Projekte

Wasserversorgung für Schüler:innen in Kenia
Humanitärhilfe

Wasserversorgung für Schüler:innen in Kenia

Die Dortmunder Stiftung „well:fair foundation“ setzt sich für die „Realisierung des Menschenrechts auf Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung in ländlichen Regionen Ostafrikas“ ein. (Auszug aus dem Förderantrag) Dabei ist das Team seit 2012 vorrangig in ländlichen Gebieten von Äthiopien, Tansania und Kenia aktiv. Zusätzlich werden in Deutschland Bildungsprojekte für nachhaltige Entwicklung und Engagementförderung durchgeführt. Die well:fair foundation hat sogenannte „WASH-Projekte“ konzipiert, die sich mitWasser,Sanitärversorgung undHygiene an Projektstandorten in Ostafrika beschäftigen. Sie entsprechen den Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation und den Vereinten Nationen für Trinkwasser- und Sanitärversorgung. Nun haben sich die beiden Dortmunder Stiftungen well:fair foundation und ProFiliis zusammengetan, um an der Oloolaimutia Primary School in der Region Narok in Kenia ein „100 % WASH“-Projekt zu realisieren. „Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist in weiten Teilen der Region unzureichend, insbesondere an Schulen. Entsprechend hoch ist die Krankheitslast durch wasserbedingte Erkrankungen wie Durchfall und parasitäre Infektionen.“ (Auszug aus dem Projektbericht) (Bilder im Original: wikipedia (Kenia in Afrika,Bezirk Narok in Kenia)) Auch an der Oloolaimutia-Schule gab es bisher keine verlässliche Wasserversorgung und keine hygienischen Sanitäreinrichtungen. Und das, obwohl 1.400 Schüler:innen im Alter von 6 bis 14 Jahren sowie 23 Lehräfte täglich an der Schule aktiv sind. Gemeinsam mit dem lokalen Partner AMREF Health Africa plante well:fair also die Installation einer sicheren Wasserquelle, die Errichtung von geeigneten Sanitäranlagen und die Durchführung von begleitenden „Schulungen“, die sowohl die Schüler:innen als auch alle anderen Gemeindemitglieder mit Blick auf die Relevanz von hygienischen und sicheren Toilettengängen aufklären und sensibilisieren. ProFiliis hat zu diesem Zweck 44.000,- Euro zur Verfügung gestellt, um einen Beitrag zur deutlichen Verbesserung der Gesundheits-, Bildungs- und Lebenssituation der 1400 Kinder und Jugendlichen zu leisten. Im ersten Schritt musste zunächst die Wasserversorgung sichergestellt werden. Hierzu wurde eine Bohrung vorgenommen und ein Bohrloch mit einer Tiefe von 110 Metern angelegt. Dieses ermöglicht nun den Zugang zu sauberem Grundwasser, dass durch die natürlichen Bodenschichten gefiltert wird. Eine elektrische Pumpe, die durch Solarenergie betrieben wird, befördert das Wasser in hochgelegene Wassertanks, von wo aus das Wasser zu den Entnahmestellen in der Schule transportiert wird. Auch die Mitglieder der umliegenden Gemeinde, können an einer Wasserentnahmestation frisches und sauberes Wasser erhalten. Die zweite Projektmaßnahme war die Errichtung von Sanitäranlagen. Es wurden drei Latrinengebäude mit insgesamt 32 Einzelkabinen und mehreren Handwaschstationen erbaut. Ein spezielles Belüftungssystem reduziert Gerüche und trägt so dazu bei, dass weniger Insekten, die potentiell Krankheiten übertragen, angelockt werden. Außerdem wurden sogenannte "Menstrual Hygiene Management"-Räume erschaffen. Hierbei handelt es sich um Kabinen, die mit Handwaschgelegenheit, Abfallbehälter und Wechselkleidung ausgestattet sind, und somit einen sicheren, sauberen und würdevollen Rahmen zum Wechsel von Hygieneprodukten während der Monatsblutung bieten. Dies ist eine wichtige Unterstützung für die Bildung von Mädchen, da diese andernfalls häufig dem Unterricht während ihrer Menstruationsblutung fernbleiben, wenn keine geeignete Möglichkeit besteht, ihre Hygieneprodukte zu wechseln. So verpassen die Mädchen regelmäßig Unterricht. An der Oloolaimutia-Schule wurde an dieser Stelle nun Abhilfe geschaffen und auch die Situation explizit der menstruierenden Schülerinnen verbessert. Zusätzlich fanden begleitende Bildungs- und Managementmaßnahmen statt, die auf Verhaltensänderung, Bewusstseinsbildung und Organisationsentwicklung bei den Schüler:innen und Gemeindemitgliedern abzielen. So fanden beispielsweise moderierte Treffen in der Gemeinde statt, bei denen die Relevanz von hygienischen Sanitäranlagen und die damit verbundenen gesundheitlichen Vorteile hervorgehoben wurden. Außerdem bildeten Lehrkräfte im Rahmen von sogenannten WASH Clubs einzelne Schüler:innen zu „Wissens-Multiplikator:innen“ aus : „School WASH Clubs sind Schüler:innen-Organisationen, die Hygiene und Sauberkeit an der Schule aktiv fördern. Mitglieder werden von Lehrkräften betreut und sind Multiplikator:innen, die ihr Wissen über Handhygiene, Toilettennutzung, sichere Wasseraufbewahrung und Müllentsorgung an ihre Mitschüler:innen weitergeben. […] Diese Clubs stärken Selbstorganisation, Verantwortungsgefühl und Gesundheitsbewusstsein der Kinder und tragen wesentlich zur langfristigen Funktionstüchtigkeit der Anlagen bei.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Die Ergebnisse des Projektes sprechen für sich: Die Menschen vor Ort haben direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser und werden nicht durch verunreinigtes Wasser krank, was Kinder bisher häufig am Schulbesuch gehindert hat. Stattdessen werden die neuen WASH-Einrichtungen genutzt und die Lehrkräfte berichten von einem deutlichen Rückgang von hygienebedingten Krankheitsfällen wie Durchfall und Bauchschmerzen. Insbesondere dank der "Menstrual Hygiene Management"-Räume sind die Fehlzeiten von Mädchen stark zurückgegangen. Das Schulteam berrichtet außerdem von einer „neue[n] Art von Energie und Stolz: Die Kinder gehen mit mehr Freude zur Schule, bleiben konzentrierter und nehmen an mehr Schulaktivitäten teil.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Das Team der ProFiliis-Stiftung freut sich über diese tollen Ergebnisse des Projektes und die sichtbaren Erleichterungen für die Schüler:innen in Narok. Wir sind überzeugt, dass ihre Bildungssituation dank dem WASH-Projekt verbessert wurde und so auch ihre Chancen für eine positive Zukunft erhöht wurden. Auch die well:fair foundation zieht ein positives Fazit: „Das Projekt an der Oloolaimutia Primary School zeigt eindrucksvoll, wie zielgerichtete Investitionen in Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene den Alltag von Kindern, Familien und Lehrkräften verbessern. […] Die nachhaltige Wirkung dieses Projekts wird von der aktiven Beteiligung der Gemeinde, der Schulclubs und der Lehrkräfte getragen – ein starkes Fundament für eine gesunde, lernfreudige nächste Generation.“ (Auszug aus dem Projektbericht) sh
Afrika - Narok
well:fair foundation
Wodanstraßenfest begeistert Groß und Klein
Freizeit

Wodanstraßenfest begeistert Groß und Klein

Am 03. Mai 2025 verwandelte sich die Wodanstraße in Dortmund-Nette in eine bunte Festmeile: Zum 17. Mal fand dort das beliebte Wodanstraßenfest statt – ein multikulturelles Volksfest mit großem Kinderprogramm, das längst zu einem festen Bestandteil des Stadtteillebens geworden ist. Bei frühlingshaftem Wetter zog das Fest hunderte Besucher:innen an. Zahlreiche Religionsgemeinschaften, Vereine, Schulen, Kitas und lokale Gewerbetreibende hatten sich im Rahmen der ARGE Wodanstraßenfest erneut zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Fest für alle Generationen auf die Beine zu stellen. Eröffnet wurde das Fest traditionell mit dem feierlichen Einmarsch der Ehrengäste mit musikalischer Begleitung durch den Verein „Gut Klang 1919 e.V. Dortmund-Kirchlinde“. Nach einigen Grußworten begann das bunte Bühnenprogramm, das Musik-, Tanz- und andere Darbietungen bereithielt. Abseits der Bühne stellten Vereine und lokale Dienstleister sowie soziale und kulturelle Initiativen ihre Arbeit vor und informierten über ihre Angebote. Da auch in diesem Jahr wieder etwa 350 Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren beim Wodanstraßenfest erwartet wurden, war auch ein Kinderfest mit Kreativständen, Spielaktionen und Kinderschminken geplant worden. Ein echtes Highlight war der Auftritt des Zirkus Pompitz. Mit einer einstündigen Show und einem anschließenden Walkact begeisterte der Clown „Köpie“ die kleinen und großen Zuschauenden. Damit der große Unterhaltungsspaß für alle Kinder kostenlos zugänglich sein kann, hat ProFiliis die ARGE Wodanstraßenfest unterstützt und die benötigten Mittel in Höhe von 600 Euro zur Verfügung gestellt. Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Das Wodanstraßenfest war mal wieder ein voller Erfolg! Das Fest trägt nicht nur zur Stärkung des Zusammenhalts im Stadtbezirk bei, sondern präsentiert auch Jahr für Jahr die starken Verbindungen unter den Akteur:innen im Quartier. Schon jetzt steht für das Orga-Team fest, dass es mit dem Wodanstraßenfest weitergeht: „Nach dem Fest ist vor dem Fest.Die positive Resonanz und die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher sind Antrieb und Motivation zugleich. Schon bald beginnen die ersten Planungen, damit auch die nächste Auflage des Wodanstraßenfestes wieder ein unvergessliches Erlebnis wird.“ (dem Artikel von Wir in Dortmund entnommen) sh
Dortmund - Mengede
ARGE Wodanstraßenfest
Fahrradprojekt für zugewanderte Schüler:innen
Lebenshilfe

Fahrradprojekt für zugewanderte Schüler:innen

Der Verein schul.inn.do setzt sich dafür ein, dass alle Kinder und Jugendlichen in Dortmund unabhängig von Wohnort und sozialer Herkunft gute Bildungschancen haben und unterstützt mit dieser Mission unter anderem auch das Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“, in dem nach Deutschland geflüchtete Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren auf ihrem Bildungsweg und bei ihrer Freizeitgestaltung unterstützt werden. Viele geflüchtete Jugendliche sind nicht in der Lage, (sicher) Fahrrad zu fahren und können dies auch nicht ohne Weiteres lernen, da ihnen kein Fahrrad zur Verfügung steht. Da oft außerdem nur rudimentäre Kenntnisse der hiesigen Verkehrsregeln und -schilder vorhanden sind, wäre eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr mit großen Gefahren verbunden. Dies ist sehr schade, da die Jugendlichen mit Fahrrädern deutlich mobiler und selbstständiger wären und auch in einem größeren Radius aktiv sein und Angebote wahrnehmen könnten. Aus diesem Grund hatte das Team vom Projekt „angekommen“ in Kooperation mit dem Robert-Schuman-Berufskolleg die Idee, ein Fahrradprojekt mit dem Motto „Zwei Räder, viele Chancen“ zu etablieren, das im August 2024 gestartet ist. Den Schüler:innen der Dortmunder Berufskollegs sollten für den „Fahrradunterricht“ passende Fahrräder bereitgestellt werden, mit denen sie dann Schritt für Schritt das Fahrradfahren lernen:„In strukturierten Unterrichtseinheiten und Workshops werden zunächst in gesicherter Umgebung die motorischen Grundlagen erlernt. […] Durch das darauffolgende Sicherheitstraining stellen wir sicher, dass sich die Jugendlichen im Straßenverkehr angemessen verhalten und Gefahrensituationen richtig einschätzen“, hieß es im Förderantrag. Anschließend sollten gemeinsame Ausflüge unternommen werden, bei denen die Schüler:innen auch längere Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen und die Umgebung besser kennenlernen konnten. Im Sinne der Integration der geflüchteten Schüler:innen könnten auch deutsche Schüler:innen an den Ausflügen teilnehmen. Doch bevor es soweit war und die Schüler:innen losradeln konnten, musste einiges geschehen: Als Ort zur Unterbringung der „Fahrrad-Flotte“ war der Keller von Adam’s Corner ausgesucht worden. Hier finden Angebote für zugewanderte Jugendliche im Übergang von Schule in Beruf statt und es besteht eine gute Vernetzung mit den Dortmunder Berufskollegs. Hier kam Torre Timpte, Lehrer am Robert-Bosch-Berufskolleg und als abgeordnete Lehrkraft bei Adam’s Corner aktiv, ins Spiel: Er entwicklete ein Konzept für die Umgestaltung und Renovierung des Kellers, sodass dieser sinnvoll für den Fahrradunterricht genutzt werden kann. „Zuerst richtete er eine Fahrradwerkstatt ein – ein wichtiger erster Schritt, denn die neuen Räder waren nur vormontiert. Pedale mussten angebracht, Lenker gerichtet, Bremsen kontrolliert und jede Schraube nachgezogen werden. Dann baute Timpte Radaufhängungen an die Wände, um den Platz optimal zu nutzen, befestigte alte Bohlen und montierte Fahrradhaken. Schließlich sägte er Bänke passend für den Keller zurecht, um Warte- und Sitzgelegenheiten für die Schüler zu schaffen, die dort Anweisungen erhalten oder auf die Ausgabe der Räder warten.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Unterstützung erhielt Herr Timpte von den Mitarbeitenden von Adam’s Corner. Die Anschaffung der neuen Fahrräder ging deutlich schneller von statten. Mit fast 10.000,- Euro hat ProFiliis die benötigten Mittel zur Anschaffung von 25 Fahrrädern bereitgestellt. Von anderer Stelle wurden Helme und Fahrradschlösser finanziert. „In der letzten Woche vor den Osterferien war es schließlich so weit: Torre Timpte machte sich gemeinsam mit seinen Schülern auf die erste Ausfahrt mit den neuen Rädern. Ziel der Radtour war der Kaiserberg am Phoenix-See, von dem aus sich eine großartige Aussicht auf die Dortmunder Umgebung bot. Nach einem Picknick ging es über den Emscher-Radweg in Richtung Schultenhof und von dort zurück zum Projekt. Timpte meinte: ,Es ist schon spannend, was so eine kleine Tour bei den Schülern auslöst. Einige von ihnen sind noch nie so weit aus Dortmund rausgekommen oder haben die Natur so intensiv erlebt. Und dazu kommt das Gefühl, mühelos dahinzugleiten. Einfach nur schön!‘“ (Auszug aus dem Projektbericht) Nach den Osterferien kann das Fahrradprojekt nun richtig starten und die Schüler:innen der Dortmunder Berufskollegs können gemeinsam mit ihren Lehrkräften die Fahrradflotte nutzen. Auf diese Weise erlernen die Jugendlichen nicht nur eine neue Fortbewegungsmethode kennen, sondern werden so auch mobiler und unabhängiger – ein wichtiger Schritt für ein selbstständiges Leben in Dortmund. sh
Dortmund
schul.inn.do: Projekt angekommen
Rollstuhl-Sportfreizeit
Sport

Rollstuhl-Sportfreizeit

Die Schule am Marsbruch ist eine Förderschule unter der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Allerdings sind viele der über 200 Schüler:innen auch kognitiv beeinträchtigt. Einen großen Teil der Schülerschaft machen Kinder mit schwerer Mehrfachbehinderung aus. Neben rund 70 Lehrer:innen arbeiten unter anderem auch Therapeut:innen, Kinderpfleger:innen und Krankenschwestern und -pflegerim Ganztagsbetrieb mit den Kindern, für die auf diese Weise individuelle Betreuung und Förderung ermöglicht wird. Bereits seit 2002 nimmt die Schule am Marsbruch an einer schulübergreifenden Sportfreizeit mit anderen Förderschulen für körperliche und motorische Entwicklung teil. In diesem Rahmen soll den Schüler:innen die Möglichkeit gegeben werden, Kontakte zu anderen Kindern mit körperlichen Einschränkungen zu knüpfen, verschiedene Rollstuhl-Sportarten kennenzulernen und auszuprobieren, besondere Sportgeräte für Rollstuhlfahrer:innen kennenzulernen, Leistungssportler:innen mit Körperbehinderung als Vorbilder kennenzulernen und ihre Selbstständigkeit im Umgang mit dem Rollstuhl zu trainieren. Darüber hinaus soll Jugendlichen gezeigt werden, dass sie – auch wenn sie im Rollstuhl sitzen oder anderweitig körperlich eingeschränkt sind – sportlich aktiv sein können und ihre Freizeit mit Sport gestalten können. Im Projektbericht schreiben die Verantwortlichen, dass „mittlerweile 9 Schulen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung mit dabei [sind]. Die meisten kommen aus dem Sauerland und dem Ruhrgebiet, seit ein paar Jahren nehmen auch Schüler:innen und deren Lehrer:innen die Fahrt aus St. Augustin und aus Rösrath auf sich.“ Im Januar 2025 war es nun wieder so weit und insgesamt 80 Schüler:innen kamen für fünf Tage zu der Sportfreizeit in Hachen zusammen. Auch zehn Schüler:innen der Schule am Marsbruch im Alter von 13 bis 18 Jahren waren dabei. Das Ziel, soziale Kontakte zu knüpfen, wurde gleich am ersten Abend angegangen – und zwar mit einer Disco! „An den nächsten Tagen erwartete die Teilnehmer*innen ein großartiges abwechslungsreiches Programm mit vielseitigen Sportangeboten in barrierefreien und gut ausgestatteten Sporthallen.Dazu gehörten Rollstuhlsportarten wie Rollstuhlparcours, Rolliabenteuersport, Rollstuhl-Zumba, Rollstuhl-Basketball, Wheelsoccer und Rollstuhl-Rugby. Es wurden auch Mannschaftssportarten angeboten wie Handball, Fußball, Takeshi, Frisbee und Goalball. Auch neue Sportspiele wie FooBASkill und Kin-Ball wurden angeleitet. Faire Matches gab es beim Tischtennis und Polybat, Badminton und Tisch-Volleyball. Kreative Aufführungen übte die Hip Hop- und Zumba-Gruppe ein. Kräfte gemessen und Miteinander gekämpft wurde bei Judo. Klettern an der Kletterwand, das Schwimmbad, die Kegelbahn und das große Trampolin rundeten das Angebot ab. Zwischendurch gab´s die Möglichkeit, sich im Fitnessstudio auszupowern, Spaziergänge zu machen, Boccia zu spielen und bei Dart und gemeinsamem Gesellschaftsspielen zu entspannen.“ Ergänzt wurde dieses an sich schon umfassende Angebote durch die Besuche externer Referent:innen. So kamen Vertreter:innen vom Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW e.V., vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V., von den Rollikids sowie aus dem gemeinnützigen Projekt SIT’N’SKATE zu Besuch und brachten theoretischen und praktischen Input zu verschiedenen Themen mit; u. a. die Grundlagen für Goalball und Tischvolleyball, ein Angebot zu Rollstuhlrugby, Infos zum Thema Mobilität im Rollstuhl und ein Angebot zum Skaten im Rollstuhl. Mit einer Party am letzten Abend, bei der die Auftritte der Zumba- und Hip Hop-Gruppe ein besonderes Highlight darstellten, verabschiedeten sich alle voneinander und erlebten beim Tanzen und Feiern nach dieser vollen, schönen Woche ein großes Gemeinschaftsgefühl. Am Ende waren sich alle einig, dass die Woche viel zu schnell vergangen ist! Die Verantwortlichen schauen glücklich auf die Sportfreizeit zurück: „Die vielen neuen Impulse machten vielen der Schüler:innen klar, was alles auch mit individuellen motorischen Einschränkungen möglich sein kann!Die Kids waren in der Woche super motiviert und es fanden sich auch in den Abendangeboten viele Sportbegeisterte, die noch Lust auf eine Runde Fußball, Kinball oder Rollstuhlbasketball hatten.“ Ein schöner Nebeneffekt am Rande des Projektes, war eine spontane Kooperation mit einigen Schüler:innen, die zur Sporthelfer:innenausbildung in Hachen waren und sich bei den Angeboten für die Schüler:innen der Sportfreizeit einbrachten. So fanden zusätzlich Begegnungen im Sinne der Inklusion statt. Um den Eigenanteil der Schüler:innen gering zu halten, hat sich der Förderverein der Schule am Marsbruch an verschiedenen Stellen um finanzielle Unterstützung bemüht. Die ProFiliis-Stiftung hat mit 950,- Euro die Kosten für den Bustransport der Dortmunder Schüler:innen übernommen sowie die Mittel zur notwendigen Erhöhung der Wassertemperatur bereitgestellt. sh
Dortmund - Aplerbeck
Schule am Marsbruch
Geschwistergruppe "Löwenbande"
Lebenshilfe

Geschwistergruppe "Löwenbande"

„Wir können dem Leben nicht mehr Zeit geben, aber wir können der Zeit mehr Leben geben.“ Unter diesem Motto unterstützt der ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Löwenzahn in Dortmund,der vom Verein „Forum Dunkelbunt“ gegründet wurde, lebensverkürzt erkrankte Kinder und ihre Familien. Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen begleiten die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Familie und schaffen so zusätzliche Lebensqualität, nach dem Versterben des Kindes werden die Familien durch die Trauer begleitet. Ein lebensverkürzend erkranktes Kind in der Familie zu haben, ist für alle Beteiligten eine extreme, gerade emotionale, Belastung. Der Fokus liegt zu jedem Zeitpunkt auf dem erkrankten Kind, der Alltag wird um Arzttermine und sonstige Verpflichtungen, die mit einem schwer kranken Kind einhergehen, herumgeplant. Gerade für die Geschwisterkinder des erkrankten Kindes ist diese Situation keineswegs einfach. Zum einen ist dort die permanente Sorge um das erkrankte Geschwister, zum anderen das stetige Bemühen, auch selbst noch genügend Aufmerksamkeit zu bekommen. Dieses Spannungsfeld baut auf Dauer einen enormen Druck auf. Um den Kindern und Jugendlichen in dieser schweren Situation eine Stütze zu sein, wurde die „Löwenbande“ ins Leben gerufen. Die Löwenbande ist eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 bis 18 Jahren. Einmal im Monat treffen sich die Mitgliedernzu verschiedenen Ausflügen, beispielsweise in den Kletterpark oder aber zu einer Führung durch das Stadion des BVB. Die Geschwisterkinder sollen eine Zeit geboten bekommen, in der es ausschließlich um sie geht, in der sie Zuneigung und Aufmerksamkeit erfahren und in den Austausch mit gleichermaßen Betroffenen treten können. Damit die Eltern sich an diesen Tagen um die Geschwisterkinder keine Sorgen machen müssen und unabhängig von anderen Terminen die Teilnahme an der Gruppe nicht verhindert wird, werden die Kinder zum Beginn des Tages abgeholt und nach Beendigung des Ausflugs auch wieder nach Hause gebracht. Mit einer Fördersumme von insgesamt knapp 8.000, - Euro übernimmt die ProFiliis-Stiftung die Eintrittspreise für diverse Attraktionen sowie anteilig die Transportkosten der Kinder. sf
Dortmund - gesamt
Ambulanter Kinder- u. Jugendhospizidienst Löwenzahn
Stipendien für RuhrTalente
Bildung

Stipendien für RuhrTalente

„In Deutschland entscheiden oftmals nicht vorhandene Talente über den Bildungsweg, sondern familiäre Hintergründe. Während 77 % aller Akademikerkinder studieren, ist dies bei Kindern aus Familien ohne akademische Tradition genau umgekehrt: 77 % studieren nicht (Vgl.: 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, 2013, Bonn-Berlin). Auch die Teilhabe an beruflichen Ausbildungsgängen ist in starkem Maße davon abhängig, ob die Eltern Arbeit haben, ein hohes Einkommen besitzen oder ob sie zugewandert sind oder nicht. Wer in weniger privilegierten Verhältnissen aufwächst, hat oft wenig Vertrauen in die eigenen Stärken und glaubt trotz guter Noten nicht an vorhandene Teilhabechancen.“ Um eben diesen talentierten Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, die Möglichkeit bieten zu können, ihr Potential entsprechend entfalten und ihren Lebensweg selbst gestalten zu können, entschieden Anfang 2016 die Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt und Recklinghausen, die RAG Stiftung und der Initiativkreis Ruhr, das am NRW-Zentrum für Talentförderung angesiedelte Stipendienprogramm für Schüler:innen„RuhrTalente“ ins Leben zu rufen und gemeinsam weiter zu entwickeln . Das Programm richtet sich schulformübergreifend an Schüler:innen ab der 8. Klasse. Gefördert werden diese dann maximal bis zum Beginn der Berufsausbildung oder des Studiums. Das Programm besteht aus Workshops, Seminaren, verschiedenen kulturellen Veranstaltungen und Exkursionen. Zudem gibt es noch individuelle Angebote, die sich an den persönlichen Interessen der Stipendiat:innen orientieren. Auch Sachleistungen, wie beispielsweise die Anschaffung eines Laptops, oder die Ermöglichung von Sprachreisen schließt das Stipendium mit ein. Damit die Schüler:innen auch außerhalb ihres Stadtteils an allen Veranstaltungen teilnehmen können, wird ihnen ein für sie kostenloses VRR-Ticket zur Verfügung gestellt. Das Stipendien-Programm setzt sich aus fünf Handlungsfeldern zusammen: Orientierung schaffen Teilnahme an Workshops zur Berufs- und Studienorientierung Bewerbungstrainings Hospitation in verschiedenen Unternehmen Praktische Erfahrungen sammeln Umgangsformen und Etikette Seminar Besuch von Forschungslaboren oder andere spannende Einblicke in das Berufsleben Politik und Gesellschaft gestalten Besuch des Bundestags in Berlin Teilnahme an der Erstwählerkonferenz Infoveranstaltungen zum Ehrenamt Kultur erleben Besuch von Museen und Ausstellungen Theaterveranstaltungen Fachkenntnisse vertiefen Seminare, beispielsweise zu den Themen „professionell Präsentieren“ oder „Selbstmanagement“ Bei Bedarf Unterstützung in verschiedenen Schulfächern Das Basisprogramm des Stipendiums wird hierbei durch verschiedene, von den Stipendiat:innen gewählte individuelle Programmpunkte ergänzt. Neben der Verbesserung der Zukunftsaussichten der einzelnen Jugendlichen ist auch die Bereicherung der Gesellschaft ein Ziel des Projektes. Durch die Entfaltung der Potentiale jedesEinzelnen profitieren alle von Talenten, die ansonsten womöglich unentdeckt geblieben wären. Die ProFiliis-Stiftung übernimmt die Kosten der Stipendien für fünf Dortmunder Schüler:innen, die sich im Jahr 2018 für ein solches Stipendium qualifizieren. Nachdem sich die Jugendlichen für das RuhrTalente-Stipendium qualifiziert hatten, startete das Stipendien-Programm mit einer Auftaktveranstaltung in der Lichtburg in Essen im November 2018. In diesem Rahmen wurden die Jugendlichen offiziell ins Programm aufgenommen und erhielten die Aufnahmeurkunde. Neben den „RuhrTalenten“ aus dem ganzen Ruhrgebiet und den Projektzuständigen der Westfälischen Hochschule waren unter anderem auch Vertreter:innen der drei Dortmunder Stiftungen wilo Foundation, Elmos Stiftung und ProFiliis anwesend. Alle Beteiligten lernten sich kennen und die Jugendlichen erfuhren, wer hinter der Förderung ihres Stipendiums steckt. So lernte Stiftungsvorstand Thomas Schieferstein auch die fünf Jugendlichen aus Dortmund kennen, für deren Stipendien insgesamt 7.500,- Euro von ProFiliis bereitgestellt wurden. Am Ende desSchuljahres wurde genau abgerechnet, wie viel der Mittel in Anspruch genommen wurden.Die fünf Jugendlichen waren zu dem Zeitpunkt zwischen 15 und 21 Jahren alt und besuchten Dortmunder Gymnasien bzw. Gesamtschulen. Im Dezember 2018 fand eine zweite Veranstaltung speziell für die Jugendlichen und Förder:innen aus Dortmund statt. Hierbei wurden die Bekanntschaften vertieft und das Dortmunder Netzwerk gestärkt. Die RuhrNachrichten berichteten von diesem Treffen (s. Fotoleiste unten). Die Jugendlichen konnten im Laufe des Schuljahres an verschiedenen Workshops und Veranstaltungen teilnehmen, Praktika absolvieren oder sogar an Sprachreisen teilnehmen. * Teile dieses Textes wurden der Projektbeschreibung des Projektpartners entnommen sf
Dortmund - gesamt
Westfälische Hochschule
Theaterbesuch für Grundschüler:innen
Kultur

Theaterbesuch für Grundschüler:innen

Der Dezember ist - im Idealfall - der Monat der Gemütlichkeit und der Vorfreude. Nikolaus, Adventsfeiern, Weihnachtsmarktbesuche und Plätzchen-Backen verkürzen und verschönern die Vorfreude auf Weihnachten. Für die Schüler:innen der Schragmüller-Grundschule in Dortmund-Oestrich gehört traditionell noch ein weiterer Programmpunkt als Highlight zum Jahresende: ein Besuch im Theater! In diesem Winter ging es zur Aufführung von „Dornröschen - Hundert Jahre im Land der Träume“ - einem Familientheaterstück zur Weihnachtszeit im Schauspielhaus Dortmund. Am 10.12.2024 war es soweit und nach einem gemeinsamen Frühstück in den Klassen brachen insgesamt 270 Personen mit Reisebussen zum Schauspielhaus auf. Neben allen rund 250 Schüler:innen waren auch „Lehrkräfte, Schulbegleiterinnen und sogar die Sekretärin […] voller Vorfreude mit von der Partie.“ Im Theater angekommen war die Freuden groß: „Unsere Plätze waren klasse, unsere Schule belegte sämtliche Plätze direkt vor die Bühne, sodass alle Kinder einen guten Blick auf die Vorführung hatten.“ Auch wenn viele Kinder die Geschichte von Dornröschen bereits kannten, war der Besuch im Theater für alle spannend und die rund 250 Schüler:innen verfolgten das Geschehen auf der Bühne mit großer Begeisterung. Nach der Aufführung ging es mit den Reisebussen auch schon wieder zurück nach Oestrich. Doch das Theaterstück beschäftigte die Schüler:innen auch weiterhin, sodass „in den folgenden Unterrichtstagen das Gesehene auch im Vergleich mit der originalen Märchengeschichte im Unterricht“ nachbesprochen wurde. Auch auf das soziale Miteinander an der Schragmüller- Grundschule hatte der Ausflug ins Theater längerfristig Wirkung: Durch das gemeinsame Erleben dieses „Highlights“, wurden die Bindungen sowohl zwischen den Schüler:innen untereinander als auch zwischen Schüler:innen und Lehrkräften etc. vertieft, sodass das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schulgemeinschaft gestärkt wurde. Der Förderverein der Schragmüller-Grundschule hat den Ausflug ins Theater finanziell unterstützt und einen Teil der Kosten übernommen. Zusätzlich hat die ProFiliis-Stiftung eine Förderung in Höhe von 1.730 Euro zugesagt und damit nahezu die gesamten Eintrittskosten übernommen. So war es möglich, dass die Schüler:innen nur einen geringen Teilnahmebeitrag leisten mussten. Zum Hintergrund: An der Schragmüller-Grundschule in Oestrich gibt es mehrere Schwerpunkte, die das Schulleben gestalten: Inklusion und Integration, Bewegungsförderung, Leseförderung, soziales Lernen sowie die Partizipation der Schüler:innen. Aktuell besuchen rund 250 Mädchen und Jungen die Schragmüller-Grundschule, von denen etwa 30 besonderen Förderbedarf im Bereich Lernen oder aus sozialpädagogischer Sicht haben. Außerdem werden auch rund 30 Kinder, die neu nach Deutschland zugewandert sind, betreut und gezielt dabei unterstützt, Deutsch zu lernen. sh Teile dieses Textes wurden dem Projektbericht der Schragmüller-Schule entnommen. Mehr Informationen zum Theaterstück: Hier! Szenische Fotos dem pädagogischen Begleitmaterial entnommen: Hier!
Dortmund - Mengede
Schragmüller-Grundschule
Ski-Fahrt „Let’s roll – Wir bleiben in Fahrt!“
Sport

Ski-Fahrt „Let’s roll – Wir bleiben in Fahrt!“

Die Tremoniaschule ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“. Sie verfügt über zwei Standorte: Die Grundschule liegt in Wambel, während der Unterricht der Sekundarstufe 1 in Körne stattfindet. Zusammen mit zwei weiteren Dortmunder Förderschulen sowie einer Förderschule aus Hamm organisiert die Tremoniaschule einmal im Jahr eine Skifreizeit in Südtirol. Auch in diesem Jahr konnten sich die Schüler:innen freuen: Vom 07. bis zum 14. Februar ging es für 30 Schüler:innen der Tremoniaschule nach St. Johann ins Ahrntal. Die Jugendlichen zwischen 12 und 17 haben verschiedene sonderpädagogische Förderbedarfe im Bereich „Emotionale und soziale Entwicklung“ sowie „Geistige Entwicklung“. Betreut werden sie von drei ehemaligen Lehrkräften der Tremoniaschule, die sich bereiterklärt haben, die Skifreizeit ehrenamtlich zu begleiten. Für viele der Jugendlichen war diese Skifreizeit die erste Gelegenheit, das Skifahren als neue Sportart sowie die alpine Landschaft kennenlernen. Während am Anfang der Woche der Großteil der Gruppe noch in den Anfängerbereichen unterwegs war, machten alle Schüler:innen große Fortschritte und steigerten sich von Tag zu Tag, sodass sie sich immer schwierigere Pisten zutrauen konnten. „In den 4 Skigruppen lernten die Schüler*innen der verschiedenen Schulen einander kennen und alle hatten viel Spaß im Schnee. Ganz selbstverständlich wurde beim Bewältigen der Abfahrten aufeinander geachtet, auf gemütlichere Fahrer*innen Rücksicht genommen und nach Stürzen gegenseitig aufgeholfen. Alle Schüler*innen meisterten am Ende der Woche die Dino Funline im Skigebiet Klausberg und manch einer schaffte es sogar bis auf den höchsten Punkt (knapp 2600m) und konnte dort nicht nur die Aussicht und das Gipfelkreuz, sondern auch die überlebensgroßen Skulpturen aus Eis bewundern.“ Außerdem stand natürlich das Gemeinschaftserlebnis im Fokus. Im Vorhinein wurde schon thematisiert, dass das tägliche Miteinander sehr herausfordernd sein kann, aber natürlich auch großes Potential hat, die sozialen Kompetenzen der Schüler:innen zu fördern.Schnell zeigte sich, dass die mitschwingenden Sorgen unbegründet waren: „Von Beginn an gab es in der Gruppe eine äußerst positive Stimmung, die die gesamte Woche über andauerte und kaum mal durch Streitereien oder Ähnlichem unterbrochen wurde. Alle Schüler*innen kamen gut miteinander in Kontakt und sehr viele tauschten am Ende der Woche ihre Handynummern, um auch nach der Fahrt noch miteinander in Kontakt zu bleiben.“ Insgesamt kann ein sehr positives Fazit gezogen werden: Die Schüler:innen hatten eine tolle Zeit in Südtirol, haben ihre sportlichen Fähigkeiten weiterentwickelt, soziale Kontakte geknüpft und wurden durch diese positiven Erfahrungen in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. Auch das ProFiliis-Team freut sich über dieses tolle Feedback zur Schulskifahrt! Da einige der teilnehmenden Schüler:innen aus einkommensschwachen Familien kommen, hatte sich der Förderverein „Förderkreis Tremoniaschule e.V.“ um finanzielle Unterstützung für sie bemüht und sich in diesem Rahmen an die Stiftung gewendet. ProFiliis hat daraufhin acht Schüler:innen bei ihrem Eigenanteil entlastet und fast 30 % ihres Teilnahmebeitrags übernommen. Insgesamt wurden hierzu fast 2.000,- Euro zur Verfügung gestellt. sh (Zitate dem Projektbericht der Tremoniaschule entnommen)
Dortmund - Innenstadt-Ost
Tremoniaschule
Gedenkstättenfahrten auf den Spuren von Anne Frank
Freizeit

Gedenkstättenfahrten auf den Spuren von Anne Frank

In Zeiten von Politikverdrossenheit, demokratiefeindlichen Parolen und steigenden Zahlen von rassistisch motivierter Gewalt sowie Gewalt gegenüber Andersdenkenden kommt die Frage auf, ob die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte zu Zeiten des zweiten Weltkrieges mit all den schrecklichen Ereignissen und verheerenden Auswirkungen bei einigen Leuten bereits in Vergessenheit geraten sind. Nicht umsonst ist „Kein Vergessen“ ein Leitspruch zur Erinnerung an den Holocaust und weitere rassistische Gewalttaten; denn:„Wer die Geschichte nicht erinnert, ist verurteilt, sie neu zu durchleben.“Dieses Zitat des spanischen Philosophen George Santayana steht als Mahnmal im KZ Auschwitz und hebt die Wichtigkeit des Erinnerns deutlich hervor. Naturgemäß sinkt die Zahl der Personen, die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Um so wichtiger ist es, junge Generationen zur Beschäftigung mit diesem Thema anzuregen. Die Erinnerung und die Anerkennung der katastrophalen Geschehnisse sind wichtige Bestandteile der Prävention. Das wissen auch die Verantwortlichen bei den Falken im Ortsverband Nette und gestalten dementsprechend ihre Arbeit mit jungen Menschen; in diesem Fall konkret mit Mädchen und jungen Frauen. So lautete der Name des Jahresprojekts 2024 „Anne Frank – Ein Mädchen wie du und ich“.„Anhand der Person Anne Frank und ihrem Leben [werden] den Falken-Mädchen die Gräueltaten der Nazis in der NS-Zeit nähergebracht“, heißt es im Förderantrag der Falken. Im Rahmen dieses Projekts haben die Jugendlichen gemeinsam „Das Tagebuch der Anne Frank“ gelesen und bei den wöchentlichen Gruppenstunden über das Gelesene gesprochen, Fragen diskutiert und sich ausgetauscht. So war eine intensive Auseinandersetzung mit den Erlebnissen von Anne Frank möglich und die Mädchen und jungen Frauen konnten sich über einen längeren Zeitraum mit dem Geschilderten beschäftigen. Nach der vorbereitenden Lektüre fanden zwei Gedenkstättenfahrten statt: In das „Anne-Frank-Haus“ in Amsterdam, in dem sich die Familie Frank gemeinsam mit anderen Personen während des Kriegs versteckte und das heute ein Museum ist, und in das Konzentrationslager Bergen-Belsen (Niedersachsen), in dem Anne Frank und ihre Schwester Margot starben. Der Besuch des „Anne-Frank-Hauses“ in Amsterdam war für die Jugendlichen insbesondere mit Blick auf das zuvor gelesene Tagebuch von sehr großem Interesse. Was sie bisher nur gelesen und sich vorgestellt hatten, konnten sie nun mit eigenen Augen sehen und die Enge des Verstecks am eigenen Leib spüren. Für ein noch intensiveres Erlebnis hatten die Betreuer:innen einen Fragebogen vorbereitet, anhand dessen die Mädchen und jungen Frauen das Museum erkundeten. Als alle wieder zu Hause waren, wurde in der nachfolgenden Gruppenstunde die Fahrt nachbereitet und über das Erlebte gesprochen. Die zweite Fahrt ging nach Niedersachsen zur Gedenkstätte Bergen-Belsen. Im Rahmen einer dreistündigen Führung lernte die Gruppe das weitläufige Areal des ehemaligen Konzentrationslagers sowie die damaligen Strukturen vor Ort kennen. Zum Abschluss wurde die Dauerausstellung besucht, die die Entstehung des Konzentrationslagers und die Ereignisse dort während des Zweiten Weltkriegs thematisiert. Unter anderem werden in kurzen Videos Berichte von Zeitzeug:innen und Überlebenden von ihren Erfahrungen im KZ Bergen-Belsen präsentiert. Nachdem die Gruppe diese intensiven Eindrücke am Abend gemeinsam reflektierte, kehrten die Jugendlichen am nächsten Tag noch einmal zurück, um am Gedenkstein von Anne Frank und ihrer Schwester Margot einen Blumenstrauß abzulegen. Die Mädchen und jungen Frauen haben sich im vergangenen Jahr auf eine so intensive Art mit den Themen Holocaust und Zweiter Weltkrieg, aber auch abstrakter mit Intoleranz, Rassismus und Faschismus auseinandergesetzt, dass sie das Gelernte und gesammelte Eindrücke sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Sie wurden nachhaltig darin unterstützt, tolerante junge Menschen zu sein, die sich gegen Ausgrenzung stark machen. Am Jahresprojekt und den beiden Gedenkstättenfahrten nahmen 15 Mädchen und junge Frauen aus Westerfilde im Alter von 11 bis 19 Jahren teil. Da die Jugendlichen zum Teil aus sozial schwächer gestellten Familien stammen, wurden nur geringe Teilnahmebeiträge erhoben (Amsterdam: 10,- Euro p. P. / Bergen-Belsen: 20,- Euro p. P.). ProFiliis hat rund 1.800,- Euro zur Verfügung gestellt, um die Kosten für Verpflegung und Unterbringung, Eintritt bzw. Führung sowie den Transfer (Leihgebührzusätzliches Fahrzeug, Spritkosten) zu decken, und hat so 80 % der Gesamtkosten übernommen. Die Begleiter:innen trugen die ihnen entstanden Kosten für Eintritt u. a. selbst. ProFiliis setzt sich für die Förderung und Unterstützung von jungen Menschen ein und denkt dabei insbesondere an Kinder und Jugendlichen in herausfordernden Lebenssituationen. Unser Ziel ist es außerdem, ein Miteinander zu fördern und Menschen miteinander zu verbinden. Ausgrenzung und die Herabwürdigung bestimmter Personengruppen lehnen wir ab. Aus diesem Grund sind wir dankbar, dass wir dieses Bildungsprojekt der Falken, das in seiner Relevanz unumstritten ist, unterstützen konnten. sh
Dortmund - Mengede
SJD – Die Falken
Therapiestunden für Kinder und Jugendliche
Lebenshilfe

Therapiestunden für Kinder und Jugendliche

Das Kinderschutz-Zentrum in Dortmund ist eine Fachberatungsstelle, die es sich zum Ziel gesetzt hat, „Kindesvernachlässigung, körperliche, sexuelle und psychische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in ihrem Vorkommen zu vermindern und die Folgen von Gewalt zu lindern.“ (dem Förderantrag entnommen) Zu diesem Zweck bietet das Zentrum für Betroffene Beratungen und Therapien an. Die Klient:innen des Kinderschutz-Zentrums sind Kinder und Jugendliche, die durch verschiedenartige Gewalterfahrungen - z. T. in der Familie - traumatisiert wurden. Dabei kann es sich unter anderem um körperliche oder psychische GewaIt sowie sexuelle Übergriffe bzw. sexuellen Missbrauch handeln. In der Folge kommt es häufig zu Belastungen für die Betroffenen und deren Umfeld (u.a. Schlafstörungen, Flashbacks, Wutausbrüche, depressive Reaktionen). An dieser Stelle setzt das Kinderschutz-Zentrum an und bietet Kindern und Jugendlichen Hilfestellungen. Traumatherapie:Erlebte Traumata durch Gewalt, Vernachlässigung oder sexuellen Missbrauch sind große Belastungen für Kinder, Jugendliche und auch Angehörige. Oft entwickeln sich im weiteren Verlauf sowohl somatische als auch psychische Störungen. Kinder werden in ihrer gesunden Entwicklung gestört, entwickeln Lernstörungen oder soziale Störungen, die zu negativen biografischen Entwicklungen führen können. Traumatherapie hilft Betroffenen bei der Stabilisierung nach einem Trauma und bei der Bearbeitung erlebter Traumata. Pro Klient:in werden etwa zehn Stunden für die Traumatherapie erwartet. Traumafachberatung:Diese Fachberatung ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche und die zu ihnen gehörigen Familien, die selber Opfer oder Zeugen von Gewalt wurden, und bewährt sich besonders nach akuten Traumatisierungen wie z.B. nach Vergewaltigung. Zielgruppe des Angebots sind auch Kinder und Jugendliche, die akut betroffen von Gewalt innerhalb der Familie sind oder die Zeugen von Partnergewalt wurden. Traumafachberatung unterstützt Betroffene und Angehörige, psychische Reaktionen auf erlebte Traumata zu verstehen und regt früh hilfreichen Umgang damit an. Dadurch können Chronifizierungen vermieden werden. Eine Traumafachberatung umfasst rund fünf Stunden. Natürlich ist das Angebot professioneller Traumafachberatungen und Traumatherapien mit Kosten verbunden. Diese werden nur in seltenen Fällen von Krankenkasse oder Jugendhilfe übernommen. Damit die Betroffenen die Kosten nicht selbst tragen müssen - was auch nicht jedem möglich wäre - ist das Kinderschutz-Zentrum stets bemüht, Spenden zu sammeln. Die ProFiliis-Stiftung unterstützt das Kinderschutz-Zentrum an dieser Stelle und übernimmt wie schon im vorigen Jahr auch in 2018 wieder die Kosten für zehn Traumatherapien (à 10 Stunden) und fünf Traumafachberatungen (à 5 Stunden). Auf diese Weise kann das Kinderschutz-Zentrum diese Angebote für insgesamt 15 Kinder und Jugendliche kostenlos bereitstellen und so zu deren psychischen Gesundheit und positiven Entwicklung beitragen. sh
Dortmund - Innenstadt-West
Kinderschutz-Zentrum Dortmund
Ausflüge für Kinder von Tafelkund:innen
Freizeit

Ausflüge für Kinder von Tafelkund:innen

Die Dortmunder Tafel dürfte für jede:n ein Begriff sein: Lebensmittel, die aus verschiedenen Gründen, nicht mehr für den regulären Verkauf zugelassen sind, werden von den Mitarbeitenden der Tafel eingesammelt und kostenlos oder zu einem sehr geringen Preis an finanziell schwächer aufgestellte Menschen weitergegeben. Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass die Tafel über ein weitaus größeres Hilfsangebot, das sog. Panoramaprogramm, verfügt: Neben verschiedenen Angeboten für die Kinder der Tafelkund:innen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Spiel und Spaß sowie Bildung sind auch Beratung und Unterstützung (zum Beispiel im Umgang mit Behörden) der gesamten Familie möglich. Hausaufgabenhilfe, Deutschkurse, Vorlesestunden, aber auch Tablet-Kurse und Ernährungsseminare gehören unter anderem zu den Leistungen der Dortmunder Tafel.Ein Teil der Angebote, die im Rahmen des Panorama-Programms bestehen, findet in der Dortmunder-Nordstadt im Panorama-Haus der Tafel statt. Es grenzt an die Lebensmittelausgabe-Stelle an und bietet Kindern so zusätzlich die Möglichkeit, sich hier aufzuhalten, zu spielen und zu lesen, während die Eltern einkaufen. Insgesamt sind bei der Tafel über 3.000 Kinder von Kund:innen registriert. Mindestens 450 von ihnen haben schon einmal an einem Panorama-Angebot teilgenommen; etwa 100 Kinder sind regelmäßig beim Panorama-Programm dabei. Um den Kindern neben dem regelmäßigen Angebot auch ganz besondere Erlebnisse zu ermöglichen, wurden 2023 erstmalig auch Ausflüge zu interessanten Orten in Dortmund und der Umgebung unternommen. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, weshalb auch im Jahr 2024 wieder „Panorama-Ausflüge“ stattgefunden haben. Pro Ausflug konnten 25 bis 30 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren teilnehmen, die zum Teil von ihren Eltern und/oder Ehrenamtlichen begleitet wurden. Da die Ausflugziele alle außerhalb Dortmunds lagen, sind neben Kosten für Eintritt und Verpflegung auch nicht unerhebliche Kosten für Reisebusse angefallen. Mit rund 7.500,- Euro hat ProFiliis die gesamten benötigten Mittel bereitgestellt. Der erste Ausflug ging Ende Mai ins „Irrland“ in Kevelaer; einen Freizeitpark für Kleinkinder und Kinder bis zwölf Jahren. Im Juli wurde dann der Freizeitpark Schloss Beck in Bottrop angesteuert, der auch schon für die Kleinsten tolle Attraktionen bietet. Fröhlich weiter ging es im August in Kernies Familienpark im Wunderland Kalkar im Rheinland. Auch hier wartete Freizeitpark-Spaß für Kinder von drei bis zwölf Jahren auf die Tafel-Gruppe. Im Oktober reiste die Gruppe nach Metelen im Münsterland und besuchte den „Dino Zoo“. Neben riesigen Dino-Nachbauten konnten hier auch echte Tiere wie Alpakas, Kängurus und Damwild bestaunt werden. Den Abschluss bildete ein Ausflug nach Düsseldorf ins Marionettentheater, wo die Kinder eine Aufführung von Michael Endes „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ genießen konnten. „Spiel und Spass, an Land und im Wasser, standen bei den Ausflügen im Vordergrund. Aber auch das Lernen kam nicht zu kurz, sei es beim Eintauchen in die Geschichte in einem Schloss oder beim Bestaunen und Begreifen der Dinos und ihrer Welt vor mehr als 200 Millionen Jahren.“ Die Kinder wurden während der Ausflüge mit Getränken, Snacks und kleinen Mahlzeiten versorgt. Das Team der Tafel zieht ein positives Fazit und ist sich sicher, dass die Kinder einige unvergessliche und glückliche Stunden verbracht haben. Schon alleine die Fahrt in einem Reisebus war für einige Kinder ein tolles Abenteuer. sh
Dortmund
Dortmunder Tafel e. V.
Erweiterung des Bildungsangebotes in Jugendhilfezentrum
Bildung

Erweiterung des Bildungsangebotes in Jugendhilfezentrum

„Der wichtigste Teil der Erziehung eines Kindes ist, ihm das Bedürfnis nach Wissen und das Vergnügen am Lernen zu vermitteln.“ Mit diesem Zitat von Johannes Daniel Falk – dem Namensgeber des "evangelischen Jugendhilfezentrums Johannes Falk" der Diakonie – leiten die Zuständigen ihren Projektbericht ein und legen so gleich den Grundsatz ihres pädagogischen Handels dar: Junge Menschen beim Erwerb von Bildung zu unterstützen. Es gibt bereits seit vielen Jahren ein umfassendes Nachhilfeangebot für die Kinder und Jugendlichen, das lange Zeit von ProFiliis finanzielle Unterstützung erhalten hat (mehr Informationen hier). Aktuell nimmt rund ein Viertel der betreuten Personen am "hauseigenen" Nachhilfeprojekt teil. Die Mitarbeitenden des Jugendhilfezentrums haben im Jahr 2023 aber eine Beobachtung gemacht: Die Anforderungen an junge Menschen hätten sich gewandelt. Die Entwicklung gehe von der Industrie- zur Wissensgesellschaft und bringe ganz neue Herausforderungen mit sich und überschreite das schulische Lernwissen. Eine „klassische“ Nachhilfe reiche somit nicht mehr aus; stattdessen müssten neue Kernkompetenzen wie Kreativität, Selbstkompetenz, Eigenständigkeit, emotionale Intelligenz und Teamfähigkeit vermittelt werden. Auch berufsvorbereitende Trainings für ein bestimmtes Berufsfeld seien nicht ausreichend, da Arbeitskräfte heutzutage deutlich vielseitiger eingesetzt würden. Auf Grundlage dieser Überlegungen wurde das neue Bildungsprojekt„(Aus-)Bildung heute – mit Wissen und Nichtwissen souverän umgehen können“konzipiert. Im Rahmen dieses Angebotes soll nicht nur Fachwissen vermittelt werden, sondern auch die Befähigung dazu, für sich selbst Wissen und Kompetenzen zu generieren. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre eigene Selbstwirksamkeit erfahren, um in verschiedenen Situationen handlungsfähig zu sein bzw. zu bleiben. Hierfür sind laut Auffassung der Johannes-Falk-Mitarbeitenden Motivation, Reflektion sowie Eigen- und Fremdverantwortung elementar. Um von diesen theoretischen Überlegungen zu konkreten Hilfestellungen zu kommen, wurde ein Arbeitskreis aus ehrenamtlichen Lehrkräften gebildet. In diesem Rahmen wurden verschiedene Fragestellungen erörtert und entsprechende Angebote konzipiert (Wie definiert sich Bildung für die Zielgruppe der Jugendhilfe?Welche Anpassungen an bestehenden Konzepten müssen vorgenommen werden?Welche Fragestellungen rund um das Thema Erwachsenwerden und Eigenständigkeit benötigen Vorbereitung (bspw. Umgang mit Verträgen, Wohnungssuche, Versicherungen)?Wie kann die Partizipation der Jugendlichen in der Gesellschaft gefördert werden?) Auf Grundlage dieser Überlegungen wurde dann ein Programm für das Bildungsprojekt im Jahr 2024 entworfen mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche neben der schulischen Förderung auch mit Blick auf veränderte gesellschaftliche Anforderungen zu stärken. Die Angebote lassen ich vier Bereichen zuordnen: Nachhilfeangebot:Im Jahr 2024 haben rund 22 Schüler:innen insgesamt ca. 800 wöchetnlich stattfindende Nachhilfestunden von ehrenamtlichen Lehrkräften erhalten. Unter anderem ist auch eine Förderschullehrerin Teil des Teams, die sich um Kinder mit besonderen Herausforderungen kümmert und sie über einen spielerischen Ansatz an das Lernen heranführt. Verselbständigungsworkshops:Zweimal im Jahr 2024 wurden Verselbständigungsworkshops angeboten, in denen Themen rund um das Leben in einer eigenen Wohnung behandelt wurden: Versicherungen, Verträge, Bankgeschäfte, Vermeidung von Verschuldungsfallen, Alltag in einer eigenen Wohnung. Außerdem wurde ein Angebot der Schuldnerberatung Essen wahrgenommen, bei dem die Teilnehmenden des Workshops einen „Finanzführerschein“ erwerben konnten. Naturprojekt:In Zusammenarbeit mit dem Forstlichen Bildungszentrum Wald und Holz in Arnsberg verbrachten 10 junge Menschen eine Projektwoche vor Ort gemeinsam mit drei Förster:innen und Mitarbeitenden der Diakonie. Sie lernten die Natur besser kennen, erfuhren viel über Holzverarbeitung und machten praktische Erfahrungen bei Forstarbeiten. Demokratiebildung und kulturelle Erfahrungen:Um Demokratie für die Jugendlichen erfahrbar zu machen, wählte jede Heimgruppe eine:n Gruppensprecher:in. Die verschiedenen Gruppensprecher:innen vertraten ihre Gruppe im Jugendparlament, das bei Entscheidungen über das Leben in den Wohngruppen einbezogen wurde. Außerdem unternahmen die Jugendlichen eine viertägige Fahrt nach Weimar, wo sie die politische, kulturelle und künstlerische Bedeutung der Stadt kennenlernten. Ferner stand ein Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald auf dem Programm, wo die Jugendlichen das ehemalige Konzentrationslager besuchten und Informationen über die Gräueltaten der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg erhielten. Am Ende des Jahres 2024 ziehen die Zuständigen der Diakonie ein positives Fazit: Das Nachhilfeangebot hat dazu beigetragen, dass im Sommer 22 Jugendliche ihren Schulabschluss feiern konnten. Das Zitat einer Teilnehmerin des Verselbständigungsworkshops zeigt, wie wichtig dieser Projektbestandteil ist: „Das macht ja richtig Angst, was man als Erwachsener alles wissen muss.“ Die Projektwoche hat einen anhaltenden Effekt: Es ist eine Waldgruppe entstanden, die sich einmal in der Woche im Aplerbecker Wald trifft und Naturerfahrungen sammelt. Die Jugendlichen wurden erfolgreich und nachhaltig in ihrer Entwicklung zu mündigen Staatsbürger:innen unterstützt. ProFiliis hat dieses umfassende Bildungsprojekt gerne finanziell unterstützt und Mittel in Höhe von 4.720,- Euro bereitgestellt, die für die Mitfinanzierung der Bildungsfahrten sowie zur Anschaffung von verschiedenen Materialien und für Unternehmungen der Jugendlichen mit ehrenamtlichen Mitarbeitendengenutzt wurden. Außerdem wurde die Koordination des Projektes finanziell unterstützt. Zum Hintergrund: Das evangelische Jugendhilfezentrum Johannes Falk ist dem Diakonischen Werk Dortmund und Lünen angegliedert und bietet stationäre und ambulante erzieherische Hilfen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an. Im Dortmunder Stadtgebiet werden über 100 junge Menschen im Alter von 6 bis 18 Jahren betreut. sh
Dortmund
Evangelisches Jungendhilfezentrum Johannes Falk