Der StadtSportBund Dortmund ist die Dachorganisation des gemeinnützig organisierten Sports in Dortmund und vertritt die Interessen von rund 150.000 Sportler:innen im Stadtgebiet.
Nun hat sich der StadtSportBund einer immer präsenteren Problemstellung angenommen: Viele Kinder und Jugendlichen können nicht oder nicht sicher schwimmen. Die Gründe hierfür sind vielfältig (s. WDR-Bericht):
- Viele Hallen- und Freibäder wurden in den letzten Jahren aus finanziellen Gründen geschlossen.
- Es gibt zu wenige Seepferdchenkurse bzw. sind diese für viele Familien nicht zu bezahlen.
- Die Eintrittspreise in Schwimmbädern sind stark gestiegen, sodass es für viele Eltern schwierig bis unmöglich ist, regelmäßig mit den Kindern zum Üben ins Schwimmbad zu gehen.
- Schwimmen ist in immer mehr Kommunen nicht mehr Teil des Lehrplans, sodass manche Kinder nicht mal mehr im schulischen Kontext Schwimmunterricht haben.
- Auf Grund der Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie mussten Schwimmbäder eine lange Zeit geschlossen bleiben. Es konnten nicht nur keine Seepferdchenkurse stattfinden, sondern auch Kinder, die das Seepferdchen bereits hatten, konnten keine Schwimmpraxis sammeln.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der StadtSportBund das Projekt „Schwimmen lernen – Chancen nutzen“ ins Leben gerufen, das sich sowohl an Schüler:innen an Grund- als auch an weiterführenden Schulen richtet. Insbesondere für die Altersgruppe der Schüler:innen an weiterführenden Schulen ist es schwierig, einen passenden Schwimmkurs zu finden, da diese häufig eher auf jüngere Kinder ausgelegt sind.
Bestandteil des Projektes ist die Einrichtung von zusätzlichen Schwimmzeiten im Nachmittags- und Abendbereich sowie von Intensivkursen in den Ferien und an Wochenenden, die von Übungsleiter:innen durchgeführt werden, die in Vereinen aktiv sind, mit denen der StadtSportBund für dieses Projekt kooperiert.
Zusätzlich ist die Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schulsozialarbeiter:innen geplant. Diese sollen Schüler:innen identifizieren, die im Rahmen des Projektes „Schwimmen lernen – Chancen nutzen“ Anspruch auf einen Platz in einem Schwimmkurs haben, sie über das Projekt informieren und ihnen einen entsprechenden Gutschein ausstellen, sodass für die Familien keine Kosten anfallen; denn: „Schwimmen zu können darf keine Frage des Geldes sein.“ (DLRG-Präsidentin Ute Vogt; ebd.)
Als Richtlinien bei der Auswahl der Kinder und Jugendlichen gelten die folgenden Kriterien:
- Altersspanne: 7 bis 18 Jahre (ab der dritten Klasse)
- stammen aus finanziell schwach aufgestellten Familien
- Nicht-Schwimmer:innen bzw. keine sicheren Schwimmer:innen
Für die angesetzte Projektdauer von zwei Jahren (September 2025 bis August 2027) werden Mittel in Höhe von über 20.000,- Euro für Positionen wie Badmiete, Honorare für die Übungsleiter:innen, Material und Verwaltung benötigt.
Gerne hat ProFiliis diesem wichtigen Projekt finanzielle Unterstützung zugesagt und stellt zunächst für das erste Projektjahr 5.500,- Euro für Badmiete, Sachmittel und Honorare der Übungsleiter:innen zur Verfügung.
sh



