Projekte

Inklusiver Unterricht für Kinder mit Hörbehinderung
Humanitärhilfe

Inklusiver Unterricht für Kinder mit Hörbehinderung

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine international tätige christliche Hilfsorganisation. Sie setzt sich in erster Linie für Menschen mit Behinderung bzw. Menschen, die von Behinderung bedroht sind, ein und verfolgt das Ziel, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern. Daher wurde im Jahr 2021 ein Projekt in Äthiopien, einem Land, in dem Armut sehr verbreitet ist, ins Leben umgesetzt: Zugang zu inklusivem Unterricht an Regelschulen für Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung. In ärmeren Regionen der Welt ist die Wahrscheinlichkeit, dass es schon während der Schwangerschaft zu einer Behinderung eines Kindes kommt, verhältnismäßig hoch. Mangelnde präventive Gesundheitsmaßnahmen, Naturkatastrophen, Bürgerkriege, Dürren, Unterernährung sowie der fehlende Zugang zu Gesundheitsversorgung für die Mutter sind nur einige der Umstände, die zu Beeinträchtigungen der geistig-intellektuellen sowie der körperlichen Entwicklung des Kindes sowie im Bereich Sehen und Hören führen können. Die Datenlage zu Menschen mit Behinderung in Äthiopien ist aufgrund fehlender Ressourcen lückenhaft. Eine Erkenntnis ist jedoch, dass die Hälfte aller Menschen mit Behinderung jünger als 30 Jahre alt sein soll. Der Anteil derer, die von inklusivem Schulunterricht profitieren könnten, kann dementsprechend als recht groß angenommen werden. Leider bestehen allerdings viele Vorurteile und großes Unwissen bei vielen Verantwortlichen, sodass betroffene Kinder und Jugendliche häufig gänzlich vom Schulbesuch ausgeschlossen werden. Dies erhöht für sie die Gefahr, dauerhaft in Armut zu leben, immens. In dem hier beschriebenen Projekt von CBM stand die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderung in Äthiopien im Fokus: Inklusiver Unterricht an Regelschulen sollte eingerichtet bzw. verbessert werden, sodass Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung nicht von der Schulbildung ausgeschlossen, sondern entsprechend eingebunden und gefördert werden. Im Mittelpunkt des Projektes stand die Tages- und Internatsschule Hossana School of the Deaf. Sie untersteht der Leitung des Entwicklungs- und Sozialdienstes der Ethiopian Evangelical Church, der in diesem Projekt mit CBM zusammengearbeitet hat. An der Hossana School of the Deaf wird bereits seit einigen Jahren Schüler:innen mit Hörbehinderung im Alter von sieben bis achtzehn Jahren der Zugang zu Unterricht ermöglicht. Zusätzlich findet für die Jugendlichen des zur Schule gehörenden Colleges Berufsvorbereitung statt. Im Jahr 2021 wurde die Hossana School of the Deaf zum Exzellenzzentrum ernannt und nimmt nun die Rolle eines landesweiten Ausbildungszentrums für Lehrkräfte aus verschiedenen Landesregionen ein, die hier zum Unterrichten von Kindern mit Hörbehinderung an Regelschulen befähigt werden. Zu diesem Zweck wurden die Lehrkräfte der Hossana School of the Deaf zu Ausbilder:innen und haben Lehrmaterial für inklusiven Unterricht für Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung an Regelschulen entwickelt. So konnten (und können in Zukunft) Lehrer:innen von anderen Schulen aus anderen Regionen des Landes sowohl materiell als auch personell auf die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderung vorbereitet werden, sodass auch hier inklusiver Unterricht stattfinden kann. Bisher konnten so Lehrkräfte aus Oromia, Amhara und Region der Südlichen Nationen (SNNPR) (s. Kartenausschnitt) erreicht werden. Um auch in der Hossana School of the Deaf inklusiven Unterricht zu gewährleisten, wurden hier rund 40 hörende jugendliche Schüler:innen neu aufgenommen. Außerdem wurde die Schule mit weiteren Lehrmitteln wie Büchern und Computern ausgestattet, die Barrierefreiheit auf dem Gelände verbessert und das Schulteam personell aufgestockt, um den neuen Anforderungen gerecht werden zu können. Zudem fanden Fortbildungen für die Lehrkräfte statt sowie Schulung zu Gebärdensprache und bedarfsorientierter Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderungen für die Eltern und Lehrer:innen. Ein Kostenpunkt im Rahmen dieses umfassenden Projektes war die Finanzierung des Grundbedarfs der 220 Schüler:innen. Hierzu zählen Unterkunft, Verpflegung, Hygiene- und Wundschutzartikel, Schulkleidung sowie Lernmaterial. Im Rahmen der Corona-Pandemie kamen zusätzlich Kosten für Impfungen und Schutzmaßnahmen hinzu. Um diese Bedarfe für die Dauer eines Jahres sicherzustellen, sind rund 21.000,- Euro angefallen. Hier setzt die Unterstützung der ProFiliis-Stiftung an, die 15.000,- Euro zur Verfügung gestellt und so 70 % der Kosten zur Deckung des Grundbedarfs übernommen hat. Trotz der aktuell erschwerten Situation bedingt durch die Corona-Pandemie sowie die Auswirkungen des Bürgerkrieges in der Tigray-Region konnten die Schüler:innen kontinuierlich unterrichtet und gut versorgt und betreut werden. Ihnen wurde unter anderem die Gebärdensprache nähergebracht sowie in Berufsvorbereitungskursen praktische Fertigkeiten wie Nähen und Holzverarbeitung. Durch die Schulung von Lehrkräften aus anderen Regionen Äthiopiens konnten auch außerhalb von Hossana die Bildungschancen und somit auch die Zukunftsaussichten der Kinder und Jugendlichen mit Hörbehinderung verbessert werden. sh
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Afrika - Hossana
Christoffel-Blindenmission (CBM)
Herbstfreizeit der Paul-Dohrmann-Schule
Inklusion

Herbstfreizeit der Paul-Dohrmann-Schule

Die Paul-Dohrmann-Schule ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“ im Dortmunder Stadtteil Scharnhorst. Aktuell werden an der Schule rund 200 Schüler:innen der Klassen 1 bis 10 unterrichtet. Im Herbst 2021 verabschiedete der Bund die Maßnahme „Corona-Auszeit für Familien“. Hierbei wird Familien mit geringem Einkommen und Familien mit Kindern oder einem Elternteil mit einem Behindertengrad von mindestens 50 bis zu 90% eines Aufenthaltes in einer Familienbildungsstätte an Unterkunft und Verpflegungskosten erstattet. Nicht wenige Schüler:innen stammen aus Familien, die es aufgrund finanzieller und/oder psychischer Faktoren nicht schaffen, aus ihrem Umfeld herauszukommen und Ausflüge, Urlaub etc. zu machen, wodurch ihr Weltbild sehr eingeschränkt wird. Die Schulsozialarbeiterin Nicole Kretschmer der Paul-Dohrmann-Schule sah durch die Maßnahme des Bundes eine Möglichkeit geschaffen, den betroffenen Familien eine dringend benötigte Auszeit zu ermöglichen. Nachdem speziell bei diesen Familien Werbung für die Maßnahme gemacht wurde und klar war, dass die Organisation und Begleitung während der Freizeit durch Frau Kretschmer abgedeckt waren, gab dies vielen die nötige Sicherheit, sich anzumelden. Ein passender Kooperationspartner fand sich in der Bildungsstätte in Scharbeutz-Klingberg an der Ostsee. Wegen des starken Anstiegs der Preise nach Beginn des Ukrainekriegs war für viele Familien trotz der finanziellen Unterstützung durch das Programm des Bundes die finanzielle Belastung zu hoch, weshalb es nach den Sommerferien so schien, als würde die Freizeit an dieser Belastung scheitern. Durch die Übernahme der Kosten für die Anreise, Ausflügenvor Ort und die Kurtaxe durch die ProFiliis-Stiftung konnte es dann aber am 1. Oktober 2022 doch losgehen und acht Familien samt Frau Kretschmer machten sich auf den Weg an die Ostsee. Trotz einiger Widrigkeiten (verspätete Züge, schlechte Anbindung an den ÖPNV vor Ort und einigen Krankheitsfällen) hatten alle Beteiligten eine gute Zeit vor Ort mit vielen Attraktionen. Natürlich musste der Strand vor Ort erkundet werden, aber auch ein Ausflug nach Lübeck sowie der Besuch der Ostsee-Therme standen auf der Agenda. Das Highlight für die Kinder war zweifelsohne der Besuch im Freizeitpark, den alle sehr genossen haben. Das Fazit von Frau Kretschmer lautet: „Ein richtiges Abenteuer! Die Zeit insgesamt fanden alle Teilnehmer als sehr schön und bereichernd. Auch wenn sie sich in der Praxis nicht als entspannte "Auszeit", sondern als eine bewegte "Rauszeit" entpuppte. Aber die Gemeinschaft, das Bekocht-werden und die vielen Eindrücke und Gesprächehaben viele zum Nachdenken über ihre Situation angeregt. Die Kinder waren sehr glücklich. Siewünschten sich eine Verlängerung für immer!“ sf
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Dortmund - Scharnhorst
Paul-Dohrmann-Schule
Online Trauerangebot des Leuchtturm e. V.
Lebenshilfe

Online Trauerangebot des Leuchtturm e. V.

Der Tod gehört zum Leben dazu. So logisch diese Tatsache auch ist, so schwer ist der Verlust eines geliebten Menschen, wenn der Tag dann gekommen ist, zu begreifen und zu ertragen. Nicht wenige sind mit ihren Emotionen überfordert und wissen nicht, wie sie mit dem Verlust umgehen sollen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche kann der Tod eine Herausforderung sein, der sie sich alleine nicht gewachsen fühlen. Der Verein Leuchtturm e. V. in Schwerte ist ein Beratungszentrum für Kinder, Jugendliche und Familien, die einen nahestehenden Menschen verloren haben und unterstützt dabei, den Verlust “gesund” ins Leben zu integrieren. Die pädagogischen Angebote in Form von Einzelbegleitung oder der Begleitung in Gruppen bieten den Betroffenen einen sicheren Ort für Gefühle und Fragen.In der Solidarität mit anderen, die Ähnliches erlebt haben, finden sie Hoffnung und Strategien, das Leben trotz des Verlustes gut zu meistern. Die Coronapandemie hat die analogen Angebote des Vereins jedoch weitestgehend eingeschränkt, was es für die Betroffenen besonders schwer gemacht hat. Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist eine zuverlässige Unterstützung in der schweren Zeit jedoch unverzichtbar. Also musste eine kreative Lösung her, die möglichst unverzüglich Hilfe und Versorgung bietet. So riefen die Verantwortlichen des Vereins bereits im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 Beratungsformate in Form von Onlinetrauerbegleitungen ins Leben, um mit den Kindern und Jugendlichen im Kontakt zu sein und zu bleiben. Die beiden Websites „Leuchtturm4kids“ und „Leuchtturm4you“ bietet den Betroffenen altersentsprechende digitale Plattformen und Zugänge, um Hilfe in der Trauer zu finden. Das Prinzip „Leuchtturm4kids“: Hier finden die Kinder verlässliche Ansprechpartner:innen, bei denen sie sich nach einer kurzen Registrierung auf Wunsch anonym oder mit ihrem Namen per Mail melden können, um über ihren Verlust zu sprechen. Wenn die Kinder möchten, können sie auch einen Termin zum persönlichen Austausch vereinbaren, oder es bei einem Austausch per Mail belassen. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere digitale Angebote. Zum einen die digitale Gedenkseite „Remember4kids“, auf der die Kinder einen digitalen Luftballon mit ihrer Herzensbotschaft an die verstorbene Person in den Horizont schicken können. Zum anderen gibt es noch die „Schatzkiste“, um die sich rundherum Meeresbewohner:innen befinden, die Mutmachsprüche und aufmunternde Zitate bereithalten. Das Prinzip „Leuchtturm4you“: Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche, die eine nahestehende Person verloren haben. Unter dem Motto #gemeinsamstatteinsam werden die Hilfesuchenden kostenlos und auf Wunsch anonym unterstützt. Nach einer kurzen Registrierung kann der Mailaustausch dann auch schon starten. Neben zertifizierten Trauerbegleiter:innen gibt es hier auch die Möglichkeit, sich mit sogenannten „Peers“ auszutauschen. Das sind gleichaltrige, die ebenfalls schon Trauererfahrungen gemacht haben und sich somit gut in die Jugendlichen hineinversetzen und sie unterstützen können. Neben dem Mailangebot gibt es auch für die Jugendlichen weitere digitale Angebote, die sie kostenfrei nutzen können. Zum einen die Leuchtturm-Flaschenpost, in der sie wertvolle Tipps für ihr Selfmanagement finden. In kleinen „Herzensbotschaften“ finden sich „Mut-Mach-Botschaften“, die die Jugendlichen entdecken und für sich nutzen können. Auch gibt es für die Jugendlichen eine virtuelle Gedenkstätte: auf der Seite „Do-You-Remember“ können sie ganz persönliche Erinnerungen für den verstorbenen Menschen anlegen. Für die Peers des Angebotes „Leuchtturm4you“ ist die Auseinandersetzung mit dem belastenden Thema Tod nicht immer einfach. Um ihnen gute Hilfen an die Hand zu geben, wie sie mit den Geschichten der Betroffenen besser umgehen können, nehmen sie regelmäßig an Schulungen und Supervisionen teil. Die Kosten hierfür übernimmt die ProFiliis-Stiftung für ein Jahr. sf
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Europa
Leuchtturm e. V.
100.000,- Euro für den Neubau von 5 Klassenräumen in zwei Schulen in Bolivien
Humanitärhilfe

100.000,- Euro für den Neubau von 5 Klassenräumen in zwei Schulen in Bolivien

Ein gelungenes Beispiel für ein effizientes Co-Funding Nach einer etwas mehr als 1jährigen Bauzeit konnten die beide Schulgebäude im 2. Halbjahr 2021 fertiggestellt und eingeweiht werden. Bevor wir auf die Einzelheiten des Projektes eingehen, möchten wir das von World Vision Mitarbeitern unter Einbeziehung von Schüler:innen, der Schulleiterin, Verantwortlichen aus der kommunalen Verwaltung und Eltern erstellte Video zum Anschauen empfehlen. Es spiegelt auf recht eindrucksvolle Weise den geschaffenen Mehrwert und Nutzen für die Menschen vor Ort wider - hier bezogen auf das Teilprojekt in Guasuigua. Ganz bestimmt sind die Inhalte in ähnlicher Weise auch auf das 2. Teilprojekt in Cuevo übertragbar. Mehr dann zu Hintergründen,Finanzierung und Entwicklung des Projektes weiter unten. Zunächst noch einmal ein Blick zurück: Ausgangslage im Oktober 2020 Das Bildungszentrum El Arenal befindet sich in der Gemeinde Cuevo im Süden Boliviens. 90 % der Einwohner gehören zum Volk der Guaraní, das im Kolonialismus zum Teil von Vertreibung und Ausbeutung durch die Kolonialisten betroffen war. Heutzutage lebt ein Großteil der Guaraní verstreut in mehreren Ländern Südamerikas in kleinen Gemeinschaften, in denen viele Familien problematischen Lebensbedingungen ausgesetzt sind. Auch in der Gemeinschaft in Arenal herrschen schwierige Bedingungen, da sie sich vorwiegend über landwirtschaftliche Produktion auszeichnet, obwohl die klimatischen Gegebenheiten hierfür schwierig sind: Auf Grund der Anfälligkeit des Bodens für große Trockenheit kann der Anbau von ausreichend Nahrung nicht verlässlich gewährleistet werden. Generell sind die wirtschaftlichen Erträge sehr gering und somit auch die sozioökonomischen Bedingungen der Familien. Viele Kinder und Jugendliche können zu Hause nicht angemessen ernährt werden. Trotz dieser Erschwernisse wächst die Bevölkerung stetig und somit auch die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die beschult werden müssen. Da Arenal das einzige Bildungszentrum im Umkreis ist, das Unterricht für die Sekundarstufe sowie die Unterbringung der Schüler:innen in einem Internat anbietet, ist es auch Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche aus Nachbargemeinden. Um all diesen Schüler:innen angemessenen Unterricht sowie den Zugang zu kostenloser Schulspeisung zu ermöglichen, muss das Bildungszentrum dringend erweitert werden. Auf Grund der Corona-Pandemie ist der Schulbetrieb aktuell unterbrochen und es kann kein adäquater Ersatz angeboten werden. Den Schüler:innen wird also zum einen ihr Recht auf Bildung genommen, zum anderen ist die angemessene Ernährung der Kinder und Jugendlichen weiter gefährdet. Die Kluft zwischen Schüler:innen in der Stadt und auf dem Land sowie von privaten und öffentlichen Bildungsinstitutionen wird so weiter vergrößert. Es muss also nicht nur mehr Raum für immer mehr Lernende, sondern auch die Möglichkeiten für „Fernunterricht“ oder andere adäquate Bildungseinheiten geschaffen werden. Rund 75 Kilometer entfernt von Cuevo liegt die GemeindeGuazuigua Cruce, deren Einwohner:innen mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Auch hier ist ein Ausbau der Schule dringend notwendig. Projekt Seit Oktober 2020 werden in Cuevo dreiund in Guazuigua Cruce zwei neue Klassenzimmer gebaut, die mit Möbeln und pädagogischem Material ausgestattet werden. Außerdem werden die Räume technologisch ausgerüstet und Multimedia-Geräte zur Verfügung gestellt. Beim Bau der neuen Klassenzimmer wird darauf geachtet, dass dort Regeln im Kontext der Corona-Pandemie eingehalten werden können. Ferner werden barrierefreie Sanitäranlagen sowie in Cuevo außerdem ein Spielplatz errichtet. Auf diese Weise soll den 279 Schüler:innen und den 24 Lehrer:innen eine angemessene und gesundheitlich unbedenkliche Lern- und Lehrumgebung geboten werden, in der die Kinder und Jugendlichen ihre kognitiven und sozialen Kompetenzen erweitern können. Um die Nachhaltigkeit der Erweiterung des Bildungszentrums sicherzustellen, werden die Gemeinden Cuevo und Guazuigua Cruce in die Baumaßnahmen involviert. So steuern die Gemeinden einen finanziellen Eigenanteil bei und bieten technische Unterstützung. Außerdem werden lokale Materialen und Arbeitsleistungen einbezogen. Des Weiteren werden die örtlichen bildungspolitischen Behörden, die Elternvertretungen und Unterstützungseinrichtungen in Projektplanung und -umsetzung eingebunden. Durchgeführt wird das geschilderte Projekt vonWorld Vision; einem international tätigen Hilfswerk mit den Schwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaft. Die Organisation setzt sich weltweit für Kinder und Familien (unabhängig von Religion, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht etc.) ein, um deren Lebensbedingungen zu verbessern und Armut und Ungerechtigkeiten zu bekämpfen. Finanzierung Schon seit vielen Jahren unterstützt die ProFiliis-Stiftung World Vision einmal jährlich bei der Durchführung eines Projektes in den sogenannten Entwicklungsländern. In vorliegenden Fall handelt es sich jedoch um eine ganz besondere Unterstützung: Die Mitglieder der Erbengemeinschaft Hilde Schmidt-Häbel, die vier Geschwister Ortrud Haas, Anette Hlupic, Martin und Michael Häbel,kamen mit dem Wunsch auf ProFiliis zu, 50.000,- Euro aus dem Nachlass ihrer kinderlosen Tante für ein karitatives Kinder- und Jugendprojekt zu spenden und baten ProFiliis um Vorschläge für ein geeignetes Projekt. Gemeinsam entschied man sich im Verlauf dann für die beiden bolivianischen Schulbau-Projektevon World Vision. Um eine noch höhere Wirkung der großzügigen Spende der Erbengemeinschaft zu erzielen hatte ProFiliis schon früh im Prozess angeboten, die Zuwendung der Erbengemeinschaft aus eigenen Mitteln zu verdoppeln, sodass nun insgesamt100.000,- Eurofür das Bildungszentrum El Arenal in Bolivien zur Verfügung gestellt werden konnten. Mit diesen Mitteln sollten 2 Schul-Gebäude mit insgesamt 5 Klassenräumen, sanitärenAnlagen sowie ein Spielplatz in zwei Gemeinden einer ländlichen Regionerbaut werden sowie Möbel, Multimedia-Geräte, didaktisches Material sowie Material für COVID-19-Maßnahmen für zwei Schulen angeschafft werden. Projektverlauf: Update 12/2020: DieVereinbarungen mit der Stadtverwaltung von Cuevo sind getroffen worden. Die Gemeinde hat die Kostenübernahme für die Sanitäranlagen sowie eine Kostenbeteiligung anMöbeln, audiovisuellem Material und COVID-19 Maßnahmen/Material zugesichert.Die Ausschreibungen für die Bauarbeiten wurden landesweitveröffentlicht. sh Update 02/2021: Nachdem wir im vorigen Update berichten konnten, dass die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen laufen, hat inzwischen in Cuevo eine Firma den Zuschlag bekommen. Es gab bereits einen ersten technischen Besuch gemeinsam mit der Bauaufsicht der Gemeinde. Nach aktueller Planung soll der Bau bis Ende April abgeschlossen sein. sh Update 03/2021: In Cuevo hat sich im letzten Monat Einiges getan: Die Fundamente für die neuen Klassenräume wurden errichtet. Außerdem hat die Baufirma damit begonnen, die Mauern gemäß dem vorgelegten Ausführungsplan hochzuziehen. (s. Fotos). In Guazuigua kommt es leider zu Verzögerungen. Im März fanden dort regionale Wahlen statt, die einen Wechsel der Leitung der Gemeindebehörde zur Folge hatten. Die Entscheidung, ob sich die neuen Verantwortlichen an dem Bau der neuen Klassenräume beteiligen, stand zunächst aus. Inzwischen wurden die entsprechenden Vereinbarungen aber unterzeichnet. Bei einem Besuch der Baustelle wurde das Projekt in diesem Zusammenhang durch die nun Zuständigen überprüft. Es wurde entschieden, zusätzlich einen Begrenzungszaun zu errichten, um einen sicheren Aufenthaltsort für die Kinder zu schaffen. Die Gemeinde übernimmt den Bau des Zauns. sh Update 04/2021: In Cuevo ist der Bau der beiden Klassenräume inzwischen zu mehr als 50 % abgeschlossen. Die Bauaufsicht wird durch eine zuständige Peson der Gemeinde sicher gestellt, um die Bauqualität zu erhalten. Außerdem wird die Einrichtung der Klassenräume bereits vorbereitet: Multimedia-Geräte werden angeschafft und Anträge zur Beschaffung von Stühlen und Tischen gestellt. Auch didaktische Materialien sowie infektionsvermeidende Vorrichtungen und Materialen gegen COVID-19 wurden angeschafft. Nachdem es in Guazuigua zuletzt zu Verzögerungen beim Bau der drei Klassenräume gekommen ist, kann der Projektfortschritt inzwischen mit rund 20 % angegeben werden. Inzwischen liegen World Vision die Genehmigung des Schul-Ausbaus und der Zusatzfinanzierung für den Begrenzungszaun (s. Update 03/2021) durch die Gemeindevertretung vor. Ein Bauplan zu dem geplanten Projekt wurde erstellt und mit der Bevölkerung geteilt. Insbesondere der Zaun, der die Sicherheit der Kinder in der Schule gewährleisten soll, trifft auf große Zustimmung. Das technische Komitee des Projektes prüft aktuell die Ausschreibungsunterlagen für die Baufirma. sh Update 05/2021: Das Bauvorhaben der beiden neuen Klassenräume in Cuevo ist inzwischen zu 90 % abgeschlossen. Dieser Fortschritt ist vor dem Aspekt der Corona-Pandemie sowie zeitweise sehr schlechtem Wetter mit starken Regenfällen sehr zufriedenstellend. Die im April gestellten Anträge zur Anschaffung von Stühlen, Tischen und weiterer Ausrüstung sowie von didaktischem Material und Hygienebedarf mit Blick auf COVID-19 wurden genehmigt. Außerdem fanden Koordinations- und Arbeitstreffen mit der Direktion des Bildungszentrums statt, bei denen Maßnahmen zur Instandhaltung der Klassenräume besprochen wurden. In Guasuigua konnte der Auftrag zum Bau von drei neuen Klassenräumen inzwischen an ein Bauunternehmen vergeben werden. Gemeinsam mit der Gemeinde wurde das Grundstück, auf dem die Klassenräume entstehen sollen, gereinigt und verdichtet. Der Gemeinde wurde das Bauunternehmen vorgestellt und es wurde ein leitender Techniker aus der Gemeinde bestimmt, der die Arbeiten überwachen wird. Das Bauunternehmen hat die Arbeit vor Ort aufgenommen. Außerdem wurde die Beantragung zum Kauf von Stühlen, Tischen und weiteren Möbeln vorbereitet. Es fanden mehrere Gespräche u. a. mit kommunalen Behörden statt, um die Ausführung des Projektes sicherzustellen. sh Fertigstellung der Schulgebäude im 2. Halbjahr2021: Beide Bauvorhaben konnten im Laufe des 2. Halbjahres 2021 erfolgreich abgeschlossen und eingeweiht werden. Nachfolgend Detailinformationen,auszugsweise aus den von World Vision bereit gestellten Abschlussberichten zu den beiden Projekten: 1. Neubau von 3 Klassenzimmern in der Gemeinde Guasuiga Das Projekt "Guasuiga" befindet sich in der Gemeinde Guazuigua Cruce, einer ländlichen Gegend des Munizips Camiri, im süd-östlichen gelegenen Tiefland von Bolivien. Bis zur Hauptstadt des Departments Santa Cruz sind es 295 Km. Das Projekt leistet durch den Bau von 3 neuen Klassenzimmern einen Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur und damit den Lernbedingungen der Schule in Guazuigua Cruce. Es fördert effizientere Lehr- und Lernprozesse und trägt durch die Einrichtung der Klassenräume mit Möbeln, die Lehr- und Lernmaterialien und die Ausrüstung von IT-Klassenzimmern mit Multimedia-Geräten, zu einer besseren Bildungsqualität bei. Mit den von ProFiliis und der Erbengemeinschaft bereit gestellten Mitteln wurden drei Klassenräume sowie ein den Schulhof umgebender Sicherheitszaun errichtet. Außerdem wurde didaktische Ausrüstung beschafft, um eine angenehme und geeignete Schulumgebung für das Lernen der Kinder, besonders in der Primarstufe zu ermöglichen. 168 Schüler von Grundschule bis Sekundarstufe in Guasuigua Cruce können damit ihre kognitiven und sozialen Bildungsaktivitäten in geeigneten Lernumgebungen und mit angemessenen Lehrmaterialien steigern. 15 Lehrer profitieren ebenfalls von den verbesserten pädagogischen Lehrbedingungen an der Schule. Eltern und örtliche Behördenvertreter wurden in ihren Managementkapazitäten für die Verwaltung des örtlichen Bildungsangebotes gestärkt Die wichtigsten Einzel-Maßnahmen im Überblick: Bau und Abnahme der gesamten Infrastruktur am 27. September 2021 Anschaffung von Computern und audiovisuellem Material zur Unterstützung des ITKlassenraumes Beschaffung von Stühlen, Tischen, Vitrinen und Regalen für jeden Klassenraum Bereitstellung von Büchern und didaktischem Material (z.B. Karten) für den Unterricht Pulte für Lehrer und Schüler sowie Kameras zur Sicherheitsüberwachung und Schutz der Schüler, Erwerb von Farbe und anderem Material zur Instandsetzung des Multifunktionsplatzes für Sport und kulturelle Aktivitäten Beschaffung von Projektoren und Lautsprechern zur Unterstützung von Bildungs- und Gesundheitsinformationsveranstaltungen für die ganze Gemeinde Maßnahmen zur Bekämpfung der Auswirkungen der Pandemie (Materialien zur Infektionsvermeidung, zum Händewaschen und Hygienesets für die Kinder). Schulungen zu korrekten Hygienepraktiken wie regelmäßiges Händewaschen mit der Einrichtung von mehreren Reinigungsörtlichkeiten in der Schule zur Vermeidung von Covid 19 Mit den Mitteln des Saldos wurden zusätzliche Bücher für die Lerndubs innerhalb der Schule gekauft sowie Schreib- und Büromaterial für den Unterricht. 2. Neubau von 2 Klassenzimmern in der Gemeinde Cuevo Das Projekt "Cuevo" befindet sich in der Gemeinde Cuevo (Provinz Cordillera) im Süden des Departments Santa Cruz, etwa 70 km von der Provinzhauptstadt Camiri entfernt. Ziel des Projektes war die Schaffung von guten und hygienischen Lernbedingungen durch eine Verbesserung der schulischen Infrastruktur in Zusammenarbeit mit der. Gemeinde durch unterstützende kommunale Investitionen (Finanzressourcen und technische Unterstützung). Erreichte Projektergebnisse: Es wurden zwei Klassenräume sowie eine barrierefreie Sanitäranlage mit Toilettenblocks gebaut, entsprechend den technischen Vorgaben des Bildungsministeriums und angepasst an die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung. Außerdem wurde technische Ausrüstung beschafft, um eine angenehme, geeignete und inklusive Schulumgebung für das Lernen der Kinder in der Grund-, Primar- und Sekundarstufe zu ermöglichen. Davon haben 132 Schüler sowie 12 Lehrer profitiert. Die Schüler können nun ihre kognitiven und sozialen Kompetenzen in einem angemessenen Umfeld und mit pädagogisch angepassten Materialien stärken, und für die Lehrer verbessert die Bereitstellung dieser Ressourcen ihre Lehrkompetenz. Des Weiteren wurde die institutionelle Zusammenarbeit, zwischen den Vertretern der lokalen Bevölkerung der Guarani, der Gemeindeverwaltung Cuevo und der Hauptverwaltung in Camiri gestärkt. Die Beteillgung der Begünstigten an der Durchführung des Projekts und die Schulung der Eltern in respektvollen Erziehungspraktiken und zur Verantwortlichkeit beim Schutz und der Förderung ihrer Kinder, war ein weiterer Aspekt zur Förderung des Kindeswohls. Die Gemeinde EI Arenal beteiligte sich außerdem mit dem Bereitstellen von lokalem Material und Arbeitsstunden. Darüber hinaus wurden die Schulrichtlinien der zuständigen Bildungsbehörden zusammen mit den Elternvertretungen berücksichtigt, um nach Abschluss des Projektes die zukünftige Instandhaltung, Ausrüstung und das ordnungsgemäße Funktionieren des Schulzentrums zu gewährleisten. Die wichtigste Maßnahmen im Überblick: Bau und Abnahme der gesamten Infrastruktur am 23. Juni 2021 Kauf von Stühlen, Tischen und Ausrüstung für die Bildungseinheit von EI Arenal Bereitstellung von Büchern und didaktischem Material für den Unterricht Maßnahmen zur Bekämpfung der Auswirkungen der Pandemie (Materialien zur Infektionsvermeidung, zum Händewaschen und Hygienesets für die Kinder). Anschaffung von audiovisuellem Material zur Unterstützung des IT-Klassenraumes für 864€.Das Munizip Cuevo kam für den Rest des audiovisuellen Materials auf. Mit den frei gewordenen Mitteln wurde zusätzliches Material angeschafft: zusätzliche Bücher für die Lernclubs innerhalb der Schule, Schreibmaterial zur Unterrichtsgestaltung, zusätzliches Material für Infektionsschutz das zusammen mit Sensibilisierungsmaterialien zur Vermeidung von C-19 verteilt wurde. zusätzliches technisches Equipment (Projektoren, Lautsprecher) zur Unterstützung von Bildungs- und Gesundheitsinformationsveranstaltungen für Kinder und Jugendliche
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40 Laptops für ukrainische Schüler:innen
Lebenshilfe

40 Laptops für ukrainische Schüler:innen

Computer und Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken: Nachrichten schreiben über verschiedene Messenger-Dienste, mal eben schnell die Wettervorhersage prüfen oder auch Einkäufe tätigen. All das ist mit wenigen Klicks erledigt. Darüber hinaus bietet das Internet Zugang zu umfassenden Informationen zu nahezu jedem Thema. So nimmt die Nutzung digitaler Medien auch im Kontext Lernen einen immer höheren Stellenwert ein. Neben zahllosen „Tutorials“ zu nahezu jeder Fragestellung und digitalen Workshops diverser Anbieter existieren auch verschiedene Angebote zum Lernen von Fremdsprachen. Zudem spielt das Internet auch im sozialen Leben eine immer größere Rolle: Kommunikation findet über soziale Netzwerke statt, in Foren aller Art können sich Interessierte zu einem speziellen Thema finden und austauschen, über das Hochladen von Fotos lassen sich Einblicke in das eigene Leben teilen. Schon für Kinder und Jugendliche ist der Zugang zu digitalen Medien heutzutage demnach sehr wichtig. An dieser Stelle setzt der Förderverein „Das macht Schule“ an und möchte ukrainischen Kindern und Jugendlichen, die vor dem Angriffskrieg geflohen sind und nun in Deutschland eine Schule besuchen, Laptops bereitstellen. Die Schüler:innen kennen digitales Lernen aus ihrer Heimat und können die Geräte nutzen, um über Lern-Plattformen Deutsch zu lernen. Außerdem können sie über soziale Netzwerke Kontakt sowohl zu Freund:innen aus der Heimat als auch zu den neuen Mitschüler:innen aufnehmen bzw. halten. Auf diese Weise werden die Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, sich in ihrer neuen Lebenssituation zurecht zu finden. Insbesondere der Spracherwerb stellt einen wichtigen Bestandteil erfolgreicher Integration dar. Ein interessanter Fakt bei diesem Projekt ist die Tatsache, dass es sich bei den Laptops um refurbished Produkte handelt, das heißt, dass ausrangierte Geräte (in diesem Fall ausschließlich dienstlich genutzt) professionell bereinigt und generalüberholt wurden, sodass sie wieder einsatzbereit sind. So kann also absolut ressourcenschonend und im Sinne des UmweltschutzesHilfe geleistet werden. Im Juli 2022 kam „Das macht Schule“ auf ProFiliis sowie die Wilo Foundation zu, da 40 ukrainischen Kindern und Jugendlichen, die nun in Dortmund leben und zur Schule gehen, Laptops zur Verfügung gestellt werden sollten. Gerne sagte ProFiliis finanzielle Förderung zu: „Unsere Intention,diese Aktion finanziell mit zu ermöglichen, war, ein deutliches Zeichen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und dessen Folgen zu setzen und Flüchtlingskindern direkt zu helfen. "Das macht Schule" war hierfür der optimale Partner, da hier gebrauchterHardware nachhaltig ein zweites Leben geschenkt wird“, so Thomas Schieferstein. Auch die Wilo Foundation sagte Hilfe zu und beide Stiftungen unterstützen das Projekt mit jeweils 5.500,- Euro. Die Vertreter:innen von „Das macht Schule“ kümmern sich um den Einkauf der Laptops, die Auswahl der Schüler:innen und die Verteilung der Laptops an den entsprechenden Dortmunder Schulen. Gemeinschaftlich werden so 40 Schüler:innen, die vor Krieg und Zerstörung aus ihrer Heimat fliehen mussten, in ihrem Lernen und Leben sowie ihrer Integration in Deutschland unterstützt: „Die Laptops werden gezielt im DaZ-Bereich (Anm.: Deutsch als Zweitsprache) eingesetzt, um Kinder, die noch über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen, individuell beim Deutschlernen zu unterstützen und zu fördern“, berichtet Oliver Schönborn, der als Lehrer an der Bach-Grundschuletätig ist, an der nun 18 ukrainische Kinder mit Laptops ausgestattet werden konnten. Zum Hintergrund: Die gemeinnützige Organisation Das macht Schule mit Sitz in Hamburg hat es sich zum Ziel gesetzt, Lehrkräfte darin zu unterstützen, Schüler:innen nicht nur den Schulstoff nach Lehrplan zu vermitteln, sondern ihnen getreu dem Motto „für’s Leben lernen“ alltagsnahe Kompetenzen nahezubringen. In diesem Sinne erhalten Lehrer:innen Hilfestellungen, um Projekte umzusetzen, die den Schüler:innen aktive Teilhabe und den Erwerb neuer Erfahrungen und Kompetenzen ermöglichen sowie Hilfe zur Selbsthilfe darstellen. Das macht Schule ist deutschlandweit tätig. sh
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Dortmund
Das macht Schule Förderverein e. V.
[U25] Online-Suizidprävention
Lebenshilfe

[U25] Online-Suizidprävention

In Deutschland nimmt sich durchschnittlich alle 56 Minuten ein Mensch das Leben. Das sind in Summe mehr Menschen, als durch Drogen, Verkehrsunfälle und HIV zusammen sterben. Durchschnittlich lässt jede:r dieser Menschen sechs Angehörige zurück. * Nach wie vor ist Suizid ein großes Tabu-Thema in der Bevölkerung. Die Menschen sind oftmals allein gelassen mit ihren Sorgen, wissen nicht, wem sie sich anvertrauen können, da Vorurteile den Dialog erschweren. Freunde und Verwandte, denen ein solcher Gedanke offenbart wird, sind oftmals vollends mit der Situation überfordert, wissen nicht, ob sie mit jemand anderem darüber sprechen oder versuchen sollen, das Problem des Gegenüber kleiner zu reden. Knapp 15 % der Suizidfälle in Deutschland wird von jungen Menschen begangen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Eben für diese Gruppe gefährdeter Menschen wurde das Beratungsangebot von [U25] ins Leben gerufen. Ein sogenanntes „Help-Mail-System“ bekommen die Hilfesuchenden bis 25 Jahre in akuten Krisen kostenlose, anonyme und zeitlich unbegrenzte Unterstützung via Mail. Besonders hierbei ist, dass die beratenden Personen (sogenannte Peers) selbst zwischen 16 bis 25 Jahre alt sind. Die Peers werden vor ihrem Einsatz 3 – 6 Monate geschult und engagieren sich ehrenamtlich in dem Projekt. Im Austausch via Mail kann so über Sorgen und Ängste der zu beratenden Personen gesprochen werden, im Hintergrund tauschen die Peers sich in Fallbesprechungen mit dem Fachpersonal von [U25] aus. ProFiliis unterstützt die komplette Maßnahme im Jahr 2019 mit finanziellen Mitteln in Höhe von 10.400, - Euro. *UPDATE 12-2019* Knapp 140 junge Menschen suchten im vergangenen Jahr Hilfe und Unterstützung bei [U25], insgesamt 21 Peers begleiteten die jungen Menschen in dieser Zeit per Mail. Um die Suizidprävention auch im Jahr 2020 anbieten zu können, hat die ProFiliis-Stiftung zugesagt, das Projekt auch in diesem Jahr mit finanziellen Mitteln in Höhe von 11.000, - Euro zu unterstützen. sf *UPDATE 12-2022* Bereits 4 Jahre unterstützt ProFiliis nunmehr die [U25] Online Suizid-Beratung, Dortmund. Nach einer langen durch dieCovid-Pandemie verursachten Durststrecke konnten sich die Peers, also diejenigen jungen, reinehrenamtlich tätigenMitarbeiter, die hilfesuchenden suizidgefährdeten Jugendlichen per Mail als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und sie bei der Bewältigung ihrer Probleme unterstützen, erstmalig wieder in Präsenz treffen und sich austauschen. Von [U25] wurde zusätzlich zu den aus den vergangenen Jahren gewohnten Kosten auch die Übernahme der Kosten für ein Peer-Wochenende beantragt, was ProFiliis sehr gerne zugesagt hat, weil einsichtig ist, wie wichtig der Austausch der jungen Helfer untereinander ist, und die Peers nach 2 Jahren Video-Conferencing nun endlich einmal als Dank für Ihren unentgeltlichen Einsatz in den Genuss eines Highlights in Präsenz kommen sollten. Insgesamt 10.725,- Euro inklusive der Kosten für ein Peer-Wochenende wurden [U25] daherfür 2022 zugesagt. Bzgl. des Veranstaltungsortes fiel die Wahl auf den Bauernhof eines Peer-Gruppenmitglieds. Die Fotos zeugen von entspannten, aber auch für inhaltliche Arbeit und den Austausch in derSache genutzten Tagebei bestem Wetter, von denenalle Peers sicherlich noch lange schwärmen werden. Bleibende Eindrücke und Erlebnisse mit den Tieren des Hofes waren genauso angesagtwie Teambuilding durch gemeinsames Werken und der Herstellung toller Holzbänkeodereinmal unverbindlich in die Rolle eines Landwirt schlüpfen und Traktor oder Mähdrescher fahren: Wir von ProFiliis freuen uns mit den Peers über dieses tolle Wochenende, welches sich die jungen Leute durch Ihre vorbildliche Arbeit auch in schwierigen und isolierten Zeiten mehr als verdient haben, und möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für ihren engagierten Einsatz bedanken. Unsere Ansprechpartnerin bei [U25], Christin Triebkorn hat einen Sachbericht für die [U25]-Arbeit im Kalenderjahr 2022 erstellt, der im Anhang eingesehen werden kann.
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Dortmund - gesamt
[U25] Online-Suizidprävention Dortmund, angebunden an den SkF e. V.
Konsumwandel – Wir können auch anders!
Kultur

Konsumwandel – Wir können auch anders!

Eines der präsentesten gesellschaftlichen Themen ist in den vergangenen Jahren der Klimawandel. Zu lange wurden Warnungen aus der Wissenschaft ignoriert und wenig verantwortungsbewusst mit den Ressourcen der Erde gewirtschaftet. Auf politischer und wirtschaftlicher Ebene fehlt es weitgehend an ausreichend umfassenden Klimaschutzmaßnahmen, sodass das Verhalten jeder einzelnen Privatperson eine große Bedeutung hat: Wie kann ich meinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein halten? Wie kann ich dazu beitragen, dass Deutschland in einem Jahr nicht viel mehr Ressourcen verbraucht als die Erde im gleichen Zeitraum bereithält? Ein zentraler Aspekt bei diesen Fragestellungen ist unser Konsumverhalten in quasi allen Bereichen: Lebensmittel, Technik, Mobilität, Mode,… Hier setzt die Wanderausstellung „KonsumWandel – Wir können auch anders!“ an, die von dem gemeinnützigen Verein Vamos e.V. Münster konzipiert wurde und vom 12. Juni bis zum 29. August 2021 im mondo mio! aufgebaut war. Ziel der Ausstellung ist es, den aktuell hier vorherrschenden Lebensstil vieler Menschen sowie deren Konsumverhalten zu hinterfragen und Zusammenhänge zu Rohstoffabbau, Herstellungsbedingungen und globaler Gerechtigkeit zu erkennen. Schwerpunktthemen sind hierbei Wachstum, Fleisch und Elektronik/IT. „Unsere Besucher können dann der Frage nachgehen, ob die vorhandenen Ressourcen global gerecht verteilt sind und dem Thema altersgerecht begegnen“ sagt Museumsleiterin Monika Lahme-Schlenger. In der Wanderausstellung steht vielfältiges und verschiedene Altersgruppen berücksichtigendes Bildungsmaterial zur Verfügung, das die Besucher:innen dazu anregt, den eigenen Konsum zu hinterfragen. In einem Teil der Ausstellung erläutern zum Beispiel vier reale Personen ihre Sichtweise auf das Thema Ressourcenverbrauch und erklären anhand von konkreten Beispielen, wie bewusster Konsum aussehen kann. So werden direkt auch konkrete Ideen zum Wandel des Lebensstils präsentiert; beispielsweise vegetarische Rezepte zur Reduktion des Fleischkonsums. Zusätzlich zur Ausstellung wurden im mondo mio! für Schüler:innengruppen verschiedene Workshops zum Thema angeboten und für Familien ein Rahmenprogramm entworfen, in dem u. a. die Herstellung von Seife und „Samenbomben“ sowie ein Repaircafé und eine Tauschbörse geplant waren. Hier mussten bedingt durch die Coronapandemie allerdings leider einige Abstriche gemacht werden. Für das Ausleihen der Ausstellungsmaterialien, die entsprechende Versicherung, das interaktive Angebot und ergänzende Ausstellungsstücke, das Rahmenprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit sind dem mondo mio! Kosten in Höhe von rund 4.300,- Euro entstanden. Die ProFiliis-Stiftung hat die benötigten finanziellen Mittel gerne bereitgestellt: „Wir legen bei unserem Engagement besonderen Fokus auf kulturelle Bildung und unterstützen die Ausstellung daher gerne. Sie ist lebendig gestaltet, Kinder und ihre Familien können an einer Workstation selbst aktiv, mit ihren Anregungen zum Vorbild werden und sich spielerisch mit dem Thema Konsum und dessen Konsequenzen auseinandersetzen.“ (Thomas Schieferstein) Zum Hintergrund: Das Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark gehört zu den ersten Anlaufstellen im Stadtgebiet und darüber hinaus, wenn es um kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche geht. Über einen spielerischen Zugang machen sich die jungen BesucherInnen hier auf die Reise um die ganze Welt und durch die verschiedenen Epochen. Viele spannende Ausstellungsstücke und die kindgerechte Aufarbeitung auch sensibler Inhalte versprechen einen tollen Museumsbesuch. sh
Dortmund
mondo mio! Kindermuseum e. V.
Neue Roboter und mehr für die HHG Roboter AG
Bildung

HHG Roboter AG

Die Roboter AG des Heinrich-Heine-Gymnasiums besteht seit mehr als 7 Jahren und ist zueinem wichtigen Teil des Schulprofils geworden. Neben der speziellen Ausbildung voninteressierten Schüler*innen im Rahmen der MINT-Talentförderung, ist die Teilnahme amjährlich stattfindenden internationalen Wettbewerb, der World Roboter Olympiad (WRO), ein zentrales Ziel. Die AG hat in den letzten Jahren erstaunliche Erfolge erzielen können, u.a. regelmäßig erste Plätze in regionalen Wettbewerben und vorderste Plätze in der Deutschland-Qualifikation für das Weltfinale, das jährlich in wechselnden Ländern der Welt stattfindet. Der größte internationale Erfolg war 2018 in Thailand, wo die AG als eines der jüngsten unter 104 Teams aus 60 Ländern den 51. Platz erkämpfte und europaweit auf dem 10. Platz landete. Für das vom 17. - 19.11. November 2022 in Dortmund stattfindende Weltfinale der WRO bereiteten sich bei Antragstellunginsgesamt 18 Schüler*innen des HHG in 3 Teams vor. Ein Team hatte zu diesem Zeitpunktbereits den ersten Platz im Dortmunder Regionalwettbewerb gewonnen. Um weiterhin im internationalen Wettbewerb - insbesondere mit den professionell auftretenden asiatischen Teams - mithalten zu können, wurde die Anschaffung der neuen 'Mlndstorms Robot lnventor Software" benötigt, da LEGO die bisher verwendete Software 'Mindstorms EV3' aus dem Programm genommen hat. Auch die alten Spielfeldmatten mussten ersetzt und spezielle Ersatz-/Bauteile neu angeschafft werden. Last not Least wurden auch die nicht unerheblichen Teilnahmebeiträge für die Schüler von ProFiliis übernommen sowie die Kosten für 18 schicke Team-T-Shirts. Inzwischen hat auch die Deutschlandausscheidung in Chemnitz statt gefunden und dabei konnte sich das Team "HHG DuckBots" mit Tim Rimkus und Kaan Isik mit einem tollen 3. Platz unter 30 teilnehmenden Teams für das WRO-Weltfinale am 17.-19. November in Dortmund qualifizieren.Sie vertreten Deutschland nun als eines von 4 Deutschen Teams beim Weltfinale in der Kategorie "RoboMission" in Dortmund. Wir wünschen Tim und Kaan viel Erfolg und vor allem viel Spaß bei dieser spannendenHerausforderung! Update 12/2023: Die World Robot Olympiad hat zwischenzeitlich statt gefunden und wir können stolz vermelden, dass Tim und Kaan einen sehr beachtlichen 18. Platz von insgesamt 83 teilnehmenden Teams belegen konnten. Das nachfolgendeVideo zeigt eine von verschiedenen Aufgaben, die Tim und Kaan mit ihrem Roboter bewältigen mussten. ts
Dortmund - Mengede
Heinrich-Heine-Gymnasium Dortmund-Nette
Beratungs- und Betreuungsstelle für aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche Kinder
Lebenshilfe

Beratungs- und Betreuungsstelle für aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche Kinder

Die Johanniter-Unfall-Hilfe Lünen bietet im Beratungs- und Begegnungszentrum Lünen-Mitte ein Betreuungsangebot für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine an. Mit der Betreuung möchten die Johanniter die geflüchtetenKinderund Jugendlichedabei unterstützen, sich weiterhin zu entwickeln, sich in der Gemeinschaft geborgen zu fühlen sowie ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Der Schwerpunkt der Betreuung basiert auf vier Säulen: spielerisches Erlernen der deutschen Sprache, Vermittlung von Normen und Werten, Förderung des Sozialverhaltens und Vermittlung von Regeln. Durch die Betreuung sollen die Kinder gestärkt werden und somit einen guten Start in Kindertageseinrichtungen und Schulen bekommen. Es werden Spielkreise und Gruppenspiele zur Förderung der Sprache und des Sozialverhaltens sowie zum Erlernen von Regeln gemacht. Bastel- und Kreativangebote sollen Raum geben, Fantasie und Persönlichkeit zu entfalten. Die betreuenden Teams bestehen aus Fachkräften, Geflüchteten, Freiwilligen und Menschen aus anderen Kulturen. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines trauma-sensiblen, partizipativen und empowernden Unterstützungsangebotes für die geflüchteten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine und ihrer Begleitpersonen. Dies wird flankiert durch Maßnahmen, die helfen, einen hohen Grad an Autonomie und Selbstbestimmung zu ermöglichen, damit die jungen Menschen ihre Interessen so gut wie möglich eigenmächtig und selbstverantwortlich vertreten können. Die ProFiliis-Stiftung übernahm die Kosten für die Ausstattung der Betreuungsräume, für die Anschaffung diverser Spiel- und Bastelmaterialien und die Erweiterung/Anpassungder IT, z.B. zur Einrichtungeines Internetzugangesund Computer-Arbeitsplätzen. Text in Teilen übernommen aus dem Förderantrag. ts
Europa - Lünen
Die Johanniter - Lünen
Inklusive Schulbildung für Kinder in Simbabwe
Humanitärhilfe

Inklusive Schulbildung für Kinder in Simbabwe

Die Christoffel-Blindemission (CBM) hat sich vor mehr als 100 Jahren zum Ziel gesetzt, den Kreislauf aus Armut und Behinderung in den sogenannten Entwicklungsländern zu durchbrechen und für Menschen mit Behinderungen bessere Lebensqualität und Chancengleichheit zu schaffen. Bereits seit vielen Jahren unterstützt die ProFiliis-Stiftung CBM finanziell bei der Durchführung verschiedener Kinder- und Jugendprojektes in unterschiedlichen Ländern. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise Kosten für Rollstühle in Tansania, für medizinische Geräte für Augenoperationen in Kenia oder für Operationen von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in Uganda übernommen. Projektfinanzierung: Das Jahr 2021 sollte dabei ein besonderes Jahr für die beiden Kooperationspartner werden. Stiftungsvorstand Thomas Schieferstein erhielt einen unerwarteten und keineswegs alltäglichen Anruf seines langjährigen Freundes Martin Häbel, der ihn darüber informierte, dass er, gemeinsam mit seinen drei Geschwistern Ortrud Haas, Anette Hlupic und Michael Häbel, die Aufgabe übernommen hat, den Nachlassseiner kinderlosen Tante zu verwalten. Auf den Wunsch der verstorbenen Tante hin, ihr Erbe für die Förderung von Kinder- und Jugendprojekten einzusetzen, habe man sich gemeinsam dazu entschieden, 100.000, - Euro an ProFiliis zu spenden und bat um Vorschläge für ein oder mehrere geeignete Projekte in unterentwickelten Regionen der Welt.Nach einer Evaluierungsphase entschied man sich dann gemeinsam für zwei Projekte, von denen einesdas hier beschriebene Projekt „Inklusive Schulbildung für Kinder mit Behinderung in Simbabwe“ war. Bezüglich der hierfür von der Erbengemeinschaft zur Verfügung gestellten hälftigen Mittel in Höhe von rund 50.000,- Euro sagte ProFiliis eine Verdoppelung aus eigenen Rücklagen zu, so dass am Ende des Tages insgesamt 100.000,- Euro sowohl für dieses als auch das 2. Projekt zur Verfügung standen. Hintergrund: Trotz Bodenschätzen, fruchtbaren Böden und touristischem Potential (z. B. Victoriafälle) gehört Simbabwe zu den ärmsten Ländern der Welt. Politisch in der Vergangenheit fragwürdig geführt, leidet das Land auch immer wieder unter schweren Dürreperioden und anderen Umweltkatastrophen, Hungernöte und eine instabile Versorgungslage der Bevölkerung sind die Konsequenzen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen leben ca. 72 % der Menschen unterhalb der UN-Armutsgrenze. Besonders schwer getroffen davon sind Menschen mit Krankheiten und Behinderungen, die vor allem auf die unzureichende medizinische Versorgung vor Ort zurückzuführen sind. Im Land gibt es nur wenige Fachkliniken, die insbesondere für die ländliche Bevölkerung aufgrund fehlender finanzieller Mittel nahezu unerreichbar sind. Nicht selten führen Behinderungen dazu, dass die Betroffenen sowie ihre Familien gesellschaftlich ausgeschlossen werden. Das Förderprojekt: Das von ProFiliis unterstützte Projekt der Christoffel-Blindenmission richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 17 Jahren, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen haben. In Zimbabwe besuchen rund 50 % der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen keine Bildungseinrichtung, was perspektivisch dramatische Folgen für sie hat, denn ohne Bildung haben sie keine Chance, den Kreislauf aus Krankheit und Armut zu durchbrechen. Gemeinsam mit der vor Ort tätigen Partnerorganisation Jairos Jiri Association (JJA) werden im Zuge dieses Projektes drei inklusive Schulzentren in Zentral-Simbabwe ausgebaut, die gleichermaßen Kinder und Jugendliche mit Seh-, Hör- und körperlichen Behinderungen ansprechen. Konkret sind dies das „JJA Waterfalls Centre / Harare“, die „JJA Kadoma School for the blind“ und das „JJA Gweru Naran Centre / Midlands“. Konkret geförderte Maßnahmenschwerpunkte sind unter anderem: Die ganzjährige Ausstattung der drei Schulen mit Unterrichtsmaterial, Material zur Berufsvorbereitung, Gehälter der Lehrer:innen und Schulangestellten sowie Materialien und Ausstattung für Angehörige der Kinder Ausstattung und Durchführung für Aufklärungs- und Aktivierungsmaßnahmen / Elternarbeit, damit Kinder mit Behinderungen für Schulen überhaupt, eingestuft und eingeschrieben werden Bauliche Instandsetzungsmaßnahmen für Renovierung, Barrierefreiheit, Hygiene unter COVID-Bedingungen und Ausstattung des Wohnbereichs der Kinder im Internatstrakt Gesellschaftliche Netzwerkarbeit zur Besserung der Situation der Kinder und Familien, Antidiskriminierung, Mädchenföderung und Kinderschutz Gehälter für drei Schulteams, z. B. Computer-Lehrkraft, Gärtner, Krankenschwester, Koch, Braille-Spezialist, Kinderbetreuung, Sicherheitspersonal, Fahrdienste, etc. Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen detaillierter geschildert. Maßnahme 1 Zunächst einmal musste die Basisausstattung für die Schulen angeschafft werden, hierzu zählen unter anderem Schreibstifte, Papier in großen Mengen und andere Büromaterialien, Klassenbücher und Lehrbücher. Für die älteren Schüler:innen wurden ebenso notwendige Materialien sowie Werkzeuge für die Berufsvorbereitungskurse angeschafft wie beispielsweise alle erforderlichen Materialien und Metalle für Schweißerarbeiten, Holz für einfache Schreinerarbeiten oder Rohmaterialien für Waschmittelherstellung. Neue Werkzeuge und Geräte sind hierbei für den dauerhaften Einsatz gedacht. Maßnahme 2 Im Jahr 2021 wurden 63 Kinder mit Behinderungen an benachbarten Regelschulen unterrichtet. Im Vorhinein wurden die Lehrer:innen dieser Grundschulen ausgebildet und die technischen Voraussetzungen für die Zugänglichkeit der Schulen geschaffen. Die Kinder mit Behinderungen erhalten dadurch die Möglichkeit, mit Kindern ohne Behinderung in einer Klasse unterrichtet zu werden. Die Lehrkräfte an den Regelschulen werden fortlaufend durch Fachkräfte der Förderschulzentren betreut. Die Regelschulen erhalten alle notwendigen Hilfsmittel wie beispielsweise Rollstühle, Hörgeräte und Wandläufe zur Orientierung. Schulteams besuchen die Familien mit behinderten Kindern in deren Zuhause, um die Eltern zu motivieren, ihre Kinder entweder in die Regelschule oder in eines der Förderschulzentren zu schicken. Maßnahme 3 Die baulichen Instandsetzungsmaßnahmen hatten zwei Schwerpunkte: zum einen die Verbesserung der Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und Sicherheit der Gebäude. Hierfür fanden unterschiedliche Fachbesuche für die Prüfung der Bedingungen an den Schulen statt und wurden entsprechend der finanziellen Möglichkeiten und Verfügbarkeit der Materialien umgesetzt, beispielsweise der Bau von Rampen oder die Installation von Sicherheitsgeländern. Zum anderen die Renovierung und Ausstattung der Gebäude, diese fanden an allen drei Schulen statt. Zu nennen wären hier unter anderem Zimmerdecken- und Dachsanierung, Fliesen von Böden für die bessere Beweglichkeit von Kindern mit Rollstühlen, Sanierung von Kindertoiletten, Renovierung des Physiotherapieraumes etc.. Maßnahme 4 Um langfristig die Lage der Kinder mit Behinderungen in der Gesellschaft zu verbessern, ist es notwendig, dass die Schulen unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft zu aktivieren, um ein förderliches Umfeld für die Kinder zu schaffen. Wichtig hierfür sind unter anderem Aufklärung und Antidiskriminierungskampagnen, um die Vorurteile gegenüber den Kindern und deren Familien abzubauen. An den beiden Förderschulen Gweru Naran und Kadoma wurden 53 Lehrkräfte in den Themengebieten Kinderrechte, Kinderschutz und Gleichberechtigung der Geschlechter geschult, da Kinder mit Behinderung, insbesondere auch Mädchen, häufiger als andere von Missbrauch oder Misshandlung betroffen sind. Daher ist es besonders wichtig, die Lehrkräfte für die Verletzlichkeit der Betroffenen zu sensibilisieren. In Summe waren im Jahr 2021 356 Kinder und Jugendliche in den Förderschulzentren eingeschrieben. An den benachbarten, kooperierenden Regelschulen waren zusätzlich weitere 63 Grundschulkinder mit Behinderung in die Maßnahme integriert. Die genaue Aufteilung können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:
Afrika - Harare
cbm
Querwaldein „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“
Lebenshilfe

Querwaldein „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“

Einen nahestehenden Menschen zu verlieren ist für alle mit Trauer und Schmerz verbunden. Vor allem für Kinder bedeutet das, eine schwere Zeit zu durchleben. Kinder sollten deshalb nach dem Verlust einer nahestehenden Person bei ihrer Trauer unterstützt werden. Das Projekt „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“ hat sich zur Aufgabe gemacht, Kindern dabei zu helfen, mit einem solchen Verlust umzugehen. In 14-tägigen Treffen für jeweils 2 Stunden kommen sechs bis zehn Kinder ab dem 5. Lebensjahr in der Natur zusammen. Treffpunkt ist hierbei der Schultenhof in Dortmund-Hombruch. Seit August 2021 besteht die Gruppe aus einem festen Kern von sechs Kindern, welche alle ein Elternteil verloren haben. Aus dem Internetauftritt von Querwaldein e.V. : "Gemeinsam wollen wir eine besondere Zeit in der Natur erleben. Wir treffen uns alle zwei Wochen in unserem Garten am Schultenhof. Dort können wir zusammen am Feuer sitzen, schnitzen und singen oder wir ziehen in den Wald, wo wirspielen und toben, Ruhe erfahren oder unsere Geschichten miteinander teilen. Alle Kinder die hier in der Gruppe sind, haben erfahren, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren. In Gemeinschaft mit Gleichgesinnten haben wir die Möglichkeit mit uns selbst mit all unseren Gefühlenanzunehmen. Trauer und Schmerz sind hier genauso kein Tabu wie zusammen Lachen und beim Spielen Spaß haben. In dieser neuen und besonderen Querwaldeingruppe werden Elemente der Natur- und Wildnispädagogik mit Ritualen aus der Trauerarbeit kombiniert. So werden die Kinder umsichtig in ihrem Trauerprozeß und den einhergehenden Erfahrungen in der Gruppe begleitet. Der Wald in seiner Vielfalt bietet dabei eine wunderbare Unterstützung. Unterschiedliche Ausdrucksmöglichkeiten für die Trauer und das Erinnern werden den Kindern durch Spiele, das Gestalten mit Naturmaterialien und in Gruppengesprächen gegeben. Die Natur, als Ort frei von den alltäglichen Anforderungen und Verhaltensmustern wird so für die Kinder zum neutralen Erfahrungsraum." Es werde nicht nur freie Spieleinheiten, naturerlebnispädagogisch angeleitete Aktivitäten und kleine Rituale durchgeführt, sondern auch Redeanlässe geschaffen, die den Trauerprozess unterstützen sollen. Schmerz und Trauer sowie Lachen und Spaß beim Spielen stellen hier kein Tabu dar. „In dieser Querwaldeingruppe werden Elemente der Natur – und Wildnispädagogik mit Ritualen aus der Trauerarbeit kombiniert“ (Flyer Querwaldein) Die Eltern der Kinder sind auf verschieden Wegen auf dieses Projekt aufmerksam geworden, und die Teilnahme ist kostenlos. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre zeigt, dass die Eltern das kontinuierliche Angebot der Gruppe sehr schätzen, und die Kinder sehr gerne an dieser Gruppe teilnehmen. Finanziert wird das Projekt durch Spenden und seit August 2021 zu gleichen Teilen von der Stiftung Kinderglück und der ProFiliis-Stiftung. Im Schuljahr 2021/2022 waren insgesamt 20 Termine geplant, von denen 2Termine noch nach den Sommerferien nachgeholt werden. Update 04.07.2022: Für das Schuljahr 2022/23 sind insgesamt weitere 20Termine geplant. Das Projekt, welches von den Fachkräften Karin Sinn und Marion Metzger geleitet wird, soll aufrechterhalten werden. Die ProFiliis Stiftung, hält das Projekt für sehr wichtig und hat soeben gemeinsam mit der Stiftung Kinderglück entschieden, das Projekt für ein weiteres Jahr zu finanzieren. ncs
Dortmund - Hombruch
Querwaldein
Westerfilde on Stage - Sprache spielend gelebt
Bildung

Westerfilde on Stage - Sprache spielend gelebt

„Im NetzwerkINFamiliehaben sich verschiedene soziale Akteure unabhängig von ihrem Status, Herkunft oder Trägerschaft aus einem Quartier zusammengeschlossen um die sozialen Teilhabechancen von Kindern und ihren Eltern in den jeweiligen Quartieren zu fördern. Ziel des Netzwerkes ist es, Kindern angemessene Startchancen in Schule und Beruf zu ermöglichen und früh passgenaue, unterstützende Angebote bis hin zu Präventionsketten anzubieten. Es geht aber auch um gemeinsam initiierte Aktionen im Quartier um das Wohnumfeld attraktiver zu gestalten, die Menschen zu aktivieren und zu fördern.“ * Der Dortmunder Stadtteil Westerfilde/Bodelschwingh fällt mit seinem hohen Migrationsanteil auf, viele Personen, die hier leben, sprechen nur wenig oder kein Deutsch. Auch für die Kinder ist die deutsche Sprache eine tägliche Herausforderung, die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Schulschließungen haben dieses Problem an vielen Stellen verschärft. Um den Kindern und Jugendlichen das Thema Sprache wieder etwas näher zu bringen, entschieden die Verantwortlichen des Netzwerkes INFamilie, Impulse durch ein zweiwöchiges Theaterprojekt zu setzen. Ein geeigneter Ort für dieses Projekt wurde in dem Sportplatz der Westhausen-Grundschule gefunden, auf dem für die Dauer von zwei Wochen eine Zeltstadt errichtet wurde. Um ein so umfangreiches Projekt auf die Beine stellen zu können, waren viele Kooperationspartner:innen involviert, die alle der diesem Text angefügten pdf-Datei entnommen werden können. In insgesamt 16 Zelten fanden 14 Workshops und die Essensausgabe statt. Durchschnittlich nahmen pro Tag 155 Kinder und Jugendliche teil, was die Erwartungen der Verantwortlichen bei weitem überschritt. So mussten die bestellten Portionszahlen bei dem beauftragten Caterer erhöht werden, um den vielen hungrigen Mägen gerecht werden zu können. In Summe war das Theaterprojekt ein voller Erfolg. Mehr als 90 % der Teilnehmenden kamen täglich wieder, die deutsche Sprache konnte den Kindern und Jugendlichen im Zuge der Workshops gut vermittelt werden. Es wurden zahlreiche Aufführungen und Darbietungen erarbeitet und auf der Bühne präsentiert. Theaterstücke wurden selbst inszeniert, Gedichte spielerisch umgesetzt, eigene Geschichten geschrieben, erzählt und vorgetragen. Sowohl in der Dortmunder Innenstadt als auch auf dem Westerfilder Marktplatz wurden Straßentheaterstücke aufgeführt. Zu den beiden Abschlusstagen des Projektes (jeweils freitags) kamen pro Termin mehr als 700 Gäste, um sich die Aufführungen anzuschauen. Für die Kinder und Jugendlichen war es eine tolle Erfahrung, so viel Aufmerksamkeit und Wertschätzung erleben zu können. So wurde im Zuge des Projektes neben der Verbesserung der Kenntnisse der deutschen Sprache auch das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden gestärkt und im besten Falle ein nachhaltiges Interesse an dem Thema Sprache geweckt werden. Ausführlichere Informationen zum Projekt können dem Projekttext des Projektpartners entnommen werden. *Der Onlinepräsenz des Projektpartners entnommen sf
Dortmund - Westerfilde/Bodelschwingh
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