Projekte

Nachhaltige Schülerfirma: Gemüseanbau, Klimaschutz und Marketing
Bildung

Nachhaltige Schülerfirma: Gemüseanbau, Klimaschutz und Marketing

Wenn wir im Supermarkt Obst und Gemüse kaufen, machen wir uns kaum Gedanken darüber, welchen Weg es schon hinter sich hat, welche Herausforderungen im Anbau überwunden werden mussten, welche Ressourcen verbraucht wurden und wie sich der Preis für das Produkt am Ende zusammensetzt. Bei den Teilnehmenden des Entrepreneurship-Seminars der Kommende-Stiftung beneVolens an der Gesamtschule Scharnhorst sieht das nach diesem Schuljahr anders aus: Sie haben sich in den vergangenen Monaten mit genau diesen Themen auseinandergesetzt und ihre eigenen praktischen Erfahrungen als verantwortungsvolle Unternehmer:innen gemacht. 19 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren schlossen sich zur Schülerfirma „GreenDaysCompany“ zusammen und beschäftigten sich bei den wöchentlichen Treffen unter Anleitung durch einen Referenten mit Aspekten einer gesundheitsförderlichen Ernährung und nachhaltiger Landwirtschaft unter Berücksichtigung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die die Vereinten Nationen formuliert haben. Um hier über theoretische Wissensvermittlung hinaus zu gehen, erprobten sich die Schüler:innen selbst in Gemüseanbau, Produktion, Marketing und Verkauf. So stand am Anfang des Schuljahres die Frage, wie aus Saatgut Gemüse wird, und am Ende die Herausforderungen von Preisgestaltung und Verkauf. Im Detail gestalteten sich die Projektphasen wie folgt: Kennenlernen der Gruppe und des Projektzieles: Warum ist die Projektidee für die Lebenswelt der Jugendlichen wichtig? Was sind die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung? Kennenlernen eines professionellen landwirtschaftlichen Unternehmens und der Produkte, die später für den Verkauf angestrebt sind: Neben Gemüse sollten mit eigens angebauten Zutaten auch Gewürzsalze hergestellt werden. Finden einer Unternehmensstruktur und Organisation des Arbeitsalltages über Aufgabenteilung Vorbereitung des Anbauprozesses: Vorbereitung der Beete, Bedarfsplanung, Anlegen eines Anbaukalenders, Vorziehen erster Setzlinge Realisierungsphase I: Start des Gemüseanbaus unter Berücksichtigung des Termins des Verkaufsstarts, Erleben von natürlichen Abhängigkeiten bspw. vom Wetter.An dieser Stelle konnten viele Verbindungen zu verschiedenen der formulierten Ziele der Vereinten Nationen gezogen werden, beispielsweise bzgl. menschenwürdiger Arbeit, nachhaltiger Produktion sowie Maßnahmen zum Klimaschutz. Realisierungsphase II: Start des Marketings und der Vorbereitungen für den Verkauf, Was ist wichtig für ein Finanzkonzept und das Marketing? Wie werden Produkte am besten präsentiert? Realisierungsphase III: Verkaufsstand wird eröffnet, gleichzeitig weiterhin Pflege der Beete und Ernte Evaluationsphase: Was haben wir im Rahmen der Arbeit der Schülerfirma gelernt? Am Ende des Schuljahres hatte die Schüler:innen also nicht nur Wissen zu den Themen gesunde Ernährung und Gemüseanbau erworben, sondern auch praktische Erfahrungen in wirtschaftlichen und unternehmerischen Tätigkeiten gesammelt, was sie mit Blick auf ihre berufliche Laufbahn voranbringt. Ganz nebenbei konnte so auch die Wertschätzung der Jugendlichen für Lebensmittel und ihr Bewusstsein für einen ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt gesteigert werden. Das Team der Kommende-Stiftung beneVolens zieht ein positives Fazit: „Nicht nur das WIR-Gefühl der Gruppe stärkte sich, sondern auch das Selbstbewusstsein der einzelnen Schüler:innen ist spürbar gewachsen. Schüler:innen erkannten persönliche Stärken, die sie bewusst in die GreenDaysCompany einbringen konnten.“ (Projektbericht von beneVolens) ProFiliis hat dieses wichtige, vielschichtige Projekt finanziell unterstützt und mit knapp 5.000,- Euro die benötigten Mittel für den Referenten und verschiedene Materialien bereitgestellt. Der Referent war im Rahmen eines Minijobs für die Dauer des Projektes angestellt und hat in 35 Einheiten à 90 Minuten mit den Jugendlichen gearbeitet. Zum Hintergrund: „Jugend fördern. Zukunft gestalten.“ Das ist die Zielsetzung der im Jahr 2009 ins Leben gerufenen Kommende-Stiftung beneVolens. Die Bildungsprojekte zielen darauf ab, Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken, wobei den Jugendlichen stets wertschätzend entgegengetreten wird und ihnen neue Lebensperspektiven eröffnet werden sollen. Besonders sozial benachteiligte Jugendliche sollen durch die Programme der Stiftung gefördert und in die Gesellschaft integriert werden. sh
Dortmund - Scharnhorst
Kommende-Stiftung beneVolens
Klettern zur emotionalen Festigung
Lebenshilfe

Klettern zur emotionalen Festigung

Über sich selbst hinauswachsen, mutig sein, ganz nach oben kommen und sich fallen lassen. Das alles ist beim Klettern möglich und kann sich zugleich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken. Dies macht sich der Verein Ährenkorn e. V. zu Nutze und bietet seit März 2018 ein Kletterangebot für Kinderund Jugendliche mit Förderbedarf im sozialen und emotionalen Bereich an. Der Verein Ährenkorn e. V. ist Träger der freien Jugendhilfe und bereits seit 1999 in Dortmund als Ansprechpartner in Erziehungsangelegenheiten aktiv. Bei dem Kletterprojekt handelt es sich um ein hilfeplangesteuertes Gruppenangebot, was bedeutet, dass es im Rahmen der Jugendhilfe festgeschrieben ist. Bei monatlichen Treffen kommen Kinder und Jugendliche, die entweder durch eine eigene psychische Erkrankung oder die Erkrankung der Eltern oder auch durch andere Umstände eine emotionale Beeinträchtigung erleben, mit Fachkräften des Ährenkorn e. V. in der Kletterhalle zusammen, die die Teilnehmenden als einen Ort erleben, an dem sie sich sicher fühlen, eigene Grenzen austesten und mutig sein können. Jedes Treffen beginnt mit einem gemeinsamen Aufwärmen, das den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit gibt, anzukommen und das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der Gruppe zu stärken. Dies steigert das Wohlbefinden der Teilnehmenden. Anschließend können sie sich entweder beim freien Bouldern oder an der Kletterwand mit Gurt und Seil auspowern. Hier wachsen die Kinder und Jugendlichen häufig über sich selbst hinaus, erleben ihre Fortschritte und ihren Mut und wie sie aus eigener Kraft so weit nach oben kommen. „Sie genießen dieAufmerksamkeit, Lob und Anerkennung für die tolle Kletterleistung und den Mut, den sie aufbringen, wenn siesich beispielsweise fallen lassen.“ (Projektbericht Ährenkorn e. V.) In einer abschließenden Reflexionsrunde können die Teilnehmenden der Gruppe mitteilen, was in ihren Augen gut oder schlecht gelaufen ist oder wie sie sich gerade fühlen. Insbesondere beim Klettern an der Kletterwand und beim „fallen lassen“ muss großes Vertrauen in die Person vorhanden sein, die die:den Kletternde:n absichert. Dies stärkt zum einen die Beziehung untereinander und kann sich zum anderen auch auf das soziale Miteinander außerhalb der Klettergruppe positiv auswirken. Ein stärkender Effekt auf das Selbstwertgefühl und das Selbstwirksamkeitserleben der Kinder und Jugendlichen kann so „ganz nebenbei“ stattfinden und das Leben und Erleben der Teilnehmenden in ihrem Alltag positiv beeinflussen. Die ProFiliis-Stiftung hat zugesagt, mit 190,- Euro pro Treffen die notwendigen Mittel für Eintritts- und Ausleihgebühren der Kletterhallesowie für die Fahrtkosten bereitzustellen (für die Dauer eines Jahres: 2.280,- Euro).In der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2022 fanden fünf gemeinsame Termine statt, an denen jeweils vier bis neun Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und vierzehn Jahren teilgenommen haben. sh
Dortmund
Ährenkorn e. V.
Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir“
Bildung

Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir“

Bereits zum vierten Mal unterstützte die ProFiliis-Stiftung im vergangenen Jahr die Regenbogen-Grundschule dabei, den Schüler:innen der dritten und vierten Jahrgangsstufen den Besuch des Theaterstücks „Mein Körper gehört mir“ von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück zu ermöglichen. Hierbei handelt es sich um ein interaktives Theaterstück zur Prävention sexuellen Missbrauchs. Ohne Angst und Misstrauen zu schüren, soll den Kindern vermittelt werden, wie sie missbräuchliche Situationen erkennen und sich Hilfe holen können. Im Konzept des Theaterstückes heißt es hierzu: „Es hilft den Kindern zu entdecken, dass sie zwischen Ja-Gefühlen und Nein-Gefühlen unterscheiden können. dass sie ihren eigenen Gefühlen vertrauen sollen. dass ihr Körper ihnen allein gehört. dass sie selbst in gewissem Maße für ihre eigene Sicherheit mitverantwortlich sind. dass es feste Regeln dafür gibt, sich auch in unsicheren Situationen zu schützen.“ An der Regebogen-Grundschule fanden im Frühjahr 2022 sechs Aufführungen für jeweils eine Klasse im Rahmen einer Unterrichtsstunde statt. Zwischen einzelnen Szenen suchten die Schauspieler:innen das Gespräch mit den Kindern, sie tauschten sich über die Szenen aus, es konnten Fragen gestellt werden, eigene Erlebnisse geschildert werden und es wurde gemeinsam ein stärkendes Lied gesungen. Für die sechs Vorstellungen entstanden dem Förderverein der Regenbogen-Grundschule Kosten in Höhe von rund 2.000,- Euro. Durch anderweitige Spendeneinnahmen blieb eine Finanzierungslücke von rund 650,- Euro, die ProFiliis gerne geschlossen und die notwendigen Mittel bereitgestellt hat. sh
Dortmund - Mengede
Förderverein der Regenbogen-Grundschule
Mit dem Fahrrad in eine bessere Zukunft!
Freizeit

Mit dem Fahrrad in eine bessere Zukunft!

Ein eigenes Fahrrad bedeutet für Kinder Freiheit. Unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln oder Erwachsenen mit Auto sind sie mit einem Fahrrad in einem deutlich größeren Umkreis flexibel und aktiv als zu Fuß. Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung werden abwechslungsreicher und der Schulweg ist mit dem Fahrrad oft schneller bewältigt. Die Stiftung Kinderglück beschreibt die positiven Effekte eines eigenen Fahrrads weiterhin wie folgt: „Beim Radfahren schulen die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten, erweitern ihren Radius durch die gewonnene Mobilität, können sich mit anderen Kindern in ihrer Freizeit treffen und betätigen sich gleichzeitig sportlich. Das eigene Fahrrad bietet somit den Kindern eine bessere Chance auf Gesundheit, Integration und Bildung. Radfahren ist gut für die Umwelt. Mit dem eigenen Fahrrad tragen die Kinder aktiv zum Klimaschutz bei und nehmen das Klimabewusstsein mit ins Erwachsenenalter.“ (dem Förderantrag entnommen) Doch leider ist es nicht allen Familien möglich, ihren Kindern eigene Fahrräder zur Verfügung zu stellen. So besitzt insbesondere an Schulen in Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf ein Großteil der Schüler:innen kein Fahrrad. „Wir erleben eine sich entwickelnde Dramatik an Grundschulen in den sozialen Brennpunkten, die zu einer Erweiterung unseres Fahrradprojektes führt. Wir erhalten Anträge von Grundschulen, in denen teilweise bis zu 80 % der Kinder in den vierten Klassen keine Fahrräder besitzen und somit nicht an den Fahrradtrainings und Verkehrsprüfungen teilnehmen können“, sagt Bernd Krispin, Gründer und 1. Vorsitzender der Stiftung Kinderglück. Daher greift die Stiftung Kinderglück im Rahmen des Projektes „Mit dem Fahrrad in eine bessere Zukunft!“ unterstützend ein. Verschiedene Akteur:innen (u. a. Sozialarbeiter:innen, Lehrkräfte, Betreuer:innen) können sich an die Stiftung wenden und gezielt für Kinder – vorrangig Schüler:innen der vierten Klasse – Unterstützung beantragen. Nach interner Prüfung stellt die Stiftung Kinderglück dann ein „Paket“ aus Fahrrad, Helm, Sicherheitsweste, Fahrradschloss und Infomaterialien zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Teilnahme an einem Verkehrstraining ermöglicht. Nicht selten erfolgt die Beantragung gleich mehrerer Fahrräder durch Grundschulen. In diesen Fällen findet nach der Übergabe der Fahrrad-Pakete ein Verkehrstraining in Kooperation mit der Polizei auf dem Schulhof sowie im Straßenverkehr statt. Wird die Unterstützung von anderer Stelle beantragt, wird die Teilnahme am ADFC-Fahrradtraining in der Jugendverkehrsschule im Fredenbaumpark ermöglicht (April bis Juli). Die beiden Dortmunder Stiftungen Kinderglück und ProFiliis kennen sich bereits seit langer Zeit und haben schon bei diversen Projekten in fördernder Funktion „zusammengearbeitet“. “. Nun unterstützt ProFiliis – wie in der Vergangenheit bereits beim Schulranzen-Projekt –eineigenes Projekt der Stiftung Kinderglück.Mit 15.000,- Euro stellt ProFiliis Mittel zur Unterstützung von 100 Kindern bereit, die so mit einem wie oben beschriebenen Fahrradpaket ausgestattet werden können. Die Förderung des Projektes „Mit dem Fahrrad in eine bessere Zukunft!“ liegt Thomas Schieferstein, Vorstand der Stiftung ProFiliis, ganz besonders am Herzen: „Ich habe als Grundschüler mein erstes „richtiges“ Fahrrad bekommen und kann mich noch sehr gut an die Begeisterung, mit der ich es in Empfang genommen und ausprobiert habe, erinnern. Auch heute bin ich noch begeisterter Radfahrer. Diese Freude an der eigenen Mobilität sollte allen Kindern ermöglicht werden, unabhängig von der sozialen Situation ihrer Familie. Die Stiftung Kinderglück hatte mit dem Projekt eine fantastische Idee, die wir sehr gerne jetzt und voraussichtlich auch in weiteren Ausbaustufen in der Zukunft finanziell unterstützen.“ sh
Dortmund
Stiftung Kinderglück
Stark auch ohne Muckis
Lebenshilfe

Stark auch ohne Muckis

Wie alle Schulen stand auch die Westricher Grundschule durch die Corona-Pandemie vor besonderen Herausforderungen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sahen sich die Schüler:innen sowie die Lehrkräfte immer wieder einem Wechsel von Präsenz-, Distanz- und Wechselunterricht ausgesetzt. Plötzliche Fehlzeiten Einzelner durch Quarantänemaßnahmen haben zusätzlich dazu beigetragen, dass keine Kontinuität und keine festen Strukturen im Schulalltag vorhanden waren. Neben „inhaltlichen“ Schwierigkeiten, da der vorgesehene Unterrichtsstoff in einer deutlich kleineren Zeitspanne untergebracht werden musste, wurden auch soziale Herausforderungen immer größer. Bedingt durch sehr eingeschränkte gemeinsame Zeit im Klassenverbund konnten die Schüler:innen kaum Gemeinschaftsgefühle entwickeln. Speziell „schöne“ Aktivitäten, die der Stärkung der Klassengemeinschaft dienen, mussten auf Grund der Corona-Maßnahmen gestrichen werden. Überdies war soziales Lernen durch das eingeschränkte Unterrichtsgeschehen nur wenig ausgeprägt. Dies hatte eine Verschlechterung der Lernatmosphäre zur Folge, da ein respekt- und rücksichtsvoller Umgang untereinander nur eingeschränkt voneinander gelernt werden konnte. An dieser Stelle setzt das Projekt „Stark ohne Muckis“ an. Es handelt sich hierbei um ein Selbstbehauptungstraining, das im Klassenverbund stattfindet, kombiniert mit Weiterbildungseinheiten und Informationsangeboten für die Lehrkräfte und Elter. Umgesetzt wird das Projekt durch einen externen Trainer, der im Laufe des Schulhalbjahres 2022 mit den verschiedenen Beteiligten an der Westricher Grundschule zusammenarbeitete. Für die Schüler:innen fand ein intensiver Trainingstag statt, an dem die folgenden Ziele erreicht werden sollten: die:den Einzelnen stärken Selbstsicherheit fördern Unterstützung in der Wahrnehmung der eigenen Grenzen und dem kommunikativen (gewaltfreien!) Abstecken dieser Zielstrebigkeit fördern, Erfahrung des „Über sich Hinauswachsens“ ermöglichen Klassenverband stärken Verbesserung der Lernatmosphäre Förderung eines respektvollen und gewaltfreien Umgangs miteinander Unterstützung in der Wahrnehmung eigener und fremder Gefühle, Entwicklung von Empathie Um den Schüler:innen im Rahmen des Trainingstages die entsprechenden Inhalte und Erfahrungen sowie die Werkzeuge, das Gelernte im Alltag umzusetzen, zu vermitteln, werden erlebnisorientierte und „aktivierende“ Methoden genutzt. An der Westricher Grundschule fand für alle neun Klassen und somit für rund 200 Schüler:innen ein solcher oben geschilderter Trainingstag statt. Die Kosten hierfür beliefen sich auf insgesamt 4.950,- Euro. Für die Lehrkräfte fand ein pädagogischer Tag zum Thema „Einheitlicher Umgang mit Mobbing“ statt. In diesem Rahmen wurden ihnen detailliertes Fachwissen und erprobte Praxistipps zur Mobbingprävention und somit auch zur Verbesserung der Lernatmosphäre vermittelt. Eine Finanzierung dieses Weiterbildungstages war über Fortbildungsgelder der Schule möglich. Für die Eltern wurde ein offener Elternabend angeboten, um die Inhalte des Trainingstags auch systemisch zu verankern. Den Eltern wurde berichtet, was mit den Schüler:innen erarbeitet wurde und sie erhielten Tipps, wie das Gelernte im Familienalltag umgesetzt und vertieft werden kann. Für den Elternabend entstanden Kosten in Höhe von 360,- Euro. ProFiliis hat die Westricher Grundschule gerne bei der Umsetzung dieses wichtigen Projektes unterstützt und mit 2.560,- Euro die erforderlichen Mittel für den Trainingstag für vier Klassen (4 x 550,- Euro) sowie den Elternabend (360,- Euro) bereitgestellt. sh
Dortmund - Lütgendortmund
Westricher Grundschule
Auf den Spuren der Geschwister Scholl
Bildung

Auf den Spuren der Geschwister Scholl

„Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über diese Zeit wissen wollt.“ Dieses bekannte Zitat der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano macht deutlich, dass Erinnerungskultur unverzichtbar ist. Die Auseinandersetzung mit den Strukturen des NS-Regimes und den in diesem Zusammenhang begangenen Verbrechen und Gräueltaten ist essentiell, um ein Vergessen oder schlimmer noch eine Verharmlosung zu verhindern. Aus diesem Grund stand die Arbeit des Ortsverbands Nette der Falken im Jahr 2022 unter dem Motto „Den Nazis auf der Spur – Anne Frank und Geschwister Scholl“. Anhand der Schicksale von Anne Frank, die sich mit ihrer Familie zwei Jahre in einem Hinterhaus vor den Nazis versteckte, sowie Hans und Sophie Scholl als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ sollen den Mädchen die schrecklichen Geschehnisse der NS-Zeit anschaulich gemacht werden. Zu diesem Zweck haben die Mitglieder der Falken-Gruppe für Mädchen zwischen elf und achtzehn Jahren die Bücher „Das Tagebuch der Anne Frank“ sowie „Das kurze Leben der Sophie Scholl“ erhalten und bei wöchentlichen Treffen besprochen. Es wurde eine Theateraufführung zum Tagebuch der Anne Frank besucht und gemeinsam der Film „Das kurze Leben der Sophie Scholl“ geschaut. Außerdem fanden an der Anne-Frank-Gesamtschule und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Kooperationsbesuche satt, da es an beiden Schulen AGs gibt, deren Mitglieder sich mit den Namensgeber:innen beschäftigen und der Falken-Jugend weitere Informationen geben und mit ihnen in den Austausch gehen konnten. Darüber hinaus waren drei Erinnerungsfahrten mit den folgenden Zielen geplant: Anne-Frank-Haus in Amsterdam (Museum in dem Haus, in dem sich die Familie Frank versteckte) Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo Anne Frank 1945 starb Wirkorte der Weißen Rose in München sowie die Gedenkstätte Dachau Um die Kosten für die Fahrten für die interessierten Falken möglichst gering zu halten, wendeten sich die Verantwortlichen bei der Planung an ProFiliis und beantragten die Übernahme der Fahrtkosten. Die Stiftung sagte diese Förderung gerne zu. Leider konnte schlussendlich nur die Fahrt nach München stattfinden. Hierher reisten 24 Jugendliche aus der Falkengruppe. Sie besuchten die DenkStätte Weiße Rose an der Ludwig-Maximilians-Universität, an der Hans und Sophie Scholl studiert haben. Die Gruppe ging außerdem in die Franz-Joseph-Straße, in der die Geschwister bis zu ihrer Inhaftierung und der folgenden Hinrichtung 1943 lebten. Darüber hinaus stand ein Besuch des Gedenkortes Orleansstraße mit dem sog. „Weiße Rose-Zaun“ auf dem Programm. Von diesem Ort existiert ein Foto einer Abschiedsszene: Sophie Scholl verabschiedet ihren Bruder sowie weitere Freunde (z. T. Mitglieder der Weißen Rose), die zum Militäreinsatz an der Ostfront aufbrechen. Auch die KZ-Gedenkstätte Dachau wurde von der Falkengruppe besichtigt. Die Falken-Jugend hat auf dieser Fahrt sehr viel gelernt, Geschichte erlebt und konnte an den Originalplätzen das Leben und Wirken der Geschwister Scholl kennenlernen und nachvollziehen. Die Teilnehmenden haben wichtige Erfahrungen gemacht, die ihre Persönlichkeitsentwicklung stärken können. Zum Hintergrund: Die Sozialistische Jugend Deutschlands „Die Falken“ ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Kinder- und Jugendverband. Kinder und Jugendliche lernen hier, für sich selbst und andere einzustehen und ihre Möglichkeiten, politisch aktiv zu sein, zu nutzen. Kernbereiche der pädagogischen Tätigkeit sind Kinderrechte, Antifaschismus, Feminismus und Kapitalismuskritik. Der Ortsverband Nette ist einer von zwölf Ortsverbänden im Unterbezirk Dortmund und bietet wöchentlich ein Treffen für die jungen Falken von acht bis elf Jahren an sowie eine Mädchengruppe für Teilnehmerinnen von elf bis achtzehn Jahren. Die Kinder und Mädchen leben vorrangig im direkten Umkreis des Falkentreffs Westerfilde. Viele von ihnen haben Migrationshintergrund und/oder leben in Familien, die finanziell schwächer aufgestellt sind. Die Mitarbeitenden des Ortsverbandes Nette sind ehrenamtlich tätig und setzen für derartige Fahrten ihre Urlaubstage ein, zahlen selbst auch den Teilnahmebeitrag und stellen zum Teil ihre eigenen Fahrzeuge zur Verfügung. sh
Dortmund - Mengede
SJD – Die Falken – Ortsverband Nette
Winterspielplatz für die Kleinsten
Freizeit

Winterspielplatz für die Kleinsten

Wer kennt es nicht? Das Wetter ist schlecht, aber zu Hause fällt einem die Decke auf den Kopf. Besonders mit Kleinkindern kann ein Tag schon mal lang werden, wenn schon jedes Spiel gespielt, jedes Puzzle gepuzzelt und jedes Buch gelesen wurde. Bei Regen und kalten Temperaturen ist ein Spielplatzbesuch insbesondere mit kleinen Kindern, die sich viel am Boden aufhalten und in dicker Winterkleidung in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, aber kaum eine Option und die dortigen Möglichkeiten sich auszutoben, können nicht wahrgenommen werden. Der frühe Sonnenuntergang im Winter erschwert den Aufenthalt im Freien zusätzlich. An dieser Stelle leistete die Christuskirche in diesem Winter Abhilfe und eröffnete in einem über 100 m2 großen Raum hinter der Kirche einen Winterspielplatz. Nach einigen Umräumarbeiten wurde der Raum mit Spielgeräten und -materialien ausgestattet und zusätzlich ein Café-Bereich eingerichtet, in dem sich die Begleitpersonen der Kinder aufhalten und untereinander austauschen können. Der Winterspielplatz hatte über den gesamten Winter (bis zum 20. März) an zwei Vormittagen pro Woche geöffnet. Das Angebot war vorrangig auf Kinder unter vier Jahren ausgerichtet und es konnten rund 30 Kinder gleichzeitig dort spielen, toben und Zeit miteinander verbringen. Die Besucher:innen mussten keinen Eintritt o. ä. zahlen; der Winterspielplatz war für die Familien aus der Gemeinde sowie alle anderen Kinder und ihre Begleitpersonen kostenlos. Für ein tolles, großes Spiel- und Bewegungsangebot wurde Folgendes angeschafft: Trampolin Schaumstoff-Schwebebalken Kletterdreieck und -bogen Wellenwege Stapelsteine Klettergerüst Rollbretter Rutschautos Turnmatten Bälle Minibällebad Motorik- & Sensorikparcours für Babies Spielbögen Spielmatten Zum Hintergrund: Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Christuskirche Dortmund liegt im Herzen der Dortmunder Nordstadt. Dieser Stadtteil ist geprägt durch kulturelle Vielfalt und viele im Stadtbild präsente Kinder und Jugendliche. Das Veranstaltungsangebot der Christuskirche richtet sich nicht ausschließlich an die eigenen Mitglieder, sondern in vielen Fällen an alleInteressierten – ohne Berücksichtigung von Herkunft oder Religionszugehörigkeit. So erreicht die Christuskirche viele Familien, Kinder und Jugendliche mit tollen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. sh UPDATE 06/2023 Das Team der Christuskirche hat inzwischen Bilanz bzgl. des Winterspielplatzes gezogen. Generell lässt sich sagen, dass das Angebot gut angenommen wurde und die Besucher:innen sehr positives Feedback gegeben haben. Aus diesem Grund wurde entschieden, dass der Winterspielplatz als Saisonangebot in der dunklen Jahreszeit fortgeführt werden soll. Insgesamt wurde der Winterspielplatz von 386 Kindern und 367 Erwachsenen besucht; im Durchschnitt bedeutet dies, dass pro Öffnungstag 18 Kinder und 17 Erwachsene anwesend waren. Auch am letzten Öffnungstag waren noch Besucher:innen zum ersten Mal da. Der Großteil der Besucher:innen gab an, aus den Innenstadt-Stadtteilen und Hombruch zu kommen. Aber auch Aplerbeck, Bodelschwingh, Huckarde, Holzen, Holzwickede, Hörde, Kirchhörde, Kirchlinde, Körne, Lütgendortmund und Schüren sowie Städte aus der Umgebung wie Bochum und Castrop-Rauxel wurden genannt. Die Altersstruktur der Kinder, die auf dem Winterspielplatz gespielt haben, ist der folgenden Grafik zu entnehmen: Das Team von ProFiliis freut sich, dass der Winterspielplatz so gut angenommen wurde und das Projekt fortgesetzt werden soll! sh
Dortmund - Innenstadt-Nord
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Christuskirche Dortmund
Ausflug ins Superfly Dortmund
Freizeit

Ausflug ins Superfly Dortmund

Zurzeit besuchen knapp 300 Schülerinnen und Schüler die im Dortmunder Stadtteil Nette gelegene Schopenhauer Grundschule. Aktuell werden sie von 18 Lehrer:innen und zwei Förderschullehrern betreut. Die Corona-Pandemie hat natürlich auch vor der Schopenhauer Grundschule nicht Halt gemacht. Schulschließungen und Distanzunterricht haben das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Klassen- und Schulgemeinschaft auf eine harte Probe gestellt. Um dieses Gruppengefühl wieder aufzubauen und zu stärken, haben die Verantwortlichen der Grundschule entschieden, dass ein Ausflug mit der gesamten Schule in das „Superfly“ in Dortmund eine schöne Gelegenheit böte, dass die Kinder nach einem ereignisreichen Ausflug und einem schönen gemeinsamen Erlebnis wieder mehr zueinander finden. Das Superfly in Dortmund bietet auf fast 3000m2 verschiedene Attraktionen und Herausforderungen. Trampoline, Ninja Parcours und oder auch die „Battle Bridge“, auf der man seine:n Gegner:in aus der Balance bringen und in eine Schaumstoffgrube befördern kann, versprechen Spaß für jede:n. Ganz nebenbei konnten die Kinder dabei auch direkt ihr sportliches Geschick trainieren. Um 09:00 Uhr morgens wurden die Schüler:innen mit Bussen in Nette abgeholt und nach Dortmund Kley gefahren. Nach einer Einweisung durch das Personal des Superfly was Sicherheit, Verhalten und die Nutzung der verschiedenen Attraktionen angeht, konnte es dann auch schon losgehen. Es wurde getobt, gesprungen und viel gelacht. Um 12:30 Uhr war der Tag, in den Augen der meisten, dann auch schon wieder viel zu schnell vorbei. sf
Dortmund - Nette
Schopenhauer Grundschule
Multimediaraum für den CJD
Bildung

Multimediaraum für den CJD

Das CJD (Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschland e.V.) ist eines der größten Bildungs- und Sozialunternehmen in Deutschland. Betreut werden unter anderem Teilnehmende und Rehabilitanden der Jugendhilfe Dortmund. Diese werden durch CJD Mitarbeitende rund um die Uhr begleitet, um den Weg in das (Arbeits-)Leben zu finden. Die jungen Menschen wohnen in stationären Wohngruppen und verbringen den Großteil des Tages beim CJD, um zu lernen. Aber auch Pausen und Freizeit verbringen sie in den Räumlichkeiten, während der Coronakrise oftmals sogar sehr isoliert. Die Teilnehmenden stammen überwiegend aus Familien, die bildungsfern sind und/oder nur eingeschränkte finanzielle Mittel haben, Computer, Laptops oder Tablets anzuschaffen. Diese Tatsache ist insbesondere in Zeiten, in denen das Thema „Digitalisierung“ sowohl im beruflichen, schulischen wie auch privaten Kontext immer relevanter wird, für die jungen Menschen von Nachteil. Während Jugendliche ohne Handicap mittlerweile im Umgang mit Technik geübt sind, weil Sie das technische Equipment zu Hause zur Verfügung gestellt bekommen, liefen die Teilnehmenden des CJD mangels Technik-Ausstattung zunehmend Gefahr, den Anschluss zu verlieren. So verpassten sie nicht nur Schulstoff im Distanzunterricht, sondern hatten auch grundsätzlich nicht die Möglichkeit, die Vorteile der Technik im üblichen Umfang zu nutzen, um sich für die steigenden Anforderungen des künftigen Arbeitsmarktes fit zu machen. Zudem ist die Nutzung digitaler Endgeräte für die Kommunikation mit Freunden und Familie gerade, aber nicht nur, während der Corona-Pandemie elementar geworden. Daher war es ein dringendes Bedürfnis der CJD-Verantwortlichen, einen "digitalen Kommunikationsraum" einzurichten und den Teilnehmenden den Zugang zu modernen digitalen Endgeräten zu ermöglichen.. “Vom Fernunterricht bis hin zum Chatten mit der Familie und Freunden in Zeiten der Kontaktbeschränkung – ohne Technik und Technikkenntnisse haben unsere Jugendlichen gravierende Nachteile”, so Tina Fitz, Teamleiterin beim CJD. Der digitale Kommunikationsraum konnte nun dank der über das Dortmunder Spendenparlament SpenDobel vermittelten Unterstützung von ProFiliis mit WLAN, 10 Laptops, 10 großen Monitoren, 10 Tablets und Druckern ausgestattet. Durch die Einrichtung des Digitalraumes kann verhindert werden, dass die Schere zwischen den CJD-Teilnehmenden und Gleichaltrigen außerhalb der Einrichtung immer weiter auseinanderklafft. Laut Einschätzung des CJD wird durch die Nutzung des Kommunikationsraumes für die Jugendlichen die Möglichkeit geschaffen, mit der Verbesserung Ihrer Technikkenntnisse den immer weiter steigenden Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes besser gerecht zu werden. Die Verantwortlichen beim CJD hatten das Projekt im Rahmen des Dortmunder Spendenparlaments SpenDobel (Diakonie Dortmund) vorgestellt und dort um finanzielle Unterstützung gebeten. Dadurch wurde ProFiliis auf das geplante Vorhaben aufmerksam und hat gegenüber dem Spendenparlament die komplette Finanzierung des digitalen Kommunikationraumes zugesagt. sf
Dortmund
SpenDobel - Das Dortmunder Spendenparlament
Mein Körper gehört mir!
Bildung

Mein Körper gehört mir!

Nach Schätzungen der WHO haben statistisch gesehen in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder bereits sexuellen Missbrauch erlebt.[1] Hier setzt das Präventionsprogramm gegen sexuelle Gewalt „Mein Körper gehört mir!“ für Grundschüler:innen, das von der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück konzipiert wurde, an. Im Rahmen von interaktiven Theatervorstellungen werden alltagsnahe Geschichten beschrieben, die den Kindern einen leichten Zugang zu den dargestellten Identifikationsfiguren ermöglichen. Die jungen Zuschauer:innen können miterleben, wie „Nein-Gefühle“ erkannt und in der Folge auch geäußert und befolgt werden. Über den spielerischen Zugang über das Theater sollen die Kinder in ihrer Wahrnehmung für und das Vertrauen in ihre eigenen Gefühle gestärkt werden. Zudem wird thematisiert, dass Kinder selbst bestimmen dürfen, was mit ihrem Körper passiert und dass sie das Recht haben „Nein“ zu sagen. Den Schüler:innen werden verschiedene mögliche Reaktionen vorgelebt für Situationen, in denen sie sich nicht wohl fühlen und ihnen beispielsweise Berührungen unangenehm sind. Diese Sensibilisierung und Stärkung der Mädchen und Jungen ist sehr wichtig, da Kinder, die ihre Gefühle ernst nehmen und selbstbestimmte Entscheidungen treffen, besser vor sexueller Gewalt geschützt sind. Der Förderkreis Schopenhauer Grundschule hatte die theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück engagiert, um ihr Theaterstück an drei Terminen im Juni 2022 für die 140 Dritt- und Viertklässler:innen aufzuführen. Zusätzlich gibt es für die Lehrkräfte umfangreiches pädagogisches Begleitmaterial, um die Aufführungen mit den Kindern vor- und nachzubereiten. Für die Aufführungen und die Fahrtkosten der Schauspieler:innen sind dem Förderkreis Kosten in Höhe von knapp 2.000,- Euro entstanden. Nach Abzug von Zuschüssen über das Bildungs- und Teilhabepaket blieb ein Mittelbedarf in Höhe von 1.020,- Euro, die ProFiliis gerne übernommen hat. sh [1] https://beauftragte-missbrauch.de/themen/definition/zahlen-zu-sexuellem-kindesmissbrauch-in-deutschland
Dortmund - Mengede
Förderkreis Schopenhauer Grundschule
An den Handball, fertig, los!
Sport

An den Handball, fertig, los!

„Nach der langen Coronazeit ist es wichtiger denn je, Kinder und Jugendliche weg vom Bildschirm und vom Smartphone und hinein in sportliche Aktivität zu bekommen.“ So schrieben es die Verantwortlichen des ASC 09 Ende 2021 in ihrem Förderantrag. Der Sport-Club Aplerbeck erreichte mit seinem vielfältigen Angebot von verschiedenen Ballsportarten, Gymnastik, Darts und Mountainbike in der Vergangenheit sehr viele Personen: Neben rund 1.700 Mitgliedern fanden zudem an Schulen und in Kindergärten Projekte statt, die schon die Kleinsten an verschiedene Sportarten heranführen sollten. Insbesondere in der Handballabteilung wurde großer Wert auf die Nachwuchsarbeit gelegt. So wurde hier über den Bundesfreiwilligendienst extra eine Person angestellt, die die o. g. Angebote an Schulen und Kindergärten durchführte. Im Rahmen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Beschränkungen kamen allerdings sowohl diese Projekte als auch das reguläre Vereinstraining zeitweise über Monate zum Erliegen. Die Zahl der Spieler:innen sowie der Neuanmeldungen gingen zurück. Mit den Lockerungen im Corona-Management kam der Wunsch, die Kinder- und Jugendarbeit wieder zu intensivieren. So wurden zusätzliche Trainings, neue Angebote an Schulen und Kindergärten sowie Feriencamps geplant. Um diese Erweiterungen realisieren zu können, waren einige Neuanschaffungen nötig, insbesondere da der ASC 09 in seinen Trainingsaktivitäten vor einer großen Herausforderung steht: „Unser Trainings- und Spielbetrieb ist auf mehrere Hallen in Dortmund verteilt. In keiner dieser Hallen haben wir die Möglichkeit, unser Equipment zu deponieren. Unsere Trainer haben das Geräte- und Materiallager daher im Kofferraum ihrer privaten Pkw. Das bedeutet natürlich, dass wir alle Materialien mehrfach anschaffen müssen“, erklärt Frank Fligge, Abteilungsleiter Handball beim ASC 09. Aus diesem Grund wendeten sich die Verantwortlichen an die ProFiliis-Stiftung, die gerne finanzielle Unterstützung zusagte und Mittel in Höhe von 4.300,- Euro bereitstellte. So konnten u. a. Lautsprecherboxen, Bälle, Leibchen, Airbodies und Vereinskleidung angeschafft werden. Zudem übernahm ProFiliis die Leihgebühr für eine Hüpfburg, sodass ein Nachwuchs-Schnuppertag besonders abwechslungsreich gestaltet werden konnte, und leistete einen Beitrag zur Ehrenamtspauschale für die Übungsleiter:innen. Anfang 2023 lässt sich nun sagen: Die vielfältigen Maßnahmen zur Reaktivierung der Nachwuchsarbeit in der Handballabteilung zeigen Erfolg. „Acht Mannschaften hat der ASC 09 aktuell im Nachwuchsbereich am Start. Hinzu kommen die Minis und F-Jugendlichen, die nach Corona-bedingter Delle gerade einen enormen Zulauf erfahren. Anfang 2023 hat die Abteilung dann auch noch eine neue Gruppe für die ganz Kleinen (ab 2 Jahre) gegründet: die ,wASChbären09´“, zieht der ASC 09 Bilanz. sh
Dortmund - Aplerbeck
ASC 09 Dortmund e.V.
Neue Trainingscubes für Parkourangebot
Sport

Neue Trainingscubes für Parkourangebot

Bei der Sportart Parkour geht es darum, sich möglichst effizient und ohne Hilfsmittel von einem Punkt zum anderen zu bewegen. Grob gesagt, versuchen Parkourläufer:innen also, ihr Ziel „per Luftlinie“ und ohne Umwege bspw. über das vorhandene Straßennetz zu erreichen. Hindernisse, die auf diesem Weg liegen, müssen aus eigener Körperkraft und durch gezielte Bewegungsabläufe überwunden werden. Hierzu sind neben Muskelkraft auch athletischeFähigkeiten notwendig, die gut trainiert werden müssen, um Unfälle zu vermeiden. Ein solches Training bietet der Verein Parkour Dortmund bereits seit 2009 in der Dortmunder Nordstadt an. In Kooperation mit dem Dietrich-Keuning Haus finden in der Skatehalle des Kulturzentrums kostenlose Parkour-Workshops, offene Angebote sowie Vereinstrainings statt. Da es im Dietrich-Keuning-Haus einen offenen Kinder- und Jugendbereich als Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen vorrangig aus der Dortmunder Nordstadt gibt, machen diese einen großen Teil der Teilnehmer:innen am wöchentlich stattfindenden offenen Angebot aus. Da der Verein Parkour Dortmund kaum über Eigenmittel verfügt, wurden in der Vergangenheit aus Europaletten selbst Hindernisse – sog. Obstacles – gebaut, die bei den Trainings zum Einsatz kommen. Allerdings wird der Verein nun immer häufiger zu Veranstaltungen wie Stadtteilfesten o. ä. eingeladen, um dort das Parkourangebot vorzustellen. An dieser Stelle steht das Parkour-Team vor der Schwierigkeit, dass die selbst gebauten Obstacles nur schwer zu transportieren und nicht ohne gewissen Aufwand ab- und wieder aufbaubar sind. Aus diesem Grund kam der Wunsch nach einer Erweiterung des eigenen Hindernis-Bestands mit mobilen „Cubes“ auf, also Parkour-Hindernisse, die auch für den Einsatz außerhalb der Skatehalle geeignet sind. Bei den Cubes handelt es sich um mehrteilige Elemente, die auf verschiedene Arten kombiniert werden können. Sowohl bei externen Veranstaltungen als auch im regulären Training mit den Kindern und Jugendlichen sind so vielfältige und abwechslungsreiche Aufbauten möglich, sodass unterschiedliche Bewegungsabläufe trainiert werden können. ProFiliis hat den Verein Parkour Dortmund gerne bei der Anschaffung der neuen Hindernisse unterstützt und mit rund 6.500,- Euro über 85 % der Kosten für folgende Elemente übernommen (s. Foto): 2 Cubes 1 Parkourwall 1 einhakbare Schrägwand 1 einhängbare Stahlstange sh
Dortmund - Innenstadt-Nord
Parkour Dortmund e. V.