreiheit, Hygiene unter COVID-Bedingungen und Ausstattung des Wohnbereichs der Kinder im Internatstrakt
  4. Gesellschaftliche Netzwerkarbeit zur Besserung der Situation der Kinder und Familien, Antidiskriminierung, Mädchenföderung und Kinderschutz
  5. Gehälter für drei Schulteams, z. B. Computer-Lehrkraft, Gärtner, Krankenschwester, Koch, Braille-Spezialist, Kinderbetreuung, Sicherheitspersonal, Fahrdienste, etc.

 

Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen detaillierter geschildert.

 

Maßnahme 1

Zunächst einmal musste die Basisausstattung für die Schulen angeschafft werden, hierzu zählen unter anderem Schreibstifte, Papier in großen Mengen und andere Büromaterialien, Klassenbücher und Lehrbücher. Für die älteren Schüler:innen wurden ebenso notwendige Materialien sowie Werkzeuge für die Berufsvorbereitungskurse angeschafft wie beispielsweise alle erforderlichen Materialien und Metalle für Schweißerarbeiten, Holz für einfache Schreinerarbeiten oder Rohmaterialien für Waschmittelherstellung. Neue Werkzeuge und Geräte sind hierbei für den dauerhaften Einsatz gedacht.

 

Maßnahme 2

Im Jahr 2021 wurden 63 Kinder mit Behinderungen an benachbarten Regelschulen unterrichtet. Im Vorhinein wurden die Lehrer:innen dieser Grundschulen ausgebildet und die technischen Voraussetzungen für die Zugänglichkeit der Schulen geschaffen. Die Kinder mit Behinderungen erhalten dadurch die Möglichkeit, mit Kindern ohne Behinderung in einer Klasse unterrichtet zu werden. Die Lehrkräfte an den Regelschulen werden fortlaufend durch Fachkräfte der Förderschulzentren betreut. Die Regelschulen erhalten alle notwendigen Hilfsmittel wie beispielsweise Rollstühle, Hörgeräte und Wandläufe zur Orientierung.

Schulteams besuchen die Familien mit behinderten Kindern in deren Zuhause, um die Eltern zu motivieren, ihre Kinder entweder in die Regelschule oder in eines der Förderschulzentren zu schicken.

 

Maßnahme 3

Die baulichen Instandsetzungsmaßnahmen hatten zwei Schwerpunkte: zum einen die Verbesserung der Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und Sicherheit der Gebäude. Hierfür fanden unterschiedliche Fachbesuche für die Prüfung der Bedingungen an den Schulen statt und wurden entsprechend der finanziellen Möglichkeiten und Verfügbarkeit der Materialien umgesetzt, beispielsweise der Bau von Rampen oder die Installation von Sicherheitsgeländern.

Zum anderen die Renovierung und Ausstattung der Gebäude, diese fanden an allen drei Schulen statt. Zu nennen wären hier unter anderem Zimmerdecken- und Dachsanierung, Fliesen von Böden für die bessere Beweglichkeit von Kindern mit Rollstühlen, Sanierung von Kindertoiletten, Renovierung des Physiotherapieraumes etc..

 

Maßnahme 4

Um langfristig die Lage der Kinder mit Behinderungen in der Gesellschaft zu verbessern, ist es notwendig, dass die Schulen unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft zu aktivieren, um ein förderliches Umfeld für die Kinder zu schaffen.

Wichtig hierfür sind unter anderem Aufklärung und Antidiskriminierungskampagnen, um die Vorurteile gegenüber den Kindern und deren Familien abzubauen.

An den beiden Förderschulen Gweru Naran und Kadoma wurden 53 Lehrkräfte in den Themengebieten Kinderrechte, Kinderschutz und Gleichberechtigung der Geschlechter geschult, da Kinder mit Behinderung, insbesondere auch Mädchen, häufiger als andere von Missbrauch oder Misshandlung betroffen sind. Daher ist es besonders wichtig, die Lehrkräfte für die Verletzlichkeit der Betroffenen zu sensibilisieren.

 

In Summe waren im Jahr 2021 356 Kinder und Jugendliche in den Förderschulzentren eingeschrieben. An den benachbarten, kooperierenden Regelschulen waren zusätzlich weitere 63 Grundschulkinder mit Behinderung in die Maßnahme integriert.

Die genaue Aufteilung können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:

Anzahl Kinder und Jugendliche 2021 an drei Förderschulen und Regelschulen der Umgebung

Inklusive Schulbildung für Kinder in Simbabwe
Afrika - Zimbabwe
cbm
Bildung

Westerfilde on Stage - Sprache spielend gelebt

Im Netzwerk INFamilie haben sich verschiedene soziale Akteure unabhängig von ihrem Status, Herkunft oder Trägerschaft aus einem Quartier zusammengeschlossen um die sozialen Teilhabechancen von Kindern und ihren Eltern in den jeweiligen Quartieren zu fördern.  

Ziel des Netzwerkes ist es, Kindern angemessene Startchancen in Schule und Beruf zu ermöglichen und früh passgenaue, unterstützende Angebote bis hin zu Präventionsketten anzubieten. Es geht aber auch um gemeinsam initiierte Aktionen im Quartier um das Wohnumfeld attraktiver zu gestalten, die Menschen zu aktivieren und zu fördern.“ * 

 

Der Dortmunder Stadtteil Westerfilde/Bodelschwingh fällt mit seinem hohen Migrationsanteil auf, viele Personen, die hier leben, sprechen nur wenig oder kein Deutsch. Auch für die Kinder ist die deutsche Sprache eine tägliche Herausforderung, die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Schulschließungen haben dieses Problem an vielen Stellen verschärft. Um den Kindern und Jugendlichen das Thema Sprache wieder etwas näher zu bringen, entschieden die Verantwortlichen des Netzwerkes INFamilie, Impulse durch ein zweiwöchiges Theaterprojekt zu setzen.

 

Ein geeigneter Ort für dieses Projekt wurde in dem Sportplatz der Westhausen-Grundschule gefunden, auf dem für die Dauer von zwei Wochen eine Zeltstadt errichtet wurde. Um ein so umfangreiches Projekt auf die Beine stellen zu können, waren viele Kooperationspartner:innen involviert, die alle der diesem Text angefügten pdf-Datei entnommen werden können.

 

In insgesamt 16 Zelten fanden 14 Workshops und die Essensausgabe statt. Durchschnittlich nahmen pro Tag 155 Kinder und Jugendliche teil, was die Erwartungen der Verantwortlichen bei weitem überschritt. So mussten die bestellten Portionszahlen bei dem beauftragten Caterer erhöht werden, um den vielen hungrigen Mägen gerecht werden zu können.

 

In Summe war das Theaterprojekt ein voller Erfolg. Mehr als 90 % der Teilnehmenden kamen täglich wieder, die deutsche Sprache konnte den Kindern und Jugendlichen im Zuge der Workshops gut vermittelt werden. Es wurden zahlreiche Aufführungen und Darbietungen erarbeitet und auf der Bühne präsentiert. Theaterstücke wurden selbst inszeniert, Gedichte spielerisch umgesetzt, eigene Geschichten geschrieben, erzählt und vorgetragen. Sowohl in der Dortmunder Innenstadt als auch auf dem Westerfilder Marktplatz wurden Straßentheaterstücke aufgeführt.

 

Zu den beiden Abschlusstagen des Projektes (jeweils freitags) kamen pro Termin mehr als 700 Gäste, um sich die Aufführungen anzuschauen. Für die Kinder und Jugendlichen war es eine tolle Erfahrung, so viel Aufmerksamkeit und Wertschätzung erleben zu können.

 

So wurde im Zuge des Projektes neben der Verbesserung der Kenntnisse der deutschen Sprache auch das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden gestärkt und im besten Falle ein nachhaltiges Interesse an dem Thema Sprache geweckt werden.

 

Ausführlichere Informationen zum Projekt können dem Projekttext des Projektpartners entnommen werden.

 

*Der Onlinepräsenz des Projektpartners entnommen 

 

 

sf

Westerfilde on Stage - Sprache spielend gelebt
Dortmund - Westerfilde/Bodelschwingh
Netzwerk INFamilie Westerfilde/Bodelschwingh
Bildung

Notebooks für Marten aktiv e. V.

Das Thema „Digitalisierung an Schulen“ ist spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dadurch, dass die Schulen während der Lockdowns der letzten 2 ½ Jahre immer wieder geschlossen werden mussten, mussten alternative Lösungen gefunden werden, wie der Schulunterricht weiterlaufen kann. Die Lösung vielerorts war Homeschooling bzw. Distanzunterricht. Durch Dienste wie Zoom oder Microsoft Teams war es möglich, das Klassenzimmer digital in die Wohn- und Kinderzimmer vieler Haushalte zu holen. 

 

Allerdings zeigte sich an vielen Stellen eine große Problematik: Nicht alle Kinder und Jugendliche sind mit den notwendigen digitalen Geräten ausgestattet, nicht jeder Haushalt verfügt über eine zureichend gute Internetverbindung. 45 Prozent der Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren und einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro hatte im ersten Quartal 2020 kein Tablet, bei 18 Prozent war kein Laptop oder Notebook im Haus. Das ergab eine Studie des Statistischen Bundesamts, die zum Tag der Bildung am 8. Dezember 2020 veröffentlicht wurde.*

 

Insbesondere in einkommensschwächeren Gebieten wie dem Dortmunder Stadtteil Marten stellte diese Situation viele Familien vor eine große Herausforderung.  

 

Hier setzte der Verein Marten aktiv e. V. mit seinem Projekt „Die Qualität des Lernens darf nicht vom Geldbeutel abhängig gemacht werden“ an und stellt den Kindern und Jugendlichen einen Raum zur Verfügung, in dem sie eine stabile Internetverbindung nutzen und Zugriff auf einen Pool von insgesamt 10 Notebooks haben, die sie für Schularbeiten nutzen können. Diese können sie von montags bis freitags in den Zeiten von 16:00 - 18:00 Uhr nutzen.  

 

Ehrenamtliche Kräfte unterstützen die Kinder und Jugendlichen im Durchschnittsalter von 7 bis 16 Jahren bei Fragen rund um die Themen Schule sowie Notebooknutzung.  

 

Die ProFiliis-Stiftung finanzierte die Anschaffung der 10 Notebooks. 

 

*https://www.forschung-und-lehre.de/politik/vielen-schuelern-fehlt-tablet-zum-lernen-3313 

 

sf

Notebooks für Marten aktiv e. V.
Dortmund - Marten
Marten aktiv e. V.
Lebenshilfe

Neuer Lernort - Natur- und erlebnispädagogisches Projekt

Der „Neue Lernort“ ist ein Projekt, welches sich an Schulkinder aus dem Stadtteil Dortmund-Scharnhorst wendet. Sie fördern schulergänzend Kinder, die eine besonderen Aufmerksamkeit brauchen und arbeiten dabei eng mit den Grund- und Förderschulen aus dem Dortmunder Stadtteil zusammen.

 

Es werden täglich um die 10 Kinder intensiv betreut mit dem Ziel, sie in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und wieder in den normalen Unterricht zu integrieren. In der Regel kommen sie an einem Tag pro Woche ganztägig zum „Neuen Lernort“.

 

Es handelt sich hierbei um ein ehemaliges Bergbaugebäude mit weitläufigem Außengelände. In der Umgebung findet man Bauernhöfe, ein Haldengelände und ein Naturschutzgebiet. Auf Grund einer sehr hohen Nachfrage, werden an mehreren Tagen verschiedene Kinder betreut. Teilweise kommen die Kinder auch mehrfach die Woche.

 

Bei dem schulbegleitenden und teilweise schulersetzenden Angebot liegt der Schwerpunkt für Grundschulkinder auf natur-, erlebnispädagogischen und handwerklich-künstlerischen Aktivitäten. Für die älteren Schüler:innen gibt es zusätzlich noch die Fahrradwerkstatt.

 

Nachdem coronabedingt seit Frühjahr 2020 viele Angebote auch für Kinder und Jugendliche nicht stattfinden konnten, plante der Verein im Jahr 2021, verschiedene natur- und erlebnispädagogische Projekte durchzuführen, Ausbauten und Erweiterungen auf dem weitläufigen Gelände durchzuführen und verschiedene Anschaffungen zu tätigen.

 

So waren unter anderem geplant

 

-der Bau eines Baumhauses

-der Bau und die Bepflanzung - diverse Gartenaktionen

-die Reparatur unserer Remise u.a. als Zubereitungs- und Ort der Mahlzeiten im Freien) und Begrünung mit Kletterpflanzen

-die vitalstoffschonende Verarbeitung und das Haltbarmachen von Obst-, Gemüse und Kräutern aus unseren Gärten

-der dringend erforderliche Wechsel der nach Jahrzehnten defekten Teichfolie und Neugestaltung des Kleinbiotops als bei den Kindern äußerst beliebten Aufenthaltungs- und Erforschungsort

-der Aufbau eines Tippis mit Segeltuchbespannung

-das Anlegen eines Klettergartens mit Niedrigseilkonstruktionen

-Erlebnis- und wildnispädagogische Aktionen wie frühzeitliches Feuer machen, Kochen am Lagerfeuer (Kochkessel an Dreibein)

-Inspiration und neue Fertigkeiten sollen zudem durch ein eintägiges wildnispädagogische Projekt in Kooperation erfahrenen Natrur- und Wildnispädagogen (Querwaldein Dortmund e.V.) erworben werden.

 

Der Vorstand kam im April 2021 auf die ProFiliis-Stiftung zu und bat um finanzielle Unterstützung, um die geplanten Projekte durchführen zu können. Wir von ProFiliis waren schnell von der Bedeutung der Maßnahmen für die Kinder und Jugendlichen überzeugt und haben den Verein gerne unterstützt.

 

Durch die Corona Krise bedingt hat sich die Umsetzung des Projektes erheblich verzögert, es ist aber davon auszugehen, dass alle Maßnahmen Ende des Jahres abgeschlossen sein werden.

 

ncs

Neuer Lernort - Natur- und erlebnispädagogisches Projekt
Dortmund - Scharnhorst
Verein für Kinder, Jugend und Bildungsarbeit e.V.
Freizeit

Stamm Vagabunden - Gaskocher und Transportkisten

„Das große Ziel der pfadfinderischen Arbeit ist es, Kinder und Jugendliche zu stärken und sie zu befähigen, ihre Potenziale so auszuschöpfen, dass sie als verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger die Welt mitgestalten können.“ (Zitat: Förderantrag der Vagabunden). Das Ganze basierend auf den beiden Grundsätzen „Jugend leitet Jugend“ und „learning by doing“.

 

Der Stamm Vagabunden ist ein Pfadfinderverein, welcher aus ca. 35 Kindern und Jugendlichen besteht, die sich über drei Altersstufen verteilen. Die jüngsten sind sechs Jahre alt.

 

Die Kinder und Jugendlichen des Pfadfindervereins sollen lernen Aufgaben selbstständig zu lösen und Verantwortung zu übernehmen. Letzteres wird mit steigendem Alter größer. Die jüngeren Kinder werden hierbei von den älteren Kindern unterstützt.

 

Im letzten Jahr hat sich der Pfadfinderverein Stamm Vagabunden an die ProFiliis-Stiftung gewandt mit der Bitte sie bei der Anschaffung neuer Gaskocher und Transportkisten zu unterstützen. Diese benötigt der Verein für seine zahlreichen Freizeitfahrten und Zeltlager. Hierbei ging es vor allem darum, dass die neuen Hockerkocher den neuen Sicherheitsstandards entsprechen und für die nächsten 20 Jahre genutzt werden können. Für einen bessern und geschützten Transport der neuen Gaskocher haben sie sich zudem neue passende universelle Transportkisten angeschafft.

 

Am ersten Juni Wochenende 2022 waren die neuen Gaskocher und Kisten dann zum ersten mal beim Landespfingstlager in Mühlheim in gebrauch. 18 Personen waren bei dem Wochenausflug dabei, an dem das erste größere Lager seit 2019 mit 400 Pfadfinder:innen stattfand.

 

ProFiliis hat den Pfadfinderverein bei der Anschaffung unterstützt und sowohl die Kosten für die Gaskocher als auch die Kosten für die Transportkisten übernommen.

Stamm Vagabunden - Gaskocher und Transportkisten
Dortmund - Mengede
Pfadfinder-Stamm Vagabunden
Freizeit

Mittelalterlich Gaudium 2022

Nach 2 Jahren in Folge, in denen das Mittelalterlich Gaudium (vormalig Mengeder Mittelalterlich Gaudium) auf Grund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, war es in 2022 endlich wieder so weit, dass für Jung und Alt vier Tage voller Mittelalter-Flair geboten werden konnten. An zahlreichen Marktständen wurden verschiedenste Waren angeboten, diverse Essens- und Getränkeangebote luden zum Verweilen ein, Musikgruppen und Gaukler sorgen für Entertainment und auch für die kleinen Gäste gab es immer eine Menge zu entdecken. Bereits seit 2012 unterstützt ProFiliis das Gaudium durch die Finanzierung derjenigen Attraktionen, die für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Für den Zutritt zum Gaudium werden seit Bestehen keine Eintrittspreise erhoben werden, sondern alle Kosten (mit Ausnahme von Speisen und Getränken) werden durch Sponsoren und Förderer gedeckt, so dass die Veranstaltung für Jedermann, insbesondere auch für jede Familie erschwinglich ist.

 

In 2022 wurden folgende Attraktionen für Kinder und Jugendliche angeboten: 

 

  • ein Geschichtenweber 
  • eine Kinder-Schmiede 
  • Gaukelei und Kinder-Theater 
  • eine Sagen- und Märchenfrau 
  • ein Mittelalter-Karussell 
  • das Gemüsepuppen-Theater und
  • eine Kinder-Töpferei 

 

Nachdem das Spektakel in den letzten zwei Jahren aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen musste, sind alle Beteiligten in diesem Jahr umso motivierter, allen Besucher:innen, egal ob Groß oder Klein, ein tolles Erlebnis zu bieten. Auf Grund unterschiedlicher Gründe, von denen in den Medien berichtetet wurde, hatte sich in 2022 der Veranstaltungsort geändert. So schlugen die Veranstalter, das Ehepaar Erika Wiedemann-Huß und Detlef Huß, und die Aussteller ihre Zelte in diesem Jahr im wenige Kilometer von Dortmund-Mengede entfernten Moselbachpark Waltrop auf. 

 

 

Die ProFiliis-Stiftung übernahm, wie auch schon in den Jahren zuvor, die Kosten für aller Kinderattraktionen, so dass diese für alle kleinen Besucher:innen unentgeltlich angeboten werden konnten.

Mittelalterlich Gaudium 2022
Waltrop
Mengeder-Gaudium
Sport

Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche

Eine Nacht im Freibad zu verbringen klingt für viele Jugendliche wie das ultimative Abenteuer! Im Rahmen des großen 24-Stunden-Schwimmens der Sportwelt Dortmund in Kooperation mit der DJK Ewaldi Aplerbeck 1930 e.V. konnte dieser Traum ganz legal wahr werden: Von 11 Uhr am 27. Mai 2022 bis um 11 Uhr am Folgetag war das Freibad Wellinghofen geöffnet und es war den Teilnehmenden des 24-Stunden-Schwimmens sogar erlaubt, auf der großen Wiese zu zelten.

 

Neben diesem Abenteuer- und Freizeitaspekt der Veranstaltung standen auch sportlicher Wettbewerb und der gute Zweck im Fokus.

 

Sportlicher Wettbewerb, weil sich die Personen, die die meisten Bahnen geschwommen sind, Siegerpokale sichern konnten. Die Erstplatzierte schwamm sagenhafte 21.000 Meter und der Zweitplatzierte tolle knapp 12.000 Meter. Neben dem Einzelwettkampf fand auch ein Team-Wettkampf statt, in dem sich mehrere Schwimmer:innen zu einer Mannschaft zusammenschließen konnten. Vom Beckenrand aus haben ehrenamtliche Kräfte die geschwommenen Bahnen gezählt und so ermittelt, wer innerhalb der 24 Stunden, die längste Strecke zurückgelegt hat.

 

Und der gute Zweck, weil zahlreiche Spendendosen aufgestellt wurden, in denen Geld gesammelt wurde, um – was könnte näher liegen? – Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an Schwimmkursen zu ermöglichen. Insgesamt konnten über diesen Weg 938,47 Euro eingenommen werden, die an ProFiliis gespendet wurden. Die Stiftung hat diesen Betrag verdoppelt und auf 2.000,- Euro aufgerundet.

 

So konnten nun zahlreiche Kinder und Jugendliche an Schwimmkursen der Sportwelt Dortmund teilnehmen. In drei Frei- und vier Hallenbädern in Dortmund hat die gGmbH der entsprechenden Zielgruppe eine kostenlose Teilnahme an Schwimmkursen ermöglicht.

 

Ein tolles ganzheitliches Projekt: Dank Spendeneinnahmen bei einer Schwimmveranstaltung, die an ProFiliis weitergegeben und von uns verdoppelt wurden, konnten nun viele Kinder und Jugendliche das Schwimmen erlernen!

Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche
Dortmund
Sportwelt Dortmund gGmbH
Humanitärhilfe

Hilfe für Menschen mit Behinderung in Äthiopien

 „cbm“ steht für Christoffel Blindenmission und ist der Name einer international tätigen christlichen Hilfsorganisation, die sich dafür einsetzt, die Lebensqualität der ärmsten Menschen weltweit zu verbessern. Dabei gehören insbesondere Menschen mit Behinderungen oder jene, die Gefahr laufen, eine Behinderung zu entwickeln, zur Zielgruppe von cbm. Dabei verfolgt die Organisation einen ganzheitlichen Ansatz, der medizinische Versorgung, Rehabilitation sowie Aufklärung und Prävention miteinander verbindet.

 

Auch im afrikanischen Land Äthiopien ist cbm aktiv. Äthiopien ist zwar ein aufstrebendes Entwicklungsland, hat aber trotz wirtschaftlicher Fortschritte weiterhin mit einer hohen Armutsquote zu kämpfen. Insbesondere in ländlichen Regionen ist der Zugang zu medizinischer Versorgung mangelhaft, was vor allem Menschen mit Behinderung in eine schwierige Lage bringt: Sie haben keinen Zugang zu medizinischer Behandlung, therapeutischer Unterstützung oder geeigneten Hilfsmitteln. Gerade Kinder in diesen Regionen erleben so vielfältige Einschränkungen: Sowohl ihre körperliche Entwicklung als auch ihre Chancen auf Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und eine selbstbestimmte Zukunft werden negativ beeinflusst.

 

Um diesen Kindern und ihren Familien neue Perspektiven zu eröffnen, hat cbm ein umfassendes Projekt ins Leben gerufen, das gezielt auf die Bedürfnisse betroffener Menschen eingeht. So fanden in den Jahren 2019 bis 2021 umfangreiche Rehabilitationsmaßnahmen in den Regionen Oromia, Amhara und der Region der „Südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker“ (SNNPR) statt. Bei den Rehabilitationsmaßnahmen handelte es sich um verschiedene Maßnahmen:

  1. Es wurden rund 340 Kinder mit Klumpfuß medizinisch behandelt und zum Teil operiert. Auf diese Weise konnten Fehlstellungen frühzeitig korrigiert und den Kindern ein schmerzfreies und selbstständiges Leben ermöglicht werden.
  2. Außerdem wurden 1.126 Kinder mit Hilfsmitteln wie Rollstühlen und Gehhilfen ausgestattet, sodass sie mobil(er) sind und in ihren Alltag mit mehr Unabhängigkeit gestalten können.
  3. Darüber hinaus wurden etwa 1.130 Kinder mit orthopädischem Schuhwerk ausgestattet, um Fehlbelastungen zu vermeiden und bestehende Beschwerden zu lindern.
  4. Zusätzlich erhalten 300 Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und ihre Angehörigen eine fachliche Beratung, sodass diese lernen, besser mit den besonderen Bedürfnissen ihrer Kinder umzugehen und sie entsprechend zu fördern.
  5. Neben der direkten medizinischen und therapeutischen Hilfe legt cbm auch großen Wert auf Aufklärung und Prävention. Durch Ausbildungsmaßnahmen und Informationskampagnen wurde die Bevölkerung über Ursachen von Behinderungen, Behandlungsmöglichkeiten und Inklusion aufgeklärt und diesen Themen gegenüber sensibilisiert. Ziel ist es, langfristig Barrieren abzubauen und das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu stärken.

 

Durch die Umsetzung des Projektes konnte die Lebensqualität der betroffenen Kinder vor Ort spürbar und nachhaltig verbessert werden. Kinder, die zuvor aufgrund von körperlichen Einschränkungen kaum laufen oder am Alltag teilnehmen konnten, haben durch Operationen und geeignete Hilfsmittel ein großes Stück Selbstständigkeit gewonnen. Dies ermöglicht ihnen nicht nur mehr Bewegungsfreiheit, sondern eröffnet ihnen auch den Zugang zu Bildung, da sie nun regelmäßig eine Schule besuchen können.

 

Auch für die Familien hat die Unterstützung eine enorme Entlastung bedeutet. Eltern und Angehörige erhielten nicht nur praktische Hilfe, sondern auch wichtiges Wissen im Umgang mit den Bedürfnissen ihrer Kinder. Dadurch ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewachsen, und die Familien können ihren Alltag besser bewältigen. Gleichzeitig hat sich die soziale Ausgrenzung, die Menschen mit Behinderungen in vielen Regionen noch immer erfahren, verringert.

 

Langfristig trägt das Projekt dazu bei, das Bewusstsein innerhalb der Gesellschaft zu verändern. Durch Aufklärung und Präventionsarbeit werden Vorurteile abgebaut und die Akzeptanz gegenüber Menschen mit Behinderungen gestärkt. Insgesamt entstehen so neue Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe, Bildung und ein selbstbestimmteres Leben.

 

Das ProFiliis-Team freut sich, dieses wichtige und nachhaltige Projekt unterstützen zu können. Mit 43.500,- Euro hat die Stiftung die benötigten Mittel für alle Maßnahmen im zweiten Projektjahr übernommen.

Hilfe für Menschen mit Behinderung in Äthiopien
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