Hintergrundinformationen zum Projekt
Die Mengo-Augenklinik ist ein Projekt, das seit 1980 von der Christoffel Blindenmission (CBM) unterstützt wird.
CBM ist eine gemeinnützige, internationale christliche Organisation der Entwicklungszusammenarbeit mit dem Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen, die von Krankheit und Armut bedroht sind und am Rande der Gesellschaft leben, zu verbessern.
Die Mengo-Augenklinik im Zentrum der ugandischen Hauptstadt Kampala wurde 1989 zunächst als Abteilung für Augenheilkunde in der städtischen Klinik gegründt.
Ein großer Schritt war 1999 der Bau eines eigenen Gebäudes auf dem Klinik-Gelände, so dass die angebotenen Dienste ausgeweitet und verbessert werden konnten.
Diese Maßnahme war dringend notwendig, denn das Einzugsgebiet für Augenpatienten umfasst ca. 4 Millionen Menschen. Allein in Kampala leben ca. 1,3 Millionen Einwohner.
In Uganda versorgt ein Augenarzt statistisch gesehen rund eine Million Menschen. Dagegen ist ein Augenarzt in Deutschland für ein Einzugsgebiet von ca. 13.000 Menschen zuständig.
Im vergangenen Jahr (2011) wurden in der Mengo-Augenklinik über 37.000 Patienten untersucht und fast 2.700 Operationen durchgeführt, davon 1.123 am Grauen Star.
Seit 2008 liegt ein Schwerpunkt der Mengo-Augenklinik auf der Arbeit für Sehbehinderte (Low Vision), dafür wurde die Low-Vision-Klinik des Krankenhauses mit Unterstützung der CBM ausgebaut.
Dieser Dienst kommt besonders sehbehinderten Kindern zugute. Mithilfe von speziell angepassten Sehhilfen und Vergrößerungsgeräten erhalten sie die Möglichkeit, wieder zu sehen und ihre Umwelt oder Mitmenschen wahr zu nehmen. Ganz besonders wichtig ist: Erst jetzt können sie eine Schule besuchen und lesen und schreiben lernen. Damit erhalten sie die Chance, einen Schul-Abschluss zu erreichen und eine Ausbildung zu absolvieren - neue Perspektiven für ihr bislang so aussichtsloses Leben.
2011 wurden für Erwachsene und Kinder insgesamt 6.028 Brillen ausgegeben sowie 183 spezielle Hilfsmittel für Sehbehinderte.
Viele Menschen, die in den ländlichen Regionen Ugandas wohnen, kennen die Möglichkeiten, in der Mengo Hilfe zu erfahren, nicht.
Deshalb gibt es ein aktives Außendienst „Outreach“-Team. Dieses sucht Augen-Patienten in kleineren Kliniken oder Gesundheitsstationen auf dem Land auf und führt Untersuchungen durch.
Wenn nötig werden die Patienten zur Operation an die Mengo-Augenklinik überwiesen. So erhalten auch Menschen in entlegenen Regionen Ugandas die Möglichkeit, ihr
Augenlicht zurück zu erhalten.
(Quelle: CBM)
Unser Beitrag:
Durch die finanzielle Unterstützung von ProFiliis konnte ein Operations-Mikroskop angeschafft und dazu beigetragen werden, jährlich hunderten von Kindern das Augenlicht zurückzugeben.